La Palma – Die tollsten Plätze und ultimativen Urlaubstipps

La Palma

Natur pur: La Palma

La Palma ist eine Insel für Naturfans und Aktivsportler, für Menschen, die gern wandern oder Mountainbike fahren. La Palma hat eine einzigartige Vegetation und ist für mich die schönste Kanarische Insel. Auf La Palma gibt es Vulkane, Steilküsten, Schluchten, duftende Pinienwälder und Blumen in allen Farben. Du kannst auf La Palma leckeren, frischen Fisch essen, Märkte (Mercadillos) besuchen oder eine Bootstour machen und Delfine beobachten.

15 Dinge, die du auf La Palma unbedingt sehen und tun solltest

1. Wandern

Wandern La Palma

Meine Wanderung auf der Caldera de Taburiente. Foto: Bettina Tiedke

La Palma ist die Wanderinsel Nummer eins der Kanaren. Auf La Palma gibt es Hunderte Wanderwege. Du kannst Vulkane besteigen, an Steilküsten entlang wandern, durch Schluchten, Mandelbaum- und Drachenbaumhaine, durch Pinien- oder Lorbeerwälder. Es gibt Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade. Voraussetzung sind natürlich gute Wanderschuhe* und entsprechende Kleidung.

Tipp: Empfehlenswerte Wanderführer für La Palma sind: La Palma: Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 67 Touren. Mit GPS-Tracks* und La Palma MM-Wandern: Wanderführer mit GPS-kartierten Routen*. Der La Palma-Reiseführer von Irene Börjes La Palma: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps* beinhaltet einen (kleinen) Wanderführer für La Palma mit 20 Routenvorschlägen. Ein Muss für passionierte Wanderer sind die Freytag Berndt Wanderkarten, WK E2, La Palma*.

2. Caldera de Taburiente

Roque de los Muchachos La Palma

Roque de los Muchachos, Caldera de Taburiente

ie Caldera de Taburiente ist das Highlight auf La Palma und ein Must See. Der Blick ist einzigartig. Du stehst über oder mitten in den Wolken, unter dir der mit Tausenden Pinien bewachsene Krater.

Auf und in der Caldera de Taburiente gibt es mehrere Aussichtspunkte (Miradores). Einige sind von den Parkplätzen (La Cumbrecita an der südlichen Caldera und dem Roque de los Muchachos bei den Observatorien am nördlichen Kesselrand) in nur wenigen Fußminuten zu erreichen; andere nur über teilweise kilometerlange und nicht ganz ungefährliche Wanderwege. Wenn du in oder auf der Caldera de Taburiente wandern willst, solltest du unbedingt schwindelfrei sein.

Tipp: Um den Parkplatz La Cumbrecita nutzen zu können, musst du dich wegen der begrenzten Stellplatz-Anzahl vorher anmelden.

3. Volcán San Antonio und Volcán de Teneguía im Süden von La Palma

Krater Vulkan San Antonio

Am südlichen Kraterrand des Volcán San Antonio, im Hintergrund der Volcán de Teneguía

Wie die Caldera de Taburiente sind auch die Vulkane San Antonio und Teneguía für La Palma-Urlauber ein Muss. Beide Vulkane liegen im Süden der Insel nahe Los Canarios (ehemals Fuencaliente).

Den Kraterrand des Volcán San Antonio (657 m) erreichst du vom Besucherzentrum. Es gibt einen Weg, der um den Krater herumführt, aber nur zur Hälfte passierbar ist. Falls du die Viertelstunde nicht zu Fuß gehen möchtest, kannst du auch auf einem Kamel um den Krater reiten. Vom südlichen Kraterrand hast du einen tollen Blick auf den Volcán de Teneguía (439 m).

Der Teneguía brach 1971 aus und ist der jüngste Vulkan auf La Palma. Die schwarze Lava-Landschaft ist mehr als beeindruckend: Hier hast du das Gefühl, auf dem Mond zu sein.

4. Die Lorbeerwälder Los Tilos und La Galga

Lorbeerbäume so weit du gucken kannst, Riesenfarne und Schluchten. Der Lorbeerwald Los Tilos liegt im Nordosten von La Palma und ist über eine schmale Zufahrtsstraße von der LP-1 in Höhe Los Sauces zu erreichen.

Die mit rund vier Kilometern kürzeste Wanderroute durch den Lorbeerwald beginnt etwa 500 Meter vor dem Waldrestaurant Casa Demetrio. Vom Parkplatz führt der Weg zunächst bergauf, anschließend durch einen Tunnel und weiter hinauf zum Mirador de Espingon Atravesado. Die Steigungen sind nicht allzu stark und auch für Ungeübte zu bewältigen. Hin und zurück habe ich für die Wanderung eineinhalb Stunden gebraucht.

Der Lorbeerwald von La Galga liegt ebenfalls in einer Schlucht, etwa 30 Autominuten nördlich von Santa Cruz. Der Parkplatz befindet sich direkt an der LP-1 hinter einem Tunnel. Von hier geht's etwa eine gute Stunde 250 Meter die Schlucht hinauf, vorbei an Lorbeerbäumen, Farnen und Lianen. Dann ist urplötzlich Ende, zumindest was die Ausschilderung betrifft. Wenn du weiter rauf zum Mirador steigen möchtest, musst du über glitschige, mit Moos bewachsene Felsen klettern.

5. In einem Ferienhaus inmitten der Natur wohnen

Haus La Palma

In diesem Ferienhaus in Garafía habe ich gewohnt. Abgelegen in den Bergen und traumhaft schön

In meinem letzten La Palma-Urlaub habe ich in einem Ferienhaus nahe Garafía im Norden der Insel gewohnt. Nichts drum herum, das nächste Dorf (Santo Domingo) fünf Kilometer entfernt. Zum Abschalten und Entspannen war die Lage in den Bergen optimal. Auf La Palma gibt es zahlreiche, traumhaft schön gelegene Ferienhäuser zu vergleichsweise günstigen Preisen. Ein kleines Landhaus (Casa rural) kannst du schon ab 550 Euro für zwei Wochen mieten. Frei stehend, inmitten der Natur. Eine große Auswahl an Ferienhäusern und Ferienwohnungen auf La Palma* bietet u. a. Booking.com.

6. Baden an pechschwarzen Stränden

Playa Tazacorte La Palma

Playa Tazacorte, einer der beliebtesten Strände auf La Palma

La Palmas Strände sind alle dunkel, manche sogar pechschwarz. Die beliebtesten Badeorte auf La Palma sind Tazacorte und Puerto Naos. In Santa Cruz gibt es ebenfalls Strände, einen großen entlang der Avenida Marítima und einige kleinere wie die Playa Bajamar südlich des Hafens.

Einige der schönsten Strände findest du im Süden von La Palma. Die Playa Echentive (auch Playa Nueva) mit der Heiligen und lange verloren geglaubten Quelle des Volcán de Teneguía, die Playa del Faro del Fuencaliente und die beiden Zamora-Strände, insbesondere die Playa Chica. Alle vier Strände liegen am Fuß der Vulkane San Antonio und Teneguía, inmitten einer Mondlandschaft aus schwarzem Lavagestein. Für die Tour zu den Stränden im Süden von La Palma brauchst du in jedem Fall einen Mietwagen. Jede Menge Tipps und Infos zu Mietwagen auf La Palma findest du auf dieser Seite.

Tipp: Oberhalb der Playa Chica, die von der Straße über eine Treppe zu erreichen ist, befindet sich ein kleines Fischlokal mit Terrasse. Hier hast du einen tollen Ausblick auf die Bucht mit den zwei Zamora-Stränden.

Zamora-Strände La Palma

Die beiden Zamora-Strände im Süden von La Palma. Vorne rechts die Playa Chica

Ein echter Geheimtipp ist die Playa Nogalis bei Puntallana nördlich von Santa Cruz. Der schwarze Strand liegt versteckt zwischen Klippen unterhalb einer hohen Felswand. Der Weg dorthin ist schmal und steil, aber gut zu bewältigen. An der Playa Nogalis gibt es oft hohe Wellen und eine starke Brandung, so dass Baden meist nicht möglich ist. Die wenigen Besucher, die sich hierher verirren, kommen auch nicht zum Baden hierher, sondern wegen der Wahnsinns-Felsenkulisse.

7. Die schönsten Naturbäder auf La Palma: Charco Azul und La Fajana

Charco Azul La Palma

Felsenbecken mit grün-türkisblauem Wasser: das Naturbad Charco Azul

Charco Azul und La Fajana sind die schönsten und größten Naturbäder auf La Palma, die sich bei ruhiger See auch super zum Schnorcheln eignen. Beide Bäder bestehen aus natürlichen Felsenbecken, die von Meerwasser gespeist werden. Das große Becken in Charco Azul (Deutsch: Blaue Pfütze) ist wegen der bei Flut oft starken Brandung zur Meerseite hin mit Metallstangen gesichert. Sowohl in Charco Azul als auch in La Fajana gibt es Umkleidekabinen, Duschen und Liege-Plattformen (Strandlaken oder Decke nicht vergessen). Charco Azul bietet außerdem ein Planschbecken für Kinder, La Fajana ein Restaurant mit großer Terrasse.

Die beiden Naturbäder Charco Azul und La Fajana befinden sich im Nordosten von La Palma und sind von Santa Cruz mit dem Auto in ca. 40 bzw. 50 Minuten zu erreichen.

8. Über Märkte (Mercadillos) bummeln

Auf La Palmas Märkten (Mercadillos) werden hauptsächlich lokale Erzeugnisse wie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Wein und Puros (Zigarren) verkauft. Auf vielen Mercadillos gibt es auch Stände mit Bio-Produkten und Kunsthandwerk (Keramik).

Meine Lieblings-Mercadillos auf La Palma sind die Markthallen in Puntagorda (samstags und sonntags), Los Llanos (täglich außer sonntags) und Santa Cruz (täglich außer sonntags).

9. Höhlen gucken: Prois de Candelaria und Cueva Colorada

Prois de Candelaria La Palma

Die Piratenbucht Prois de Candelaria bei Tijarafe

Die Piratenbucht, Prois de Candelaria, liegt an der Steilküste unterhalb von Tijarafe im Westen von La Palma. In der Bucht gibt es eine riesige Höhle, die Platz für ein ganzes Dorf bietet. Die weißen, teils mehrstöckigen Wochenendhäuser stehen direkt am Wasser. Bei starker Brandung ist Baden an der Prois de Candelaria lebensgefährlich.

Die Piratenbucht erreichst du zu Fuß über einen schmalen Wanderweg entlang der Steilküste. Du kannst die Prois de Candelaria auch vom Wasser sehen, zum Beispiel bei einer Delfin- oder Whale-Watching-Tour.

Die Cueva Colorada liegt nördlich der Piratenbucht und wird nur gelegentlich und bei geringem Wellengang von kleineren Ausflugsbooten angesteuert. Sehenswert sind vor allem die Farbschattierungen an der Felswand.

10. Die schönsten Drachenbäume finden

Drachenbaum La Palma

Von Wind und Wetter gezeichneter Drachenbaum bei Puntagorda

Die größten Drachenbaumhaine findest du im Norden und Nordwesten von La Palma, zum Beispiel nahe Santo Domingo de Garafía. Ein paar Meter oberhalb des Miradors an der Calle Anselmo Pérez de Brito zweigt ein Wanderweg ab. Wenn du dem Schild mit der Aufschrift „Dragos Salvatierra“ folgst, wirst du eine ganze Reihe prächtig gewachsener Drachenbäume sehen.

Tipp: An einem Mirador an der LP-1 nahe Puntagorda steht einer der fotogensten Drachenbäume auf La Palma (s. Foto oben). Der Baum ist von Wind und Wetter gezeichnet, hat einen verknöcherten, gekrümmten Stamm und hängt schief über einer Steinmauer.

Drachenbäume wachsen sehr langsam und können mehrere Jahrhunderte alt werden. Weltweit werden zwischen 50 und 150 Drachenbaumarten unterschieden. Die meisten Arten sind in Asien und Afrika beheimatet. Am bekanntesten hierzulande ist der Kanarische Drachenbaum. Auf La Palma kommt der Dracaena draco vor. Für die Inselbewohner gilt der "Drago" als Symbol für Schönheit, Kraft und Harmonie.

11. Auf Delfin- und Whale-Watching-Tour gehen

Delfin

Delfin vor der Westküste von La Palma. Foto: Bettina Tiedke

Mit etwas Glück kannst du vor La Palmas Küste neben Delfinen auch Wale sehen. Die Wal- und Delfin-Touren starten am Hafen von Tazacorte. An der Hafenzufahrt gibt es mehrere Ticket-Schalter, an denen du Touren mit unterschiedlichen Booten buchen kannst.

Wenn du eine Whale-Watching-Tour machen willst, solltest du ein Schiff buchen, das dafür ausgelegt ist, wie beispielsweise die "Inia". Willst du lieber etwas gemütlicher rumschippern und hauptsächlich Delfine beobachten, empfehle ich dir die "Bussard", einen geräumigen Holzkutter mit bequemen Sitz- und Liegemöglichkeiten.

Auf unseren jeweils mehrstündigen Touren mit der "Bussard" im  Juni und mit der "Inia" im September haben wir jede Menge Delfine (Große Tümmler, Rauzahndelfine) und auch einige Brydewale gesehen. Die Touren kosten rund 50 Euro pro Person.

12. Fisch essen

Fischgericht La Palma

Mein Essen in einem Fischrestaurant in Puerto Naos

Fisch essen ist Pflicht auf La Palma und gehört zu jedem La Palma-Urlaub dazu. Vorausgesetzt natürlich, du magst Fisch. Frischen Fisch kannst du in den meisten Mercadillos auf La Palma kaufen oder direkt bei den Fischern, z. B. am Fischerhafen in Santa Cruz. Wenn du keine Gelegenheit hast, selbst zu kochen, besuche eins der zahlreichen Fischrestaurants auf La Palma.

Gute Fischrestaurants findest du u. a. in Puerto Naos und an der Strandpromenade in Tazacorte. In der Taberna del Puerto und im Kiosko Teneguia war ich beide Male absolut zufrieden. Ebenso im Restaurante El Coral (Fisch gebraten oder frittiert 20 Euro / Kilo) und im Kiosko El Puertito am Fischerhafen in Santa Cruz.

Neben Sardinen, Garnelen, Muscheln und Tintenfisch stehen meist auch Dorade, Petersfisch, Wolfsbarsch und Muräne auf den Speisekarten der Restaurants. Als Beilage gehören natürlich Papas arrugadas (kanarische Runzelkartoffeln) mit Mojo rojo, Mojo verde und / oder Aioli dazu.

Tipp: Wenn du experimentierfreudig bist, probiere auf La Palma mindestens einmal Lapas (Napfschnecken / Meeresschnecken). Lapas sind eine kanarische Spezialität. Mir waren sie allerdings etwas zu hart und gummimäßig. Aber das ist Geschmackssache.

13. Palmerischen Wein, Rum und Puros probieren

Weinprobe La Palma

Weinprobe in den Bodegas Teneguía

Wenn du gern Wein trinkst oder auch Rum und Zigarren rauchst, bist du auf La Palma goldrichtig. Auf La Palma werden erstklassige Weine, Rumsorten und Zigarren (Puros) hergestellt.

Rund um die Insel führt die so genannte "Ruta de los Vinos" (Weinstraße). Die gut ausgeschilderte Strecke streift alle wichtigen Weinanbaugebiete. Am Weg liegen mehr als 15 große Bodegas. Wenn du Wein probieren und kaufen möchtest, solltest du dich vorher in einer der Touristen-Informationen erkundigen, welche Bodega wann geöffnet hat.

Meine Lieblingsweine auf La Palma sind Vega Norte BlancoTeneguía Tinto und der aus der Malvasía-Traube gekelterte Süßwein, der oft aber gar nicht süß schmeckt . Es gibt aber noch eine ganze Reihe weiterer Sorten. Neben den Bodegas verkaufen auch alle Supermärkte auf La Palma palmerische Weine.

Einheimischen Rum verkostet du am besten in den Destilerías Aldea. Die Destille liegt zwischen Charco Azul und Puerto Espindola und verarbeitet das in der Nähe wachsende Zuckerrohr zu Spitzen-Rum. Die Pröbchen kosten zwischen 1,50 und 2,50 Euro, die Flaschen zwischen 10 und 66 Euro. Mein Favorit: Ron Aldea Mestro, Jahrgang 2001.

Puros ähneln im Geschmack Havanna-Zigarren. Wie palmerischen Wein bekommst du auch Puros in allen Supermärkten auf La Palma und natürlich in Tabakläden. Wenn du dich für die Herstellung von Puros und den Tabakanbau auf La Palma interessierst, besuche das Museo del Puro Palmero in San Pedro nahe Santa Cruz.

14. Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma

Fußgängerzone in der Altstadt von Santa Cruz de La Palma

La Palmas Hauptstadt Santa Cruz ist zwar vergleichsweise klein, hat aber einiges zu bieten. Zum Beispiel die Innenstadt mit der Fußgängerzone, den schönen, alten Häusern, den Restaurants, Bars und kleinen Geschäften. Setze dich einfach in ein Straßencafé und lasse das Leben an dir vorbeiziehen. Am besten spätnachmittags, wenn in Santa Cruz das Leben erwacht.

15. Kreuzfahrtschiffe gucken

Ob Aida, Mein Schiff oder die Independence of the Seas – im Hafen von Santa Cruz kannst du beinahe jeden Tag Kreuzfahrtschiffe sehen. Wie riesige Kästen liegen sie an der Mole – und beeindrucken mit ihrer Größe.

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Gudrun Brandenburg

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