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Ubud – Die besten Sehenswürdigkeiten und Tipps für Balis Szenestadt

Ubud Highlights

Ubud und Umgebung zählen zu den beliebtesten Reisezielen auf Bali. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten hat die Stadt aber noch jede Menge mehr zu bieten.

Ubud – Überblick und Besonderheiten

Das Besondere an Ubud sind die vielen Tempel und schönen, alten Paläste, die Vielzahl an Galerien und Ateliers, die hippen Cafés und Restaurants (zum Teil mit Blick auf saftig-grüne Reisfelder) und die vielen Kunsthandwerksläden, in denen du beim Stöbern schnell die Zeit vergisst.

Außerdem punktet Ubud mit einigen der besten Spas Balis, mit bedeutenden Kunstmuseen, täglich stattfindenden Tanzvorführungen – und einem ganz besonderen Mix aus Spiritualität, Alltäglichkeit und Touri-Life.

Während sich die Touristenmassen über die schmalen Bürgersteige schieben, der allgegenwärtige Verkehr auf den Straßen zum Erliegen kommt, ziehen hier und da Gruppen weiß gewandeter balinesischer Männer und in Sarongs gehüllter Frauen zu den Tempeln der Stadt, um dort ihre Zeremonien abzuhalten. In Ubud vergeht kaum ein Tag, an dem nicht an irgendeiner Ecke irgendeine Zeremonie wie beispielsweise ein Tempelfest stattfindet.

Tempel Ubud

Balinesen auf dem Weg zu einer Tempel-Zeremonie

Ubud gilt als das kulturelle Zentrum Balis und ist zugleich Szenestadt. Sie ist Treffpunkt für Künstler und Literaten, für Kreative, Yogis, digitale Nomaden, Veggies und Normalos. Die Gefahr, sich in Ubud zu verlieben, ist groß. Und manche*r, der oder die nur ein paar Tage in Ubud bleiben wollte, bleibt am Ende ganz.

Den meisten Trubel gibt es in Ubud während des alljährlich im Oktober stattfindenden "Ubud Writers & Readers Festival". Das Literaturfestival mit zahlreichen Lesungen, Kunstausstellungen, Filmvorführungen und Workshops lockt Literatur-Fans aus aller Welt in die Stadt.

Neben Kunst und Kultur hat Ubud aber noch einiges mehr für Touristen zu bieten. Sehenswürdigkeiten beispielsweise wie den Affenwald Mandala Wisata Wanara Wana, den Ubud Traditional Market und die nahe Ubud gelegenen Reisterrassen und -felder.

Reisfelder Ubud

Reisfelder bei Ubud

Ein weiterer Touristenmagnet sind die Künstler- und Kunsthandwerkerdörfer südlich der Stadt, das Malerdorf Batuan beispielsweise, das Dorf Celuk mit seinen Gold- und Silberschmieden und Batubulan mit seinen Steinmetzereien und -bildhauereien.

Darüber hinaus lockt Ubud mit zahlreichen guten Restaurants, Warungs und Cafés. Viele davon sind vegetarisch und/oder vegan und setzen auf Healthy und Organic Food.

In Ubud gibt es Unterkünfte aller Art und Preisklassen. Während sich Touristen mit dickerem Portemonnaie in den feinen Stadthotels oder außerhalb der Stadt inmitten der Reisfelder in schicken Villen einquartieren, zieht es Backpacker in die vielen preiswerten Hostels und Gästehäuser (Hotel-Tipps siehe unten).

Ubud liegt im südlichen Teil Zentral-Balis inmitten grüner Reisterrassen, etwa 30 Kilometer von der Inselhauptstadt Denpasar und vom Ngurah Rai Airport entfernt.

In der Zeit vor der niederländischen Kolonialherrschaft galt Ubud als Stadt der Medizin und Heilkunst. Und noch bis ins 20. Jahrhundert hinein war Ubud ein beliebter Kurort für balinesische Fürsten (Tjocorda).

Das Bild wandelte sich, als mehr und mehr Handwerker und Künstler nach Ubud kamen, um im Auftrag der Fürsten Paläste und Gebäude zu verschönern. In den 1920er- und 1930er-Jahren gesellten sich auch Künstler aus dem Ausland dazu. Darunter befanden sich u. a. der deutsche Maler und Musiker Walter Spies, der in Amsterdam geborene Maler Rudolf Bonnet und die Schriftstellerin Vicki Baum, die in Ubud ihren Roman "Liebe und Tod auf Bali" schrieb.

Ubud entwickelte sich schnell zu einer Künstlerkolonie, bewahrte sich aber zugleich seine Tradition als Stadt der Heilkunst und Medizin. Nirgendwo sonst auf Bali wirst du so viele Spas wie in Ubud finden. Und das Tolle daran ist: Die meisten Wellness-Tempel befinden sich in schönen, alten Stadtpalästen mit hübschen Gärten und Innenhöfen.

Spa Palast Ubud

Viele alte Paläste in Ubud sind heute Spas

Auf dieser Seite erfährst du alles über Ubud, welche die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten sind, welche Touren sich lohnen und wo du in Ubud am besten essen und übernachten kannst.

Hotel-Tipps für Ubud

Gute Mittelklasse-Hotels und -Villen in Ubud sind u. a. die Sri Ratih Cottages *, die Masia Villa Ubud*, das Karang Lila Bhuana Ubud* und das Purana Boutique Resort*.

Sehr schön, aber auch teurer sind u. a. das Dedary Kriyamaha Ubud by Pramana*, die Villa Kayu Lama* und die Santun Luxury Private Villas*.

Gut und preiswert übernachtest du u. a. im Uma Taman House*, im Suryadina Guest House* und im Balik Taman*.

Zahlreiche weitere Hotels, Villen und Gästehäuser in und nahe Ubud findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Restaurant-Tipps für Ubud

Nasi Campur

Beliebtes balinesisches Gericht: Nasi Campur

Ob Fisch, Fleisch, vegetarisch oder vegan – in Ubud kannst du vielerorts erstklassig essen. Die meisten Warungs und Restaurants befinden sich in den großen Straßen wie der Jl. Raya Ubud, der Jl. Hanoman und der Monkey Forest Road.

Beliebte Touristen-Restaurants an der Monkey Forest Road sind u. a. das Café Wayan & Bakery sowie das Art Café, an der Jl. Hanoman das Restaurant und Weinlokal Kebun, an der Monkey Forest Road das Restaurant Bumi Bali und an der Jl. Raya Ubud das Restaurantcafé Lotus und Casa Luna Restaurant.

Café Ubud

Beliebtes Touristen-Restaurant in Ubud: Café Wayan & Bakery

Tipp: Wenn du auf Fleisch stehst, solltest du in Ubud unbedingt Spanferkel (Babi Guling) probieren. Das beste Babi Guling mit einer knusprig-leckeren Schwarte bekommst du im Warung Ibu Oka gegenüber vom Königsplast.

Tanzvorführungen in Ubud

Ubud ist der perfekte Ort, um sich traditionelle balinesische Tänze (u. a. Legong, Barong, Keris) anzuschauen. Jeden Tag finden in der Stadt Vorführungen an unterschiedlichen Orten statt: in Hotels, Restaurants und Palästen.

Touri-Magneten sind die Legong-Vorführungen im Hof des Königspalastes (immer donnerstags und 19.30 Uhr) und die Legong-, Barong- und Keris-Vorführungen im Pura Dalem (ebenfalls donnerstags um 19.30 Uhr).

Die besten Sehenswürdigkeiten in Ubud

Zu den besten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten in und nahe Ubud zählen diverse Kunstmuseen, der Königspalast Puri Saren, der Affenwald Mandala Wisata Wanara Wana, die außerhalb der Stadt gelegenen Reisterrassen von Tegalalang und die Künstlerdörfer an der Straße nach Denpasar. Nachfolgend findest du Beschreibungen aller oben genannten und weiterer Sehenswürdigkeiten in und nahe Ubud.

Museum Puri Lukisan (Palace of Arts)

Das Museum Puri Lukisan, auch "Palace of Arts" genannt, zählt zu den bekanntesten Museen in Ubud. Das Museum wurde 1956 von dem holländischen Maler Rudolf Bonnet und dem balinesischen Fürsten Tjocorde Gede Agung Sukawati gegründet. Das Museum bietet einen guten Überblick über die verschiedenen balinesischen Kunstrichtungen wie dem Wayang- und Batuan-Stil.

In einem der drei Ausstellungs-Pavillons werden Werke aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gezeigt. Die Gemälde dokumentieren den Wandel der balinesischen Kunst in den 1930er-Jahren, beeinflusst durch die Impulse europäischer Künstler wie Walter Spies und Rudolf Bonnet. In dieser Zeit entwickelte sich auf Bali der sogenannte Batuan-Stil. Erstmals malten und zeichneten die balinesischen Künstler neben sakralen Motiven wie Göttern und Dämonen auch Menschen und Szenen aus dem weltlichen Leben.

In den beiden anderen Ausstellungsgebäuden sind Werke zeitgenössischer balinesischer Künstler sowie Gemälde von Rudolf Bonnet zu sehen. Auch lohnt sich ein Blick in den Museumsgarten mit Statuen von Bonnet.

Museum Puri Lukisan. Jl. Raya Ubud. Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr. Eintritt 50.000 Indonesische Rupiah (3,30 Euro).

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Blanco Renaissance Museum

Im Blanco Renaissance Museum kannst du dir Werke des philippinischen Malers Antonio Blanco anschauen. Blanco, der 1998 ein Jahr vor der Eröffnung seines Museums starb, war spanischer Abstammung. Als Maler fühlte er sich vor allem zu Salvador Dalí und Joan Miró hingezogen. Antonio Blanco kam 1952 nach Bali. Das Blanco Renaissance Museum an der Campuan-Brücke in Ubud war der frühere Wohn- und Arbeitssitz des Malers.

Blanco Renaissance Museuem. Jl. Raya Penestanan. Geöffnet täglich von 9 bis 17 Uhr. Eintritt 80.000 Indonesische Rupiah (5,30 Euro).

Agung Rai Museum of Art (ARMA)

Das Agung Rai Museum of Art (ARMA) ist das bedeutendste Museum in Ubud. Es befindet sich etwa eineinhalb Kilometer südlich des Stadtzentrums in der Malersiedlung Pengosekan. Das ARMA wurde von dem Kunstsammler Agung Rai gegründet und 1996 eröffnet. Zur Sammlung zählen die Werke aller bedeutenden balinesischen und zugezogenen Künstler wie I Gusti Nyoman Lempad, Ida Bagus Made, Anak Agung Gede, Walter Spies, Ari Smit und Rudolf Bonnet.

Das Agung Rai Museum ist sowohl Museum als auch Begegnungsstätte für Künstler und Kunst-Fans. Außerdem werden hier Workshops für Malerei, Holzschnitzerei, Egg Painting, Lontar Leaf Painting, Tanz und Yoga angeboten. Zum Agung Rai Museum gehören auch eine Jugendkunstschule und ein Café. Auf der Freiluftbühne des Museums werden täglich traditionelle balinesische Tänze aufgeführt.

Agung Rai Museum of Art (ARMA), Jl. Raya Pengosekan Ubud. Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr, Eintritt 60.000 IDR (4 Euro).

Puri Saren (Königspalast)

Der Königspalst Puri Saren befindet sich an der Jl. Raya Ubud gegenüber vom Ubud Traditional Market. Der Palast des letzten Fürsten von Ubud, Tjocorde Gede Agung Sukawati, diente bis in die 1940er-Jahre als Regierungsgebäude. Da heute noch immer Mitglieder der Fürstenfamilie im Puri Saren wohnen, ist der Palast für die Öffentlichkeit nur teilweise zugänglich. Touristisches Highlight im Königspalast sind die regelmäßig am Abend stattfindenden Legong-Tanzvorführungen.

Ubud Traditional Market

Ubud Traditional Market

Verkaufsstand auf dem Ubud Traditional Market

Gleich vorweg: Hochwertiges Kunsthandwerk wirst du auf dem Ubud Traditional Market nicht finden. Hier werden hauptsächlich Massenware und die üblichen Souvenirs wie bunte Papier-Drachen, Körbe, Billig-Schmuck, Batiktücher und andere Textilien verkauft.

Der Ubud Traditional Market befindet sich an der Jl. Raya Ubud gegenüber vom Königspalast. Das Marktgebäude mit Ständen und kleinen Shops ist zweistöckig; im Innenhof sind ebenfalls Verkaufsstände aufgebaut. Geöffnet ist täglich von 8 bis mindestens 18 Uhr.

Monkey Forest (Mandala Wisata Wanara Wana)

Makake Mandala Wisata Wanara Wana

Makake im Monkey Forest

Der Affenwald Mandala Wisata Wanara Wana ist eine der Haupt-Touristenattraktionen in Ubud. Er befindet sich an der Monkey Forest Road etwa 1,5 Kilometer südlich des Stadtzentrums.

In dem von Wegen durchzogenen Waldstück mit vielen alten Banyan-Bäumen und anderen tropischen Gewächsen tummeln sich mehrere hundert Langschwanz-Makaken. Die Affen, die nach balinesischem Glauben Nachfahren des mythologischen Affengenerals Hanuman sind, gelten auf Bali als heilig.

Monkey Forest Ubud

Monkey Forest

Im Monkey Forest Mandala Wisata Wanara Wana kannst du Affen hautnah erleben. Die Makaken springen Touristen geradezu vor die Füße und halte ihre Hände gierig nach Futter auf. Affenfutter in Form von Bananen und Mais kannst du an den Ständen am Eingang des Monkey Forest kaufen. Nicht artgerechtes Futter oder Füttern ist im Mandala Wisata Wanara Wana streng untersagt.

Affe Monkey Forest Ubud

Banane fressender Makake

Außerdem solltest du die Affen auf keinen Fall provozieren, sie möglichst nicht anfassen und auch nicht mit Blitz fotografieren. Des Weiteren solltest du alles, was nicht niet- und nagelfest ist, sicher verstauen. Denn wenn sich Brillen, Portemonnaies oder Smartphones erst mal im Besitz der Makaken befinden, sind die Sachen verloren.

Der Monkey Forest ist aber nicht nur eine Touristen-Attraktion. Auch viele Einheimische besuchen den Affenwald mit seinen zum Teil verwunschenen Tempeln und beinahe unscheinbaren Friedhöfen abseits der Hauptwege.

Tempel Mandala Wisata Wanara Wana

Tempel im Mandala Wisata Wanara Wana

Sehenswert im nordwestlichen Teil des Wisata Wanara Wana ist beispielsweise der Holy-Spring-Tempel und im Nordosten der Cremation Temple Pura Prajapati, in dem Totenverbrennungs-Zeremonien abgehalten werden. Touristen ist das Betreten des Pura Prajapati allerdings untersagt.

Mandala Wisata Wanara Wana (Affenwald), Monkey Forest Road. Geöffnet ist täglich von 8 bis 18 Uhr. Eintritt 30.000 Indonesische Rupiah (2 Euro).

Sehenswürdigkeiten außerhalb von Ubud

Künstlerdörfer

Schmuck, Holzschnitzereien, Steinmetzarbeiten, Möbel, Gemälde, Schirme und Wayang-Kulit-Puppen – das und vieles mehr wird in den Künstler- und Kunsthandwerkerdörfern nahe Ubud gefertigt.

An der rund 26 Kilometer langen Verbindungsstraße zwischen Ubud und Denpasar, die auch "Straße der Kunsthandwerker" genannt wird, reiht sich ein Künstlerdorf ans andere. In unzähligen Ateliers, Galerien und Manufakturen kannst du den Künstlern bei der Arbeit zuschauen – und die Produkte auch kaufen.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Kunst- und Kunsthandwerkerdörfer entlang der "Straße der Kunsthandwerker":

Teges und Mas: Möbel und Holzschnitzereien

Möbel Mas

Möbelgeschäft in Mas

Die Kunsthandwerker in den Dörfern Teges und Mas sind auf Holzschnitzerei und die Herstellung von Möbeln und Wohnaccessoires spezialisiert. In Mas finden sich riesige Werkstätten und Verkaufshallen mit Holzmöbeln aller Art. Entlang der Straße stapeln sich meterhoch Tische, Stühle, Schränke und Regale. Käufer sind meist Großhändler und Möbelhäuser aus dem Ausland. Neben Möbeln werden in Teges und Mas aber auch geschnitzte Wandbilder, Holzfiguren und -schalen gefertigt.

Batuan: Bilder und Gemälde

Künstler Batuan

Künstler in Batuan

Wenn du auf der Suche nach Bildern und Gemälden bist, solltest du ins Künstlerdorf Batuan fahren. An der Hauptstraße wie auch in einigen Seitenstraßen finden sich zahlreiche, teilweise mehrstöckige Galerien und Verkaufsräume.

Verkauft werden hauptsächlich Werke zeitgenössischer balinesischer Maler. Darunter finden sich abstrakte Gemälde wie auch Gemälde mit religiösen und mythologischen Motiven oder Szenen aus dem balinesischen Dorf-Alltag.

In Batuan findest du Bilder alle Stilrichtungen und Größen. Die Preise liegen durchschnittlich zwischen einer und sechs Millionen Indonesischen Rupiah (65 bis 400 Euro). Es geht aber auch teurer. Handeln ist in den meisten Galerien üblich.

Für den Transport mit dem Flugzeug werden die Gemälde zunächst aus den Rahmen genommen und dann zusammengerollt und in Hartplastik-Röhren verpackt. Am Flughafen in Denpasar konnte ich meine beiden jeweils mehr als einen Meter langen Plastikröhren problemlos und kostenlos aufgeben.

Sukawati: Schirme und Wayang-Kulit-Puppen

Schirme Sukawati

Schirme vor einem Geschäft in Sukawati

Ein Besuch im Künstlerdorf Sukawati lohnt sich aus gleich mehreren Gründen. Zum einen ist das Dorf berühmt für die Fertigung von Wayang-Kulit-Puppen (Puppen für das indonesische Schattenspiel), zum anderen für die Herstellung von Schirmen. Darüber hinaus gibt es in Sukawati einen Kunstmarkt (Pasar Seni, 7 bis 19 Uhr) sowie einen großen, bunten Obst- und Gemüsemarkt.

Die Wayang-Kulit-Puppen werden in Sukawati von den Puppenspielern (Dalang) meist selbst hergestellt. Götter, Dämonen und mythologische Figuren werden in minutiöser Handarbeit aus Büffelleder gestanzt. An Touristen werden – wenn überhaupt – nur Puppen zweiter Wahl verkauft.

Wayang-Kulit-Puppen Sukawati

Wayang-Kulit-Puppen

Schirme sind auf dem Kunstmarkt Pasar Seni sowie in den Geschäften an der Jl. Raya Sukawati erhältlich. Wenn du einen Tempelschirm als Souvenir mit nach Hause nehmen möchtest, ist es ratsam, den Stiel vom Händler gleich kürzen lassen.

Auf dem Kunstmarkt Pasar Seni werden neben Kunsthandwerksprodukten auch Bekleidung, Stoffe, Taschen, Korbwaren und diverse Souvenirs verkauft.

Auf dem Obst- und Gemüsemarkt schräg gegenüber findest du alles, was auf Bali wächst und gedeiht. Neben Schlangenfrüchten, Mangostan, Schoten und Kräutern werden hier auch Opfergaben und Tempelschmuck wie Blumenblüten verkauft.

Schlangenfrüchte Markt Sukawati

Schlangenfrüchte und Mangos auf dem Obst- und Gemüsemarkt in Sukawati

Celuk: Gold- und Silberschmuck

Im Künstlerdorf Celuk, nur wenige Kilometer südlich von Sukawati, befinden sich zahlreiche Gold- und Silberschmieden, in denen Schmuck aller Art gefertigt und verkauft wird. Ob filigrane Goldkettchen, massive Panzerketten, mit Edelsteinen besetzte Ringe und Ohrringe – in Celuk findest du jede Art von Gold- und Silberschmuck.

Batubulan: Kunst und Skulpturen aus Stein

Im Künstlerdorf Batubulan nahe Denpasar sind Dutzende Steinmetze und Steinbildhauer am Werk. In den Straßen stehen Statuen aller Art und Größen, darunter mannshohe, zentnerschwere Götterstauen und Dämonen mit furchterregenden Fratzen.

Die meisten Statuen sind für Balis Tempel bestimmt. In den Verkaufsräumen der Steinbildhauer findest du meist aber auch kleinere Figuren, die sich als Souvenir oder Mitbringsel eignen. Verarbeitet wird in Batubulan hauptsächlich Paras, ein vulkanischer Tuffstein.

Kunsthandwerk auf Bali: Geschichte und Tradition


Kunsthandwerk hat auf Bali eine jahrhundertelange Tradition. Ursprünglich wurden Kunst und Kunsthandwerk nur für religiöse Zwecke angefertigt. In den 1930er-Jahren, mit dem Zuzug europäischer Künstler wie Walter Spies und Rudolf Bonnet, wandelte sich jedoch das Bild.

Neben Göttern und Dämonen brachten balinesische Maler nun erstmals auch weltliche Motive zu Papier, darunter meist Szenen aus dem Leben der balinesischen Dorfgemeinschaften. Steinmetze und Holzschnitzer zogen nach und stellen fortan auch Gebrauchsgegenstände her.

Reisterrassen von Tegalalang

Reisterrassen von Tegalalang

Die saftig-grünen Reisterrassen von Tegalalang bei Ubud

Rund um Ubud gibt es zahlreiche Reisterrassen und -felder. Zu den schönsten zählen die Reisterrassen von Tegalalang. Sie befinden sich etwa 12 Kilometer nördlich der Stadt in einer hügeligen, von schmalen Tälern durchzogenen Landschaft.

Ein Geheimtipp ist Tegelalang allerdings längst nicht mehr. Täglich kommen Hunderte Touristen, um in den saftig-grünen Reisfeldern spazieren zu gehen. Die oberhalb der Reisterrassen verlaufende Straße ist mit Souvenirshops geradezu gepflastert und meist schon am Vormittag mit Reisebussen und Autos verstopft.

Tipp: Eine gute Alternative zu den überlaufenen Reisterrassen von Tegalalang sind die deutlich weniger besuchten Reisterrassen von Sidemen im Osten Balis.

Petulu – Dorf der weißen Reiher

Weißer Reiher Petulu

Weißer Reiher in einer Baumkrone im Dorf Petulu

Etwa zehn Autominuten nördlich von Ubud befindet sich das Dörfchen Petulu. Petulu ist berühmt für den allabendlichen Landeanflug hunderter weißer Reiher. Die Reiher, die im Dorf ihre Nistplätze haben, fliegen jeden Morgen zur Nahrungssuche aus und kehren in wolkengleichen Schwärmen gegen 17.30 / 18 Uhr nach Petulu zurück.

Wenn du den Landesanflug der Reiher beobachten möchtest, solltest du dir rechtzeitig einen guten Platz suchen. Geradezu perfekt ist das Reisfeld an der nördlichen Zufahrtsstraße nach Petulu. Das Reisfeld, auf das ein Schild mit der Aufschrift "Here best View" hinweist, ist kaum zu übersehen.

Die Einwohner von Petulu glauben übrigens daran, dass die Seelen einst ermordeter und in der Nähe des Dorfes begrabener Kommunisten in den weißen Reihern wiedergeboren worden seien. Daher halten die Dorfbewohner für sie auch spezielle Zeremonien ab.

Hinweis: Touristen müssen an der Zufahrtsstraße nach Petulu 20.000 Indonesische Rupiah (1,30 Euro) Eintritt für das Dorf bezahlen.

Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Ubud sind die Elefantenhöhle Goa Gajah, die Königsgräber von Gunung Kawi und der Mond von Pejeng, der größten in einem Stück gegossenen Bronzetrommel der Welt.

Ubud: Lage und Anfahrt

Ubud liegt im südlichen Teil Zentral-Balis. Vom Ngurah Rai Airport, Balis Haupstadt Denpasar oder dem beliebten Ferienort Kuta im Süden von Bali beträgt die Fahrzeit nach Ubud je nach Verkehrsaufkommen zwischen 50 Minuten und 2 Stunden.

Ubud (auf der Karte gelb markiert) liegt im südlichen Teil Zentral-Balis

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