Puerto Maldonado – Alle Tipps für deine Reise ins Amazonastiefland Perus

Highlights Puerto Maldonado und Tambopata-Nationalpark

Puerto Maldonado ist das Tor zu den Regenwäldern im Amazonastiefland Perus – und auch Startpunkt für Dschungeltouren in den nahe gelegenen, schönen Tambopata-Nationalpark

Gründe für eine Reise nach Puerto Maldonado

Autorenfoto

Bettina Tiedke, Autorin

Puerto Maldonado liegt im südöstlichen Amazonastiefland Perus an der Einmündung des Río Tambopata in den Río Madre de Dios, einem Nebenfluss des Amazonas. Die Stadt ist in erster Linie Ausgangspunkt für Dschungel-Touren in den nahe gelegenen Tambopata-Nationalpark.

Das Tambopata-Naturreservat (Reserva Nacional Tambopata) ist bekannt für einen großen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. Neben zahlreichen Vogelarten wie Aras, Tukane, Aninghas, Hoatzine und Eisvögel kannst du hier auch Kaimane, Riesenotter, Agutis, Brüll- und Totenkopfäffchen, Schmetterlinge, Schlangen und Spinnen sehen.

Zu den Highlights im Nationalpark zählen der Lago Sandoval, einer der schönsten Seen Perus, mehrere Lehmlecken (Collpas) für Aras und andere Papageien, Bootsfahrten auf dem Río Madre die Dios, Besuche von Obstfarmen und Dörfern der Machiguenga, einem indigenen Volksstamm, und natürlich Wanderungen durch die ganze, grüne Dschungelwelt.

Lago Sandoval, Tambopata Nationalpark

Lago Sandoval

Die meisten Touristen mieten sich in einer der schönen Urwald-Lodges am Ufer des Río Madre des Dios ein und begeben sich von dort aus auf Erkundungstour. Die Lodges liegen alle zwischen 30 und 60 Bootsminuten von Puerto Maldonado entfernt und bieten in der Regel Komplettpakete mit Vollpension, Transfer und sämtlichen Touren an, sodass du dich um nichts zu kümmern brauchst.

Puerto Maldonado – Überblick

Von Puerto Maldonado sind es nur etwa 50 Kilometer bis zur bolivianischen Grenze, auch nach Brasilien ist es nicht weit. Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten in Puerto Maldonado zählen die Guillermo Billinghurst Bridge, die den Río Madre de Dios überspannt und mit 722 Metern die längste Brücke Perus ist, sowie ein Markt, auf dem du u. a. anderen lokale Produkte wie leckerste Schoko-Pralinen und Paranüsse kaufen kannst.

Guillermo Billinghurst Bridge, Puerto Maldonado

Guillermo Billinghurst Bridge in Puerto Maldonado

Puerto Maldonado wurde einst im Zuge der Kautschukgewinnung geründet. Heute leben die knapp 80.000 Bewohner der Stadt hauptsächlich vom Handel mit Holz und Paranüssen und vom (Öko-)Tourismus.

Dennoch zählen die Regenwälder rund um Puerto Maldonado zu den schönsten Urwaldgebieten Perus. Auch kommen längst nicht so viele Touristen nach Puerto Maldonado wie etwa nach Iquitos oder Pucallpa im Norden von Peru, wo die Dschungelpfade schon seit langem ausgetreten sind. Puerto Maldonado liegt nur eine halbe Flugstunde und sechs Autostunden von Cusco entfernt und ist nach einer Südperu-Rundreise durch die eher kargen Andenregionen ein perfektes Anschlussziel.

Im Folgenden findest du einen vollständigen Reisebericht über unseren viertägigen Aufenthalt im Tambopata-Naturreservat. Gewohnt haben wir am Río Madre de Dios in der schönen Corto Maltes Amazonia Lodge*, etwa eine halbe Bootsstunde von Puerto Maldonado entfernt.

Tambopata-Nationalpark – Highlights, Touren und Reisebericht

Ankunft in Puerto Maldonado

Um 13 Uhr landet unser Flieger in Puerto Maldonado auf dem Padre Aldamiz International Airport. Der Himmel ist knallblau, der bis ans Flugfeld reichende Dschungel tiefgrün. Die Temperatur beträgt 33 Grad, die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent. Als wir aus dem Flieger steigen, kuschelt sich die feuchtwarme Luft wie ein Umhang um uns.

Am Gate werden wir schon von den Guides der Corto Maltes Amazonia Lodge erwartet und steigen anschließend in einen zum Glück klimatisierten Mini-Van. Bevor es mit dem Langboot über den Río Madre de Dios zu unserer Lodge geht, stoppen wir in Puerto Maldonado noch am Town-Office der Lodge.

Da wir wegen der begrenzten Ladekapazitäten der Langboote nur das Nötigste mit zur Lodge nehmen können, packen wir im Office einen Teil unseres Gepäcks in kleine Reisetaschen um. Den Rest lassen wir im Büro, wo unsere Sachen sicher eingeschlossen werden.

Mit dem Langboot zur Corto Maltes Amazonia Lodge

Langboote Río Madre de Dios

Langboote am Río Madre de Dios

Anschließend geht es mit dem Mini-Van weiter zum Bootsanleger. Da gerade Trockenzeit ist, führt der Río Madre de Dios nur wenig Wasser. So kraxeln wir über ziemlich wackelige Stege das Ufer hinunter zu den Langbooten. Unser Boot ist etwa 15 Meter lang und 3,50 Meter breit. Da es nur einen flachen Boden und keinen Kiel hat, ist das Einsteigen ein Balance-Akt.

Nachdem der Skipper und die Guides uns und unsere Taschen so verteilt haben, dass das Boot nicht länger Schlagseite hat, geht es endlich los.

Bootsfahrt

Schwimmwesten sind in den kippligen Langbooten Pflicht

Wir lassen den Bootsanleger und die Guillermo Billinghurst Bridge, die auch Puente Intercontinental genannt wird, schnell hinter uns. Die erst 2011 fertig gestellte, rote Hängebrücke ist ein Teilstück der insgesamt 6200 Kilometer langen Transoceánica, die die Pazifikküste Perus mit der Atlantikküste Brasiliens verbindet.

Doch da wollen wir nicht hin, sondern nur vier Kilometer flussabwärts bis zu unserer Lodge Corto Maltes Amazonia.

Auf dem von lehmigen Uferböschungen eingerahmten, träge dahin fließenden Río Madre de Dios fahren wir etwa 40 Minuten bis zur Lodge. Nachdem wir das Ufer über die steile Holztreppe erklommen haben, werden wir im Haupthaus schon mit einem Fruchtsaft erwartet.

Anleger Corto Maltes Amazonia Lodge

Bootsanleger der Corto Maltes Amazonia Lodge am Río Madre de Dios

Anschließend stellen wir unsere Taschen im Bungalow ab, machen uns kurz frisch und begeben uns zusammen mit den anderen Neuankömmlingen zu einem späten Mittagessen ins Restaurant.

Corto Maltes Amazonia Lodge

Garten Lodge

Garten der Corto Maltes Amazonia Lodge

Die Corto Maltes Amazonia Lodge* ist eine von rund einem Dutzend Lodges am Río Madre de Dios nahe Puerto Maldonado. Sämtliches Lodges liegen mitten im Urwald und sind nur mit dem Boot zu erreichen.

Die Corto Maltes Amazonia Lodge verfügt über 27 freistehende Bungalows mit überdachter Veranda. In den Bungalows hast du ein großes Schlafzimmer, Dusche und WC. Eine Klimaanlage gibt es nicht, dafür aber einen großen Deckenventilator, der dir zumindest das Gefühl von frischer Luft gibt.

Die schönen, aus dunklem Holz gebauten und mit Palmwedeln gedeckten Bungalows stehen auf circa ein Meter hohen Stelzen in einem großen parkähnlichen Garten.

Am Eingang befindet sich das Haupthaus mit Restaurant, Cocktailbar, Souvenirshop und einer großen, überdachten Terrasse.

Von der Terrasse hast du einen tollen Blick auf den Fluss. Im großen Garten kannst du in den Abendstunden beim Konzert der Zikaden und Frösche ein erfrischendes Bad im Pool nehmen oder es dir einfach nur mit einem Getränk auf einem der Liegestühle bequem machen.

Corto Maltes Amazonia ist eine Lodge in der mittleren Preisklasse. Wie bei den meisten anderen Lodges in der Umgebung schließen die Preise neben Übernachtung und Vollpension auch sämtliche Touren und den Flughafentransfer mit ein.

Mit allem, was uns in der Corto Maltes Amazonia Lodge geboten wurde, fanden wir das Preis-Leistungsverhältnis absolut angemessen. Für die vier Tage haben wir mit drei Übernachtungen zu zweit insgesamt 870 Euro bezahlt.

Da die Anzahl an Lodges nahe Puerto Maldonado überschaubar ist und die Zimmer schnell ausgebucht sein können, empfiehlt es sich, die Unterkunft mindestens ein halbes Jahr im Voraus buchen.

Weitere Lodges am Río Madre de Dios nahe Puerto Maldonado

Zu den schönsten, aber auch teuersten Lodges am Río Madre de Dios nahe Puerto Maldonado zählen die Inkaterra Reserva Amazonia Lodge*, die Inkaterra Hacienda Concepcion Lodge* und die Ecoamazonia Lodge*.

Empfehlenswerte Lodges der mittleren Preisklasse sind neben der Corto Maltes Amazonia Lodge* die Inkaterra Guides Field Station* und das Amazon Planet Resort*.

Zu den preisgünstigsten Lodges am Río Madre de Dios nahe Puerto Maldonado zählen u. a. die Green Diamond Amazon Lodge* und die Paradise Amazon Tambopata Ecolodge*.

Weitere Unterkünfte am Río Madre de Dios und auch direkt in Puerto Maldonado findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com oder unten auf der Karte.

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Vogelspinnen und Tukane – unser erster Dschungel-Spaziergang

Tukan

Tukan. Foto: Bettina Tiedke

Inzwischen hat die Dämmerung eingesetzt, und wir machen mit unserem Guide einen ersten Entdeckungs-Spaziergang in den Dschungel. Der Jungle Trail beginnt gleich hinter unserem Bungalow.

Erste Station ziemlich am Anfang des Wegs ist ein großer alter Baum, der malerisch von einer Würgefeige ummantelt wird. In etwa drei Metern Höhe sitzt vor einer Baumhöhle ganz entspannt eine dicke Vogelspinne und wartet auf unvorsichtige Besucher.

Vogelspinne

Vogelspinne. Foto: Bettina Tiedke

Ein paar blaue Aras überqueren laut krächzend das weitläufige Gelände der Lodge. In den frühen Morgen- oder Abendstunden kommen immer wieder wilde Papageien, manchmal auch Tukane, und machen hier in einem der großen Bäume Station, während Brüllaffen in der Ferne lautstark ihr Revier abstecken.

Auf unserem rund zweistündigen Spaziergang erfahren wir viel Interessantes über die hiesige Pflanzenwelt. Unser Guide pflückt am Wegesrand immer wieder ein paar Blättchen ab, lässt uns daran riechen und erklärt, wozu diese und jene Pflanze gut ist.

Einige der Blätter riechen stark nach Knoblauch und werden von den Einheimischen für die Zubereitung von Speisen benutzt, andere, wie der "Aspirin"-Strauch, dienen als Schmerzmittel und wieder andere zum Einfärben von Textilien.

Ein Stückchen weiter macht uns unser Guide auf einen Baum mit Feuerameisen aufmerksam. Der Biss einer Feuerameise könne extrem schmerzhaft sein und starken Juckreiz auslösen, erklärt er. Einheimische Mädchen, die fremdgingen, würden zur Strafe an solche Bäume gebunden, erfahren wir – und haben dabei ein mulmiges Gefühl.

Wenig später stehen wir vor einem Paranuss-Baum, dessen Nüsse nur Agutis knacken können, erklärt unser Guide weiter. Wie schwer es ist, die Schale der Nüsse aufzubrechen, demonstriert er unter Einsatz verschiedener Werkzeuge.

Während wir auf dem Rückweg zur Lodge noch einiges über die am Wegesrand wachsenden Kaffee- und Cocasträucher erfahren und das Glück oder Unglück haben, einer Tarantel zu begegnen, setzt das allabendliche Konzert der Zikaden und Frösche ein. Fledermäuse auf Beutezug fliegen über unseren Köpfen hinweg. Illuminiert wird das Ganze durch unzählige Glühwürmchen, die über dem Dschungelpfad zu tanzen scheinen.

Schade nur, dass die Familie, mit der man uns in eine Gruppe gesteckt hat, so gar kein Gespür für die Natur zu haben scheint und sich laut plappernd unterhält, als hätten sie einander jahrelang nicht gesehen.

Nächtliche Kaiman-Tour

Kaiman, Río Madre de Dios, Tambopata

Kaiman im Río Madre de Dios. Foto: Bettina Tiedke

Wieder zurück in der Lodge, ist erneut Eile geboten. Denn gleich nach dem Abendessen geht es los auf Kaiman-Tour. Mit Stirnlampen, Kameras und Smartphones ausgestattet, kraxeln wir in einer Wolke aus Mückenschutzmitteln den Steg zum Boot hinunter.

Wieder werden alle Leute so verteilt, dass das Boot austariert ist und keine Schlagseite hat. Zum Fotografieren dürfen wir zwar aufstehen, im Boot aber keinesfalls die Seiten wechseln, um im Fluss nicht als Kaimanfutter zu enden, warnen uns die Guides.

Es ist 22 Uhr und wirklich stockdunkel hier draußen. Wegen des sternenklaren Himmels erkennst du gerade noch das Ufer und die dunklen Silhouetten der Urwaldriesen, sonst aber nichts.

So fahren wir ein Weilchen stromab. Zwischendurch leuchten die beiden Guides mit ihren starken Handscheinwerfern den Fluss und die Ufer nach den reflektierenden Augen der Kaimane ab.

Da! Endlich leuchten zwei rote Punkte im Wasser auf und am Ufer gleich noch mehr. Große Aufregung an Bord. Schnell sind die Hinweise unserer Guides vergessen. Ungeachtet der Schräglage des Boots versucht nun jede*r, ob im Sitzen, Stehen oder Laufen, das perfekte Foto zu schießen.

Kaiman, Río Madre de Dios, Tambopata

Nächtliche Begegnung mit einem Kaiman am Río Madre de Dios. Foto: Bettina Tiedke

Doch Kentern können wir zum Glück nicht mehr, da wir jetzt so nah am Ufer sind, dass sich die Rumpfkante des Boots durch die Schlagseite in den lehmigen Untergrund gegraben hat. Also entspannen wir uns wieder und erfreuen uns an den schönen Tieren, die – Göttin sei Dank! – mit kaum mehr als 1,5 Metern Länge gar nicht mal so groß sind, aber mit ihren vielen spitzen Zähnen im Maul doch wie richtige Krokodile aussehen.

Wir machen jede Menge Fotos und fahren anschließend zufrieden, aber auch müde zurück zur Lodge. In der Bar treffen wir uns noch mit ein paar anderen Gästen und lassen den Abend bei einem Pisco Sour ausklingen.

Riesenotter und Hoatzine – Bootstour auf dem Lago Sandoval

Lago Sandoval

Lago Sandoval

Der Lago Sandoval ist ein verlandeter Flussarm des Río Madre de Dios und liegt circa zehn Kilometer östlich von Puerto Maldonado. Der ungefähr drei Kilometer lange, einen Kilometer breite und bis zu drei Meter tiefe See ist nur mit dem Boot über den Río Madre de Dios und einem anschließenden drei Kilometer langen Fußmarsch zu erreichen.

Am Lago Sandoval kann du mit etwas Glück neben Riesenottern, Mohrenkaimanen und Wasserschildkröten auch den Arapaima – mit bis zu zwei Metern Länge einer der größten Süßwasserfische der Welt –, Hoatzine und Piranhas sehen.

Und genau auf dieses Glück hoffen wir, als wir an diesem Morgen um 5.15 Uhr früh in unserer Lodge zum Lago Sandoval aufbrechen. Am Haupthaus werden wir in zwei Gruppen à sechs Personen eingeteilt. Dann geht es wieder über die Holztreppe zum Fluss hinunter, wo wir mit unseren Guides in ein Langboot steigen.

Nachdem wieder alle an Bord so verteilt sind, dass wir höchstwahrscheinlich nicht kentern werden, fahren wir flussabwärts Richtung Lago Sandoval. Nach gut zehn Minuten erreichen wir den Landesteg am Flussufer. Von hier aus sind es noch etwa drei Kilometer zu Fuß durch den Dschungel bis zum See.

Der Weg führt größtenteils über einen Bohlensteg, so dass du auch bei Regen nicht im Schlamm versinkst. Im Unterholz ist ein Aguti unterwegs. Schmetterlinge, darunter auch ein großer, blauer Morphofalter, nehmen an einer Pfütze neben dem Steg Mineralien auf. Irgendwo im Dschungel melden sich lautstark die Brüllaffen, und unzählige Vögel begrüßen mit ihrem Gesang den neuen Tag.

Der Dschungel-Pfad liegt noch im Dunkeln, denn die Baumriesen lassen die gerade aufgegangene Sonne noch nicht durch. Jetzt hören wir ein paar Aras, die auf ihrem Schlafbaum erwachen und lautstark in das morgendliche Konzert des Dschungels einstimmen. Hier irgendwo müssten sie sein. Ein paar Meter abseits vom Weg erblicken wir die Aras schließlich auf einem hohen Baum. Toll!

Aras, Lago Sandoval

Aras auf einer Baumspitze. Foto: Bettina Tiedke

Nach drei Kilometern endet der Pfad an einem Unterstand mit einem kleinen Kiosk. Daneben liegen mehrere hölzerne Kähne im flachen Wasser des Dschungelhafens. Auf zweien davon verteilen sich unsere beiden Gruppen und paddeln durch den zu Anfang noch schmalen Kanal in Richtung See.

Ruderboot, Lago Sandoval

Fahrt mit dem Ruderboot zum Lago Sandoval

Nach einer Biegung, vorbei am unter Wasser stehenden Dschungel, passieren wir die Einfahrt zum See, auf dem noch Morgennebel wabern. Über dem Nebel erheben sich die Kronen der Urwaldriesen. Das Wasser des Sees ist spiegelglatt. Wir sind die ersten auf dem Lago Sandoval und genießen die Ruhe, die nur durch den Gesang der Vögel unterbrochen wird.

Morgengrauen Lago Sandoval

Ruderboot-Tour im Morgengrauen auf dem Lago Sandoval.

bt Boot

Ausschau halten nach Vögeln und Riesenottern

Reiher und Kormorane sitzen wie Statuen auf den Bäumen. Am Stamm einer Palme schlafen, wie an einer Kette aufgereiht, einige Fledermäuse, die wir nur mit Hilfe unseres Guides entdecken.

Auf einem im Wasser liegenden Baumstamm sonnt sich eine Wasserschildkröte. Aras ziehen laut krächzend ihre Kreise. Ein Fischbussard hält Ausschau nach unvorsichtigen Schuppenträgern, und auf einem niedrig hängenden Ast hüpft ziemlich unbeholfen ein Hoatzin umher.

Schildkröte

Schildkröte auf einem Baumstamm im Lago Sandoval. Foto: Bettina Tiedke

Aras Lago Sandoval

Aras über dem Lago Sandoval. Foto: Bettina Tiedke

Hoatzin Lago Sandoval

Hoatzin am Seeufer. Foto: Bettina Tiedke

Mohrenkaimane sehen wir leider nicht, aber nach einer weiteren halben Stunde erblicken wir am Ostende des Sees ein paar dunkle, sich bewegende Schatten im Wasser. Ich wechsle rasch das Objektiv meiner Kamera und sehe tatsächlich durch das Teleobjektiv, dass da eine Otterfamilie unterwegs ist.

Also begeben wir uns langsam, aber stetig rudernd in ihre Nähe und kommen tatsächlich bis auf zehn Meter an die Riesenotter heran. Sie jagen in der Gruppe und futtern ganz ungerührt von unserer Gegenwart ihre gefangen Fische, werfen hin und wieder einen Blick auf uns, tauchen kurz unter, um sich gleich darauf mit den Vorderpfoten den nächsten Fisch zu krallen diesen anschließend gierig zu verschlingen.

Riesenotter Lago Sandoval

Riesenotter im Lago Sandoval. Foto: Bettina Tiedke

Auch unsere zweite Gruppe im anderen Boot ist auf die Otter aufmerksam geworden. Wir räumen das Feld, um die Tiere nicht über Gebühr zu stören und den anderen die Möglichkeit zu geben, ebenfalls einen Blick auf die Otter zu werfen.

Inzwischen sind deutlich mehr Boote auf dem See unterwegs. Ein guter Zeitpunkt, um uns mit unseren Lunchpaketen an einen Rastplatz ans Ufer zurückzuziehen.

gb See

Rast am Ufer des Lago Sandoval. Foto: Bettina Tiedke

Mittlerweile ist die Sonne aufgegangenen, und es wird schnell heiß und schwül. Da sich die Tiere allmählich ins schattige Dickicht des Dschungels zurückziehen und es nicht mehr allzu viel zu sehen gibt, rudern wir nach rund zweieinhalb Stunden wieder zurück zum Dschungelhafen und gönnen uns am Kiosk eine eiskalte Cola.

So gestärkt, machen wir uns auf den Rückweg zum Río Madre de Dios, begegnen unterwegs noch einer Horde Totenkopfäffchen und fahren anschließend mit dem Langboot stromaufwärts zurück zur Lodge.

Rettung einer Kuh aus dem Schlamm

An den zum Teil steilen Ufern des Río Madre de Dios sehen wir immer wieder Kühe, Esel und Pferde, die aus den Ansiedlungen runter zum Fluss kommen, um dort zu trinken und sich abzukühlen.

So denken wir uns zu Anfang nichts dabei, als wir wieder ein paar Kühe an der Uferböschung sehen. Das Ufer ist hier ziemlich steil, und manchmal sieht es so aus, als würden die Kühe gleich abstürzen sich die Knochen brechen.

Keinen Meter vom Ufer entfernt steht eine Kuh bis zum Hals im Wasser. Um sie herum sind noch andere Kühe und scheinen irgendwie unruhig. Ein großer Hund bellt aufgeregt. Da uns das merkwürdig erscheint, machen wir unsere Guides auf die Kuh aufmerksam.

Schnell stellt sich heraus, dass die Kuh in einem Schlammloch am Ufer feststeckt und sich aus eigenen Kräften nicht daraus befreien kann. Also wenden wir das Boot und fahren ans Ufer heran. Unsere beiden Guides und zwei Männer aus der Reisegruppe begeben sich an Land, um nachzuschauen, ob und wie man der Kuh möglicherweise helfen könne.

Zuerst binden sie ihr ein Seil um den Hals und versuchen sie daran aus dem Schlammloch zu ziehen. Das aber klappt nicht. Nun kommen der Besitzer und seine Frau die Böschung herunter. Der Besitzer hat ebenfalls ein Seil und noch eine Schaufel dabei. Mit Schaufel und Händen graben die Männer nun einen Kanal, um der Kuh den Ausstieg zu erleichtern. Anschließend ziehen sie vereint an dem Seil. Vergeblich.

Kuh Schlammloch Rio Madre de Dios

Im Schlamm steckengeblieben: Verzweifelte Kuh am lehmigen Ufer des Rio Madre de Dios

Einer unserer Mitreisenden begibt sich nun zu der Kuh ins Schlammloch und versucht, das Tier aufzurichten. Auch das will nicht klappen.

Das Ganze dauert nun schon fast eine halbe Stunde. Sowohl die Retter als auch die Kuh sind mittlerweile sichtlich erschöpft. Als wir schon fast die Hoffnung aufgegeben haben, gelingt es ihnen jedoch mit gemeinsamen Kräften, das Tier, das zunächst wieder und wieder von der schlammigen Kante abrutscht, aus dem Loch zu ziehen.

Eine Weile steht die Kuh noch auf wackeligen Beinen, und wir befürchten schon das Schlimmste. Aber dann erklimmt sie das die Uferböschung und begibt sie sich weiter oben zu ihren Artgenossen.

Unsere Guides wie auch die beiden Männer aus unserer Gruppe sehen, schlammverschmiert wie sie sind, ziemlich abenteuerlich aus. Doch ihre Augen strahlen. Das haben sie toll gemacht. Applaus von uns! Die restliche Fahrt zurück zu unserer Lodge verläuft ohne weitere Zwischenfälle.

Rückfahrt

Rückfahrt im Langboot zur Lodge

Aufregung wegen einer Boa constrictor

Nach einem Bad im Pool und dem Mittagessen folgt eine ausgiebige Siesta, bis uns in der Dämmerung das Konzert der Zikaden weckt. Anschließend machen wir uns für das Abendessen fertig.

An einem Baum nahe dem Restaurant herrscht indes große Aufregung. Über einen Ast schlängelt sich eine junge Boa constrictor. Mit ihren knapp eineinhalb Metern Länge ist sie jedoch immer noch größer als jede Schlange bei uns.

Zu Besuch bei den Machiguenga

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Ohne Gesichtsbemalung kommt man bei den Machiguenga nicht davon. Foto: Bettina Tiedke

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück mit dem Boot wieder auf Entdeckungsreise. Flussabwärts stoppen wir bei einem Dorf der Machiguenga. Die Machiguenga sind Indigene vom Stamm der Arawak und bevölkern seit Jahrhunderten die Urwaldgebiete Perus. Sie leben hauptsächlich von Jagd, Fischerei, Obst- und Gemüseanbau, in jüngerer Zeit auch vom Tourismus.

Heute gibt es in den peruanischen Urwäldern nur noch rund 20.000 Machiguenga, die entlang den Flussläufen in kleinen Dörfern siedeln. Die Machiguenga bleiben immer nur sechs bis sieben Jahre an einem Ort und ziehen dann entweder flussauf- oder flussabwärts weiter.

Die Machiguenga-Familie, die wir am Río Madre de Dios besuchen, besteht aus 15 Angehörigen und hat sich ganz auf den Tourismus eingestellt. Zwei junge Frauen, die eben noch in Jeans und T-Shirt umher gelaufen sind, werfen sich bei unserer Ankunft rasch ein traditionelles, sackähnliches Gewand über. Ebenso der Junge, der vollauf damit beschäftigt ist, das Silberkettchen, das er um seinen Hals trägt, unter dem Gewand zu verbergen. Ein alter Mann und seine Frau, offensichtlich die Familienoberhäupter, sind genauso gekleidet und tragen zudem eine Feder auf dem Kopf.

Nach einer freundlichen Begrüßung bittet uns der alte Mann in einen Unterstand. Nachdem wir uns mit der Familie in einen Kreis gesetzt haben, ergreift er das Wort und erzählt uns in der Sprache der Machiguenga über das Leben und die Traditionen seines Volks. Dank unseres Guides, der alles ins Englische übersetzt, können wir folgen.

So erfahren wir beispielsweise, dass die Machiguenga-Mädchen, wenn sie ihre Menstruation bekommen, ein ganzes Jahr lang allein in einem Schilfzelt leben müssen, um dort alltägliche Aufgaben wie Kochen und Nähen zu lernen.

Anschließend nimmt der alte Mann einen Pinsel aus seinem Köcher und bemalt damit unsere Gesichter nach Machiguenga-Art mit roten Strichen. Nachdem wir nun wie echte Machiguenga aussehen, dürfen wir uns auch auf den traditionellen Musikinstrumenten der Machiguenga versuchen. Bei den Instrumenten handelt es sich um eine Art winziger Geige und eine Flöte. Die Flöte, erzählt uns das Familienoberhaupt, habe in den Urwäldern die Funktion eines "Telefons", mit der man etwa Schamanen aus weiter entfernten Dörfern herbeirufen könne.

Musikinstrument

Machiguenga mit einem geigenähnlichen Musikinstrument

Das aber war ganz offensichtlich einmal. Denn während der alte Mann erzählt, klingelt in den Taschen seines Gewands ein Handy. Dem Gespräch, das er nun in perfektem Englisch führt, entnehmen wir, das sich bereits neue Gäste aus einer anderen Lodge ankündigen.

Rasch lernen wir noch, wie man mit Pfeil und Bogen schießt und Garn auf eine Rolle wickelt. Dann verabschieden wir uns ein bisschen ernüchtert von den freundlichen Machiguenga – und räumen das Feld für die nächste Touri-Gruppe.

Besuch einer Obstfarm (Chacra)

Ananasstaude

Ananasstaude auf einer Obstfarm am Río Madre de Dios

Nun geht es mit dem Langboot etwa eineinhalb Stunden flussaufwärts zu einer Obstfarm, einer sogenannten Chacra. Nachdem wir am Steg angelegt haben, kraxeln wir zunächst über eine steile Holztreppe das Ufer hinauf bis zum Aussichtspunkt der Chacra. Im Schatten riesiger, alter Mangobäume genießen wir die Aussicht auf den Río Madre de Dios und die tiefgrüne Vegetation oberhalb des lehmigen Flussufers.

Da unsere Lodge mit der Chacra kooperiert, müssen wir uns nirgendwo anmelden und erkunden mit unserem Guide die Farm auf eigene Faust. Auf unserem Weg kommen wir zunächst an zahlreichen Orangen- und Zitronenbäumen vorbei, die ihren betörenden Duft in der mittlerweile knallenden Sonne verströmen. Eine sonnenwarme, vollreife Orange schmeckt so ganz anders als die, die man im Laden kauft. Lecker!

Etwas weiter stehen Bäume mit merkwürdig langen, eher unscheinbaren, graubraunen Schoten, die wie überlange Brotfrüchte aussehen. Dabei handelt es sich, wie unser Guide erklärt, um Eiscremebohnen (lat. Inga feuilleei), die allgemein als Pacay oder Eisbohnen bekannt sind. Aha, denken wir. Doch wie so eine Eiscremebohne wohl schmecken mag?, fragen wir uns.

Die Frage beantwortet sich, als unser Guide ein paar Früchte pflückt und sie aufbricht. Innen befinden sich dunkelbraune Bohnen, die von einem weichen, weißen Flaum umhüllt sind. Das Weiße ist das an Eiscreme erinnernde eigentliche Fruchtfleisch. Es schmilzt auf der Zunge und schmeckt wie eine leckere, fruchtig-herbe Eiscreme.

Noch ein Stück weiter kommen wir an Ananasstauden vorbei, die, wie wir erfahren, zwei Jahre brauchen, bis sie geerntet werden können. Die schon reife Frucht, die wir probieren, ist ebenfalls sonnenwarm und unglaublich aromatisch.

Inzwischen sind wir bei den Carambola-Bäumen angelangt. Da die Sternfrüchte aber noch nicht ganz reif sind, können wir sie leider nicht kosten. Etwas weiter steht, als Solitär zwischen Feigenbäumchen und Palmen, ein großer Paranussbaum. Dieser ist ganz besonders, weil in ihm eine ganze Kolonie Webervögel nistet und deren knapp einen halben Meter lange Nester an den Ästen herunterhängen. In dem Paranussbaum herrscht reges Treiben. Während die einen Vögel gerade von der Futtersuche heimkehren, schwirren die anderen schon wieder aus.

Ganz zum Schluss sehen wir noch Kakaobäume. Die großen Früchte hängen direkt am Stamm. Das weiße Fruchtfleisch hat eine ähnliche Konsistenz wie das der Eiscremebohnen und ist ebenso lecker. Die darin eingebetteten, harten Bohnen, aus denen der Kakao hergestellt wird, können wir natürlich nicht kosten.

Kakaobohne

Kakaobohne

Kakaobohne

Geöffnete Kakaobohne

Was wir bis dahin nicht wussten, ist, dass in gängiger Schokolade meist nie Kakao-Öl, sondern andere Pflanzenfette enthalten sind. Grund dafür ist, dass das Kakao-Öl den Bohnen vor der Verarbeitung zu Schokolade entzogen und u. a. für die Herstellung kosmetischer Produkte benutzt wird.

In Peru wird Schokolade jedoch vielerorts noch mit Kakao-Öl hergestellt. Eine solche 100-prozentige Schokolade ist zwar nicht ganz billig, schmeckt dafür aber weitaus intensiver nach Kakao. Zu diesem Schluss kommen wir jedenfalls, als wir uns am Ende unserer Tour auf der Öko-Chacra eine Kostprobe gönnen.

So geht langsam wieder ein ereignisreicher Tag zu Ende. Zurück in der Lodge, lassen wir es uns noch am Pool bei einem eisgekühlten Bier gutgehen, genießen unser Abendessen und schlürfen anschließend mit den anderen Gästen in der Bar noch den einen und anderen Pisco Sour.

Besuch einer Lehmlecke (Collpa)

Aras Lehmlecke Tambopata Nationalpark

Lehmlecke mit Aras. Foto: Marek-Stefunko / 123RF

Unweit unserer Lodge, an der Biegung eines kleinen Bachs mitten im Dschungel, befindet sich eine Lehmlecke (Collpa). Bei schönem Wetter zieht es morgens zwischen 6 und 7 Uhr früh viele Aras und andere Papageien hierher, um die im Lehm enthaltenen, lebenswichtigen Mineralien aufzunehmen.

Also heißt es an unserem letzten Morgen in der Corto Maltes Amazonia Lodge, wieder mitten in der Nacht aufstehen. Bereits um 5.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Collpa und erreichen diese nach einem rund halbstündigen Dschungelmarsch.

Um die Vögel nicht zu stören, darf man die etwa drei Meter hohe Lehmwand nur von einem mit Tarnnetzen überspannten Unterstand aus einer Entfernung von etwa 50 bis 70 Metern beobachten. Noch aber sind keine Aras da. Also nehmen wir nehmen im Unterstand auf einer Bank Platz und hoffen, dass sie auch kommen. Eine Garantie dafür gibt es nämlich nicht.

Plötzlich aber großes Kino. Aus allen Richtungen fliegen die Aras ein und machen sich laut kreischend mit ihren Schnäbeln an der Mineralienlecke zu schaffen, knabbern und picken winzige Lehmbröckchen aus der Wand. Das Spektakel dauert etwa eine knappe halbe Stunde.

Ebenso schnell und unvermittelt, wie die Aras gekommen sind, sind sie auch schon wieder weg. Ein bunter Schwarm erhebt sich als letzter und macht sich laut krächzend über die Baumriesen des Urwalds davon.

Auch wir machen uns auf den Weg – zurück zur Lodge und und zu unserem Frühstück. Anschließend heißt es, Taschen packen und Abschied vom Dschungel nehmen.

Rückfahrt und Markt-Besuch in Puerto Maldonado

Markt Puerto Maldonado

Obst- und Gemüsestand auf dem Markt in Puerto Maldonado

Mit dem Langboot geht es eine halbe Stunde stromaufwärts zurück nach Puerto Maldonado. Bevor wir unser Gepäck im Town-Office abholen, machen wir mit unseren Guides noch einen Bummel über den Markt. In den überdachten Hallen gibt es so ziemlich alles zu kaufen, was Einheimische und Touristen brauchen könnten: Souvenirs, Kleidung, Haushaltsartikel, Elektronik, Obst, Gemüse, Gewürze, Paranüsse, getrocknete Früchte und Schokolade, die man an dem ein oder anderen Stand auch probieren kann.

Nachdem wir uns mit Paranüssen und einem Tütchen leckerster Schoko-Kokos-Pralinen eingedeckt haben, geht es weiter zum Town Office unserer Lodge. Dort packen wir unser Gepäck aus den kleinen Taschen wieder in unsere Koffer um, fahren anschließend mit dem Mini-Van zum Flughafen und steigen dort ins Flugzeug nach Lima. Adiós Amazonas!

Karte von Peru und Puerto Maldonado

Puerto Maldonado liegt im Südosten von Peru (siehe dunkelgrüner Kreis) nahe der Grenze zu Bolivien und Brasilien.

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Reisetipps für Puerto Maldonado und Tambopata

Beste Reisezeit für Puerto Maldonado

Die beste Reisezeit für Puerto Maldonado und den Tambopata-Nationalpark sind die niederschlagsärmeren Monate Juni bis September. In dieser Zeit liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei circa 31 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit beträgt im Juni 80 Prozent, im September etwa 63 Prozent.

In Puerto Maldonado ist es das ganze Jahr über schwül-heiß und feucht. Die eigentliche Regenzeit dauert von Oktober bis April.

Regen Puerto Maldonado

Tropischer Regen im Tambopata-Naturreservat

Anreise nach Puerto Maldonado?

Von Lima und Cusco gibt es mit Latam und Star Perú mehrfach täglich Flugverbindungen nach Puerto Maldonado. Von Cusco dauert der Flug gut 30 Minuten, von Lima knapp eineinhalb Stunden. Mit dem Bus brauchst du von Cusco etwa zehn Stunden bis Puerto Maldonado. Bedient wird die Strecke u. a. von Cruz del Sur, eins der größten Busunternehmen in Peru.

Packliste für Puerto Maldonado

In Puerto Maldonado brauchst du ausschließlich leichte Kleidung. Zum Schutz vor Mücken empfehlen sich in erster Linie langärmelige, atmungsaktive Hemden oder Blusen. Wenn du freiliegende Hautstellen ausreichend mit Mückenschutzmitteln einreibst, kommst du in aller Regel auch mit Tops und T-Shirts klar. Kurze Hosen sind bei Hitze zwar praktisch, eignen sich für Wanderungen durchs Dschungeldicht allerdings weniger. Daher solltest du mindestens ein bis zwei lange Hosen im Gepäck haben.

Wichtig sind vor allem gute Schuhe. Am besten bist du mit Trekkingschuhen bedient. Bei stärkerem Regen kannst du dir in den meisten Lodges auch Gummistiefel ausleihen oder ggf. kaufen.

Des Weiteren solltest du einen Regenmantel, einen Sonnenschutz für den Kopf, eine Stirnlampe und jede Menge Mückenschutzmittel mit nach Puerto Maldonado nehmen.

Da die meisten Lodges ihren Strom mit Generatoren erzeugen und es daher in der Regel keine durchgängige Stromversorgung gibt, empfiehlt sich zum Aufladen deines Smartphones oder Tablets eine Powerbank.

Weitere Tipps findest du in meiner Packliste und Urlaubscheckliste.

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von Gudrun Brandenburg

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