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27 Sehenswürdigkeiten, Highlights und Erlebnisse in Lissabon

Lissabon Sehenswürdigkeiten: Alfama, Praça do Comércio, Tram 28E u.a.
Gudrun Brandenburg, Reise-Expertin, Autorin und Betreiberin von Planet2Go

Von Gudrun Brandenburg

Gudrun war in den letzten Jahren viermal in Lissabon. Hier zeigt sie ihre Highlights und teilt ihre ganz persönlichen Tipps und Empfehlungen.

Zuletzt aktualisiert am 8. Mai 2026

Lissabon Sehenswürdigkeiten im Schnell-Check


Portugals Hauptstadt Lissabon zählt zu den schönsten Städten Europas. Auf sieben Hügeln direkt am Tejo-Fluss gelegen, erwarten dich einzigartige historische Sehenswürdigkeiten, spektakuläre Aussichtspunkte und nostalgische Straßenbahnen.


Von allen Lissabon Sehenswürdigkeiten sind dies die 3 wichtigsten:

  1. Alfama – ältestes und eines der authentischsten Stadtviertel Lissabons
  2. Torre de Belém – Wahrzeichen am Tejo und UNESCO-Weltkulturerbe
  3. Castelo de São Jorge – historische Burg mit Panoramablick über die Altstadt
Torre de Belém mit Tejo

Ikonisches Wahrzeichen am Tejo: Torre de Belém


Was kann man in Lissabon machen? Die 3 besten Erlebnisse & Aktivitäten:

  1. Mit der historischen Straßenbahnlinie 28E durch die Altstadt fahren
  2. Tolle Aussichten von einem der Miradouros bei Sonnenuntergang genießen
  3. Portugals berühmte Puddingtörtchen Pastéis de Nata probieren
Sonnenuntergang Aussichtspunkt Miradouro da Graça

Miradouro da Graça, einer der schönsten Aussichtspunkte und Sunset Points in Lissabon


Was ist typisch für Lissabon? Bunte Azulejos, steile Gassen, historische Trams & Standseilbahnen.


Lissabon Quick-Tipps


Wie lange bleiben? Mindestens 3 bis 4 Tage, um die wichtigsten Viertel und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Mit Tagesausflügen nach Sintra oder an die Küste plane eher 5 Tage ein.

Palácio Nacional da Pena in Sintra

Sintra ist ein beliebtes Ausflugsziel für Lissabon-Touristen – vor allem wegen der prunkvollen Paläste und Märchenschlösser


Wann ist die beste Reisezeit? März bis Juni sowie September bis Oktober – angenehme Temperaturen und weniger Touristen als im Hochsommer.


Unsere Hotel-Tipps für Lissabon

Hier sind 3 besonders empfehlenswerte Unterkünfte in zentraler Lage – ideal für einen Städtetrip nach Lissabon.


Unser Spartipp für Lissabon: Je nachdem, wie lange du Lissabon bist, lohnt sich für dich möglicherweise der Kauf der Lisboa Card. Mit der Karte kannst du sämtliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen und hast zudem freien Eintritt zu 35 Sehenswürdigkeiten. Jetzt Preise ansehen*


Nach diesem Kurzüberblick zeigen wir dir die besten Lissabon Sehenswürdigkeiten und Highlights im Detail – inklusive Karte, der schönsten Aussichtspunkte und einer perfekten 3-Tage-Route.

Die wichtigsten Lissabon Sehenswürdigkeiten (Klassiker) – mit Karte

Zu den wichtigsten klassischen Sehenswürdigkeiten in Lissabon zählen vor allem die historischen Denkmäler und Wahrzeichen der Stadt. Der Großteil von ihnen befindet sich in der Altstadt und im Stadtteil Belém (ca. 30 Autominuten vom Zentrum entfernt). Die folgende Karte zeigt dir 8 Lissabon Highlights, die du unbedingt gesehen haben musst – hilfreich auch für die Planung 2-tägiger Aufenthalte.

Karte mit 8 klassischen Lissabon Sehenswürdigkeiten wie Torre de Belém, Kathedrale Sé, Mosteiro dos Jerónimos etc.

Links auf der Karte das Stadtviertel Belém mit 3 der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons, rechts oben 4 Top Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Kartenmaterial: © OpenStreetMap contributors, © CARTO

1. Stadtviertel Alfama

Ausblick auf Alfama und den Tejo vom Miradouro Portas do Sol Alfama

Blick über die Dächer des Altstadtviertels Alfama. Foto: Bettina Tiedke

Alfama ist das älteste Stadtviertel Lissabons. Typisch im Viertel sind die schmalen, steilen Gassen mit ihren traditionellen Häusern, die vielen Restaurants, Cafés und Kunsthandwerksläden. Hier erlebst du ein noch sehr ursprüngliches Lissabon.

Schmale Gasse in Alfama mit Kopfsteinpflaster

Eine der typischen schmalen Gassen in Alfama

Obendrein befinden sich in Alfama einige der schönsten Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten der Stadt – darunter der Miradouro das Portas do Sol, das Castelo de São Jorge und die Kathedrale Sé. Sämtliche Highlights stellen wir dir weiter unten noch ausführlicher vor.

Hinweis: Unterschätze die steilen Straßen nicht – ein Spaziergang durch Alfama kann schnell anstrengend werden.

Übernachten in Alfama


Wenn du mitten im historischen Zentrum übernachten möchtest, ist Alfama ideal. Hier sind unsere 3 Unterkunftsempfehlungen – von komfortabel bis Budget-freundlich.

2. Torre de Belém

Torre de Belém

Torre de Belém am Ufer des Tejo. Foto: Bettina Tiedke

Der 35 Meter hohe Torre de Belém ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen Lissabons – und eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Von der Aussichtsplattform hast du zudem einen schönen Blick auf den Tejo und die Hängebrücke Ponte 25 de Abril.

Erbaut wurde der Torre de Belém im Jahr 1521, um ankommende Schiffe zu begrüßen und feindliche Schiffe abzuwehren. Nach der Besetzung Lissabons durch die Spanier im Jahr 1580 diente das Bauwerk vorübergehend auch als Gefängnis und Zollstation.

Seit 1983 gehört der im manuelinischen Stil erbaute Turm zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Manuelinikstil ist eine architektonische Stilrichtung, die nur in Portugal vorkommt. Sie ist ein Mix aus Gotik und Renaissance.

Torre de Belém – gut zu wissen


Lage & Anfahrt: Stadtteil Belém, mit der Tramlinie 15E bis "Lg. Princesa", dann etwa 8 Minuten weiter zu Fuß. Die Fahrzeit vom Zentrum beträgt ca. 35 Minuten.


Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17.30 Uhr, montags geschlossen


Eintritt ohne Lisboa Card: ca. 8 € für Erwachsene, Kombi-Ticket mit Mosteiro dos Jerónimos (siehe unten) erhältlich


Dauer: mit Besichtigung der Innenräume und Aufstieg zur Aussichtsplattform ca. 1,5 Stunden, nur Außenansicht und Fotografieren 20 Minuten


Unser Tipp: morgens kommen, bevor sich am Eingang lange Warteschlangen bilden

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3. Mosteiro dos Jerónimos

Außenansicht Mosteiro dos Jerónimos Lissabon

Das Hieronymitenkloster Mosteiro dos Jerónimos ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Foto: Bettina Tiedke

Das ehemalige Hieronymitenkloster Mosteiro dos Jerónimos zählt wie der Torre de Belém zu Lissabons beeindruckendsten Bauwerken im Stil der Manuelinik. Highlights sind vor allem das imposante, von dem portugiesischen Architekten João de Castilho entworfene Südportal der Klosterkirche, das schwebend wirkende Gewölbe im Kircheninneren und der Kreuzgang.

Südportal Mosteiro dos Jerónimos Lissabon

Das imposante Südportal der Klosterkirche. Foto: Bettina Tiedke

Kreuzgang Mosteiro dos Jerónimos Lissabon

Kreuzgang und Innenhof des Mosteiro dos Jerónimos. Foto: Bettina Tiedke

Weitere Must-sees im Kloster sind die reich verzierten Sarkophage einiger bedeutender Persönlichkeiten. Dazu gehören u.a. Portugals berühmter Seefahrer Vasco da Gama, der Ende des 15. Jahrhunderts den südlichen Seeweg nach Indien entdeckte, und die Dichter Fernando Pessoa und Luís de Camões.

Bis 1834 wurde das Kloster vom Orden des Heiligen Hieronymus genutzt. Heute gehört das imposante Bauwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mosteiro dos Jerónimos – gut zu wissen


Lage & Anfahrt: Stadtteil Belém, mit Tram 15E bis "Belém", Haltestelle direkt vor dem Kloster


Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17.30 Uhr, montags geschlossen


Eintritt: ca. 10 € für Erwachsene


Dauer: mindestens 45 bis 60 Minuten, für einen intensiveren Rundgang 2 bis 2,5 Stunden


Unser Tipp: erst das Kloster besuchen und danach gegenüber in der Pastelaria Casa Pastéis de Belém die berühmten Puddingtörtchen probieren

4. Castelo de São Jorge

Außenansicht Castelo de São Jorge mit Türmen und Mauern

Die Festungsanlage Castelo de São Jorge auf Lissabons höchstem Hügel. Foto: Bettina Tiedke

Das Castelo de São Jorge mit der ehemaligen Königsburg gehört zu den wichtigsten historischen Lissabon Sehenswürdigkeiten. Die Festungsanlage im Altstadtviertel Alfama thront auf dem höchsten Hügel der Stadt. Von den Festungsmauern hast du einen erstklassigen Ausblick auf weite Teile Lissabons und den Tejo.

Des Weiteren lohnt sich ein Rundgang durch die Anlage mit ihren Zinnen, Türmen und Innenhöfen.

Eine besondere Attraktion ist der Torre de Ulisses. In dem Turm befindet sich eine Camera obscura, ein System aus Linsen und Spiegeln, das eine 360-Grad-Ansicht von Lissabon zeigt.

Castelo de São Jorge, angestrahlt bei Nacht

Blick auf das angestrahlte Castelo de São Jorge bei Nacht

Das Castelo de São Jorge wurde circa 200 v. Chr. von den Römern errichtet. Von 480 bis 714 herrschten hier die Westgoten, anschließend die Mauren. Im Jahr 1147 eroberte Alfons I. (Alfons der Eroberer), der erste König Portugals, die Burg von den Mauren zurück. Bis ins 16. Jahrhundert hinein residierten hier verschiedene Könige.

Durch das große Erdbeben im Jahr 1755 wurde das Castelo de São Jorge wie auch ein Großteil Lissabons fast vollständig zerstört. Erst knapp zwei Jahrhunderte später zwischen 1938 und 1944 wurde die Festungsanlage (nicht ganz originalgetreu) wieder aufgebaut.

Castelo de São Jorge – gut zu wissen


Lage & Anfahrt: Stadtteil Alfama, mit Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinie 737 oder Tramlinien 12E und 28E). Das letzte Stück bergauf geht's dann zu Fuß weiter.


Öffnungszeiten: täglich 9 bis 18 Uhr (im Sommer länger)


Eintritt: ca. 15 € für Erwachsene


Dauer: um alles entspannt zu sehen und die Aussichten zu genießen 2 bis 2,5 Stunden


Besondere Hinweise: viele Treppen und Kopfsteinpflaster – feste Schuhe empfohlen


Unser Tipp: kurz vor Sonnenuntergang kommen – der Blick auf Lissabon ist spektakulär!

5. Catedral Sé Patriarcal

Außenansicht Catedral Sé Patriarcal Lissabon

Lissabons Kathedrale Sé. Foto: Bettina Tiedke

Die Kathedrale Sé Patriarcal, Sitz des Patriarchats von Lissabon, ist die älteste Kirche Lissabons und die bedeutendste ganz Portugals. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Inneren der Kirche ist das Taufbecken, in dem 1195 der Heilige Antonius getauft worden sein soll.

Beachtung verdienen außerdem der gotische Kreuzgang an der Ostseite der Kathedrale sowie die Schatzkammer mit Reliquien von Lissabons Schutzpatron St. Vincent.

Die Sé, wie die Kathedrale meist nur genannt wird, befindet sich im Altstadtviertel Alfama. Mit ihren mit Zinnen besetzten Türmen wirkt das Gotteshaus von außen ein wenig wie eine Festung. Eben das macht die Kirche so besonders.

Kathedrale Sé Patriarcal – gut zu wissen


Lage & Anfahrt: Stadtteil Alfama, mit der Tram 28E oder 12E bis "Sé" oder "Limoeiro"


Öffnungszeiten: täglich ca. 9 bis 19 Uhr (Kathedrale), Kreuzgang meist bis 18 Uhr


Eintritt: Kathedrale kostenlos, Kreuzgang 5 €


Dauer: 30 bis 45 Minuten


Unser Tipp: frühmorgens oder am späten Nachmittag kommen – dann ist das Licht besonders schön für Fotos.

6. Praça do Comércio (Terreiro do Paço)

Praça do Comércio mit Reiterstatue und Triumphbogen Arco da Rua Augusta

Die Praça do Comércio mit der Reiterstatue Königs José I. und dem imposanten Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Foto: Bettina Tiedke

Die Praça do Comércio (Platz des Handels), auch heute noch unter ihrem früheren Namen Terreiro do Paço bekannt, ist einer der beeindruckendsten Plätze Lissabons. Der von schmucken Arkaden umgebene Platz öffnet sich im Süden zum Tejo hin, im Norden bildet er mit dem imposanten Arco da Rua Augusta das Tor zur Innenstadt. Den Triumphbogen zieren u. a. Statuen des portugiesischen Nationalhelden Nuno Álvares Pereira und des Entdeckers Vasco da Gama.

Unser Tipp: Rund um die Praça do Comércio befinden sich einige gute Restaurants, darunter eins der ältesten der Stadt: das Martinho da Arcada. Das Restaurant, zu dessen prominentesten Gästen einst der portugiesische Dichter und Schriftsteller Fernando Pessoa (1888-1935) zählte, existiert bereits seit 1778.

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7. Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen)

Padrão dos Descobrimentos

Der Padrão dos Descobrimentos mit den Statuen berühmter Weltentdecker und Seefahrer. Foto: Bettina Tiedke

Das imposante, 57 Meter hohe Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) ist der portugiesischen Seefahrt gewidmet. Für uns zählt es zu den schönsten Fotomotiven in Lissabon und ist dazu ein toller Aussichtspunkt.

Das Denkmal stellt eine dreimastige Karavelle (Segelschiffstyp zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert) dar. An ihrer Spitze, die über das Ufer auf den Tejo hinausragt, steht prominent die Statue Heinrich des Seefahrers. Auf seine Veranlassung hin fanden in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zahlreiche Entdeckungsreisen statt.

Hinter ihm folgen die Statuen bedeutender portugiesischer Seefahrer und Entdecker, darunter Vasco da Gama, Pedro Álvares Cabral, der Entdecker Brasiliens, und Ferdinand Magellan, der legendäre Weltumsegler.

Nahaufnahme Padrão dos Descobrimentos mit Heinrich dem Seefahrer und anderen Weltentdeckern

Heinrich des Seefahrer (vorne rechts), gefolgt von weiteren portugiesischen Seefahrern und Entdeckern

Bei einem Besuch des Denkmals der Entdeckungen bekommst du eine gute Vorstellung davon, wie die Seefahrer hier einst mit ihren Karavellen ablegten, um die große, weite Welt zu entdecken. Dokumentiert sind ihre Routen auf einer Weltkarte auf dem Vorplatz des Denkmals. Die Karte bildet das Zentrum einer riesigen begehbaren Windrose, die von einem schwarz-weißen Wellenmuster umgeben wird.

Der Padrão dos Descobrimentos wurde im Jahr 1960 zum 500. Todestag Heinrich des Seefahrers errichtet.

Padrão dos Descobrimentos – gut zu wissen


Lage & Anfahrt: Stadtteil Belém, mit der Tramlinie 15E oder dem Bus (z.B. Linie 728) bis "Belém". Von dort sind es nur wenige Gehminuten entlang des Tejo bis zum Denkmal.


Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr (im Sommer oft bis 19 Uhr)


Eintritt: Aussichtsplattform 6 € für Erwachsene, Außenbereich kostenlos


Dauer: mit Ausstellung im Turminneren und Aufstieg zur Aussichtsplattform ca. 1 Stunde


Unser Tipp: Kombiniere den Besuch mit dem Torre de Belém und Mosteiro dos Jerónimos – alle drei Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander.


Für ein intensiveres Sightseeing-Erlebnis empfehlen wir dir, eine geführte Tour durch den Stadtteil Belém zu buchen. Jetzt Preise ansehen*

8. Ponte 25 de Abril

Ponte 25 de Abril

Eines der Wahrzeichen von Lissabon: die Hängebrücke Ponte 25 de Abril über dem Tejo

Die Ponte 25 de Abril ist mit insgesamt 3,2 Kilometern eine der längsten Hängebrücken der Welt mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Die imposante, 190 Meter hohe Brücke kannst du von fast jedem Aussichtspunkt in Lissabon sehen.

Eine Attraktion ist der siebte Brückenpfeiler (Pilar 7) mit einer gläsernen Aussichtsplattform in 80 Meter Höhe. Von dort hast du einen tollen Blick auf den Tejo und das Stadtviertel Belém. Hinauf zur Plattform kommst du mit dem Aufzug, alternativ über eine Treppe mit 308 Stufen.

Pilar 7 Ponte 25 de Abril mit gläsernem Aufzug und Aussichtsplattform

Der Brückenpfeiler Pilar 7 mit einem gläsernen Aufzug und einer Aussichtsplattform in 80 Metern Höhe

Hinweis: Die Aussichtsplattform befindet sich in schwindelerregender Höhe und ist rundum aus Glas – auch der Boden. Solltest du nicht komplett schwindelfrei sein, lass die Plattform lieber aus.

9. Museu Nacional do Azulejo & weitere Museen

Ob in Lissabon oder Porto – in Portugals Städten finden sich zahlreiche Häuser und Gebäude, die mit kunstvoll bemalten Keramikfliesen (portugiesisch: Azulejos) verziert sind. Einen guten Überblick über die Entwicklung und Geschichte der Kachelkunst vom 15. Jahrhundert bis heute bekommst du in Lissabon im Museu Nacional do Azulejo.

Hausfassade mit blauen Azulejos

Mit Azulejos verzierte Hausfassaden in Lissabon

Zu den Exponaten zählen einige bedeutende Fliesengemälde wie eine Panorama-Ansicht Lissabons vor dem alles vernichtenden Erdbeben im Jahr 1755.

Das Museum ist im ehemaligen Klarissinnen-Kloster Madre de Deus in Lissabons Stadtteil Xabregas untergebracht. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr. Mit Lisboa Card ist der Eintritt kostenlos, sonst 10 € für Erwachsene.

Weitere lohnenswerte Museen in Lissabon:

10. Avenida da Liberdade und Rua Augusta – Lissabons Prachtstraßen

Rua Augusta mit Altbauten und Menschen

Prachtstraße in Lissabon: Rua Augusta

Die Avenida da Liberdade und die Fußgängerzone Rua Augusta gelten als Lissabons Prachtstraßen – und sind sie obendrein beliebte Shoppingmeilen.

Die im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der Pariser Champs-Élysées angelegte Avenida da Liberdade besticht mit schönen Jugendstil- und Gründerzeitbauten, gepflegten Grünstreifen und mit Mosaiken besetzten Gehwegen. Die Straße ist knapp 1,5 Kilometer lang und verbindet Lissabons Unterstadt (Baixa) mit der Oberstadt.

Die 550 Meter lange Rua Augusta bildet die Verbindungsachse zwischen Praça do Comércio und Praça de D. Pedro IV ("Rossio"). Die Fußgängerzone wird an vielen Stellen von aufwändig restaurierten Altbauten flankiert. Ein weiterer Hingucker ist die kunstvolle Straßenpflasterung aus weißem Kalkstein und schwarzem Basalt.

Straßenpflaster Rua Augusta

Straßenpflaster in der Rua Augusta

Das ganze bunte Treiben an der Rua Augusta genießt du am besten in einem der vielen Straßencafés bei einem leckeren Café com Leite oder einem kalten Bier.

11. Ozeanarium (Oceanário de Lisboa)

Lissabons Ozeanarium (Oceanário de Lisboa) ist das größte Indoor-Meeresaquarium Europas. Es steht mitten im Tejo und ist rundum von Wasser umgeben. Das zweistöckige Hauptgebäude beherbergt ein riesiges sieben Meter tiefes Wasserbecken, in dem sich u.a. Haie, Rochen und Mondfische tummeln.

Bewundern kannst du das bunte Treiben in dem mit 5.000.000 Litern Salzwasser gefüllten Becken durch riesige Panoramascheiben. Neben dem Hauptbecken gibt es noch einige weitere Aquarien mit Thunfischen, Zackenbarschen, Muränen und anderen Meeresbewohnern. Weitere Attraktionen sind die Antarktis-Themenwelt mit Pinguinen und ein Mangrovenwald.

Gebaut wurde das Ozeanarium anlässlich der Expo 98, die 1998 mit dem Thema "Die Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft" in Lissabon stattfand. Es befindet sich im Park der Nationen auf dem ehemaligen Gelände der Weltausstellung.

Ozeanarium – gut zu wissen


Anfahrt: Stadtteil Parque das Nações, Metro bis "Oriente", anschließend ca. 10 Minuten zu Fuß


Öffnungszeiten: täglich 10 bis 19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)


Eintritt: ca. 22 € für Erwachsene und 15 € für Kinder (3 bis 12 Jahre)


Dauer: 2 bis 3 Stunden


Hinweis und Tipp: Da das Ozeanarium zu Lissabons beliebtesten Familien-Attraktionen gehört, kann es vor allem an den Wochenenden sehr voll werden. Um die Unterwasserwelt in Ruhe zu bewundern, solltest du wochentags hingehen.

Die schönsten Aussichtspunkte (Miradouros) in Lissabon

Lissabon ist bekannt für seine vielen Aussichtspunkte, die sogenannten Miradouros. Über die ganze Stadt verteilt, erwarten dich spektakuläre Blicke auf die Altstadt, den Tejo und die typischen roten Dächer. Egal ob zum Sonnenuntergang oder für eine kurze Pause zwischendurch – diese 3 Miradouros gehören zu den schönsten in Lissabon:

12. Miradouro das Portas do Sol

Blick über Alfama vom Miradouro das Portas do Sol

Spektakulärer Blick über Alfama: Miradouro das Portas do Sol

Der Miradouro das Portas do Sol gehört zu den ikonischsten Aussichtspunkten Lissabons und bietet einen traumhaften Blick über das historische Viertel Alfama bis hin zum Tejo. Die roten Dächer, verwinkelten Gassen und die markanten Kirchen ergeben ein echtes Postkartenmotiv. Durch seine zentrale Lage ist dieser Miradouro besonders beliebt – und perfekt für Sonnenuntergänge.

13. Miradouro da Graça

Miradouro da Graça bei Sonnenuntergang

Perfekter Sunset Point: Miradouro da Graça

Der Miradouro da Graça punktet mit einer entspannten Atmosphäre und einem weiten Blick über die Stadt bis zur Burg São Jorge. Diesen genießt du am besten zum Sonnenuntergang bei einem Glas Wein und ein paar Petiscos (Vorspeisen) im Café vor Ort.

Unser Tipp: Wenn du in Lissabon Zeit für nur einen Aussichtspunkt haben solltest, besuche den Miradouro da Graça. Wir fanden hier sowohl den Blick als auch die Stimmung bei Sonnenuntergang besonders schön.

14. Miradouro da Senhora do Monte

Weitblick über Lissabon vom Miradouro da Senhora do Monte

Weitblick bis zum Tejo: Miradouro da Senhora do Monte

Der Miradouro da Senhora do Monte befindet sich ebenfalls im Stadtviertel Graça und ist einer der höchstgelegenen Aussichtspunkte Lissabons. Von hier hast du einen spektakulären Panoramablick über weite Teile der Stadt, den Tejo und die umliegenden Hügel. Da der Aussichtspunkt etwas abseits vom Schuss liegt, ist es dort oft ruhiger als an anderen Spots.

Besondere und ungewöhnliche Orte in Lissabon

15. Café A Brasileira

Schankterrasse Café A Brasileira

Café A Brasileira, Lissabons wohl berühmtestes Café

Das Café A Brasileira im Stadtviertel Chiado ist eins der berühmtesten und traditionsreichsten Cafés in Lissabon. Es besteht bereits seit 1905 und gilt als Geburtsort des Bica, der portugiesischen Antwort auf italienischen Espresso.

Das Café A Brasileira war einst beliebter Treffpunkt für bedeutende Literaten und Künstler. Einer der prominentesten portugiesischen Schriftsteller, die hier regelmäßig verkehrten, war Fernando Pessoa (*13.6.1888, †30. 11.1935). Auch heute noch ist Pessoa (stiller) Gast im Brasileira – als Statue draußen vor dem Café.

Pessoa-Statue Café A Brasileira

Pessoa-Statue vor dem Café A Brasileira

Neben Bica und diversen anderen Kaffeespezialitäten bekommst du im Café A Brasileira auch Gebäck wie Pastéis de Nata, diverse Torten und herzhafte Snacks. Sitzen kannst du sowohl drinnen als auch draußen – direkt neben der Pessoa-Statue.

16. Praça Luís de Camões

Praça Luís de Camões mit Luís-de-Camões-Statue

Beliebter Treffpunkt in Lissabon: Praça Luís de Camões

Die Praça Luís de Camões zählt mit den umliegenden Cafés (u.a. Café A Brasileira), Bars und Restaurants zu den belebtesten und beliebtesten Gegenden Lissabons.

Hingucker auf dem Platz ist die Statue von Luís Vaz de Camões (* 1524 o. 1525; † 1579 o. 1580), einem der bedeutendsten Dichter Portugals.

17. LX Factory

Hausfassade mit Streetart in der LX Factory

Streetart in der LX Factory

Die LX Factory ist einer der hipsten Orte in Lissabon. Auf einem alten Fabrikgelände haben sich hier in den letzten Jahren zahlreiche Künstler, Start-ups, stylische Bars und Restaurants mit teils exquisiter Küche angesiedelt.

Gasse Café LX Factory

Café in der LX Factory

Attraktion in den alten Fabrikhallen wie auch in den dazwischen liegenden Gassen sind jede Menge Streetart und diverse Kunstobjekte. In den Gebäuden locken Geschäfte mit nicht alltäglicher Mode, Taschen und Wohnaccessoires. Auch ein cooles Hostel gibt es auf dem Gelände: das LX Hostel*.

Mit Streetart versehene Fassade des LX Hostels

Mit Graffiti bemalte Fassade des LX Hostels

Unser Tipp: Ein Bummel durch die LX Factory ist ein Muss, wenn du von Lissabon mehr sehen willst als die bekannten, klassischen Sehenswürdigkeiten.

18. Livraria Bertrand

Außenansicht Livraria Bertrand

Livraria Bertrand, die älteste (durchgehend betriebene) Buchhandlung der Welt

Die Buchhandlung Livraria Bertrand ist ein ganz besonderer Ort: Laut Guinnessbuch der Rekorde ist sie die älteste, durchgehend betriebene Buchhandlung der Welt. Von außen wirkt die 1732 gegründete Buchhandlung an der Rua Garrett 73-75 im Stadtteil Chiado eher unscheinbar, innen erwarten dich deckenhohe Holzregale mit einem Sammelsurium an Büchern.

Tipp: Eine der schönsten Buchhandlungen weltweit kannst du übrigens in Porto besuchen. Die Livraria Lello soll der Schriftstellerin Joanne K. Rowling als Vorlage für einige Szenen ihrer "Harry Potter"-Romane gedient haben, so etwa für die schwebende Treppe von Hogwarts.

19. Chafariz del Rei

Historische Fassade des Brunnens Chafariz del Rei

Chafariz del Rei, der älteste öffentliche Brunnen Lissabons mit dem darüber gelegenen Luxushotel Palacete Chafariz Del Rei*

Ein weiterer besonderer Ort in Lissabon ist der Chafariz del Rei, der erste öffentliche Brunnen der Stadt. Wasser sprudelt aus dem "Königlichen Brunnen" zwar nicht mehr, doch beeindruckt die historische, mit Schiffsornamenten verzierte Fassade.

Erbaut wurde der Brunnen im 13. Jahrhundert. Vom Ende des 15. Jahrhunderts an versorgte er nicht nur die Stadtbewohner mit Trinkwasser, sondern auch ganze Schiffe beziehungsweise deren Besatzungen. Durch das schwere Erdbeben im Jahr 1755 wurde das Gebäude zerstört und Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut.

Aus etwa der gleichen Zeit stammt auch der schmucke Palast, der sich über der Brunnen-Fassade erhebt. Heute beherbergt er das Luxushotel Palacete Chafariz Del Rei*, eines der elegantesten Hotels Lissabons.

Der Komplex Chafariz del Rei zählt zwar nicht zu Lissabons Top-Highlights, doch sollte er bei einem Spaziergang durch das Altstadtviertel Alfama nicht fehlen.

Besondere Erlebnisse & Aktivitäten in Lissabon

20. Mit der Tram 28E fahren

Tram 28E in Alfama

Die Tramlinie 28E fährt an vielen bedeutenden Sehenswürdigkeiten Lissabons vorbei. Foto: Bettina Tiedke

Eine Fahrt mit der Tram 28E ("E" steht für "Eléctrico") zählt zu den größten Touristen-Highlights Lissabons. In den historischen Waggons durch die schmalen, steilen Gassen von Alfama und andere Teile der Altstadt zu rumpeln, ist an sich schon ein Erlebnis. Darüber hinaus streift die Linie mit insgesamt 38 Stationen einige der schönsten Sehenswürdigkeiten Lissabons. Daher ist die Tram 28E eine gute und preiswerte Alternative zu den üblichen Stadtrundfahrten.

Wichtige Sehenswürdigkeiten, die an der Straßenbahnlinie 28E liegen, sind u.a:

Hinweis und Tipp: Da eine Fahrt mit der Tramlinie 28E in so gut wie jedem Lissabon-Reiseführer empfohlen wird, sind die Waggons selbst in der Nebensaison oft gnadenlos überfüllt. Bei einem unserer Besuche im Winter in Lissabon haben wir über eine Stunde warten müssen, bis wir mit der Tram 28E endlich mitkamen. Wenn du dir schlechte Laune ersparen willst, fahre stattdessen lieber mit der Linie 12E. Die Route ist teilweise identisch.

Tram 28E – gut zu wissen


Betriebszeiten: täglich ca. 6 bis 22 Uhr


Tickets ohne Lisboa Card: 3 € pro Fahrt


Besondere Hinweise: Taschendiebstähle kommen leider vor, daher gut auf Wertsachen aufpassen!

21. Märkte besuchen

Obst- und Gemüsestand Mercado de Campo de Ourique

Obst- und Gemüsestand auf dem Mercado de Campo de Ourique

Lust auf saftiges Obst, knackiges Gemüse oder auch einen kleinen Snack zwischendurch? Dann solltest du in Lissabon unbedingt einen Markt oder eine Markthalle besuchen. Neben zahlreichen Obst-, Gemüse, Fleisch- und Fischständen findest du immer auch eine Reihe von Essensständen, an denen du lokale Spezialitäten probieren kannst.

Wenn du dich so richtig durchschlemmen willst, solltest du den Time Out Market im Mercado da Ribeira besuchen. Die Food-Halle mit zahlreichen Essensständen befindet sich an der Avenida 24 de Julho im Stadtviertel Cais do Sodré unweit des Tejo-Ufers.

Kleiner Wermutstropfen: Ab etwa 12 Uhr mittags ist der Time Out Market meist gnadenlos überfüllt, sodass du Mühe hast, an den langen Tischen noch einen freien Platz zu finden.

Bar und an Tischen sitzende Menschen im Time Out Market

Immer was los: Time Out Market

Unser Tipp: Eine gute Alternative ist der Mercado de Campo de Ourique außerhalb von Lissabons Stadtzentrum. Auch wenn das Angebot dort nicht ganz so vielfältig ist, findest du in aller Regel einen Platz und musst nicht lange auf dein Essen warten.

Zum Mercado de Campo de Ourique kommst du mit der Tramlinie 28E. Von der Endhaltestelle Prazeres sind es noch etwa fünf Minuten zu Fuß.

Essensstände im Mercado de Campo de Ourique

Mercado de Campo de Ourique

Wenn du schon mal im Stadtviertel Campo de Ourique bist, solltest du dort unbedingt auch den Cemitério dos Prazeres besuchen. Mit seinen oberirdischen Grabmälern, die aussehen wie kleine Häuschen, gilt der Friedhof als einer der schönsten Friedhöfe Lissabons.

Grabmäler auf dem Cemitério dos Prazeres

Grabmäler auf dem Cemitério dos Prazeres

Der Cemitério dos Prazeres ist nicht nur ein besonders schöner Friedhof, auch liegt er abseits der bekannten Touristen-Routen – ein echter Geheimtipp also.

22. Pastéis de Nata probieren

Pastéis de Nata im Schaufenster einer Konditorei

Lecker! Pastéis de Nata im Schaufenster einer Konditorei in Lissabon

Was wäre ein Besuch in Portugals Hauptstadt, ohne einmal Pastéis de Nata probiert zu haben? Die beliebten, kleinen, mit Pudding gefüllten Blätterteigtörtchen bekommst du in Lissabon zwar an jeder Ecke, doch nirgendwo schmecken sie so gut wie in der Pastelaria Casa Pastéis de Belém.

Dort wird das leckere Gebäck, dessen Rezept einst Mönche erfunden haben, bereits seit 1837 hergestellt und unter dem Namen Pastéis de Belém vertrieben.

Die Pastelaria befindet sich in unmittelbarer Nähe des Mosteiro dos Jerónimos – perfekt also für eine Kaffeepause nach der Kloster-Besichtigung.

23. Mit dem Elevador de Santa Justa fahren

Außenansicht Elevador de Santa Justa

Verkehrsmittel und architektonisches Meisterwerk: Elevador de Santa Justa. Foto: Bettina Tiedke

Eine Fahrt mit dem Elevador de Santa Justa ist ein besonderes Erlebnis in Lissabon. In weniger als zwei Minuten überwindest du mit dem Aufzug einen Höhenunterschied von rund 45 Metern. Der Lift verbindet den Stadtteil Baixa in Lissabons Unterstadt mit den Vierteln Chiado und Bairro Alto in der Oberstadt.

Der Elevador de Santa Justa ist aber nicht nur ein praktisches Verkehrsmittel, sondern auch eine Sehenswürdigkeit in Lissabon. Erbaut wurde der Fahrstuhl 1902 nach Plänen von Raoul Mesnier de Ponsard, einem Schüler Gustave Eiffels. Die von Bögen durchbrochene Vorderseite des turmartigen Bauwerks aus Stahl und Gusseisen ist reich verziert.

Ein weiteres Highlight ist die Aussichtsplattform auf dem Dach des Aufzugs. Von hier aus hast du einen 360-Grad-Blick über die Dächer der Stadtteile Chiado und Baixa bis hin zum Castelo de São Jorge in Alfama.

Der untere Zugang zum Elevador de Santa Justa befindet sich in der Rua Santa Justa in Baixa, der obere in Chiado gleich neben der imposanten Ruine des Karmeliter-Klosters Convento do Carmo.

Ruinen des Convento do Carmo

Die Ruinen des Karmeliter-Klosters Convento do Carmo vis-à-vis der Aufzug-Station

Elevador de Santa Justa – gut zu wissen


Betriebszeiten: täglich ca. 7 bis 23 Uhr (im Sommer länger)


Tickets ohne Lisboa Card: 5,30 €


Unser Tipp: abends nutzen, da die Wartezeiten dann meist kürzer sind

24. Mit den Ascensores de Lisboa fahren

Historische Standseilbahn auf einer steilen Gasse

Lissabons Ascensores (Standseilbahnen) verbinden die Unter- mit der Oberstadt. Foto: Bettina Tiedke

Spannend sind auch Fahrten mit den historischen Standseilbahnen (Ascensores de Lisboa). Sie bewältigen zum Teil Höhenunterschiede von bis zu 48 Metern bei Steigungen von bis zu 25 Prozent.

Die Standseilbahnen verkehren bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts in Lissabon. Sie wurden damals nötig, weil die Pferdestraßenbahnen die starken Steigungen in der Stadt nicht mehr bewältigen konnten.

Unser Tipp: Fahre unbedingt mit einer dieser 3 Standseilbahnen. Sie sind zählen zu den ältesten Ascensores in Lissabon.

  1. Ascensor do Lavra (1884) – verbindet die Innenstadt mit höher gelegenen Wohnvierteln
  2. Ascensor da Glória (1885) – verbindet die Unterstadt mit dem Ausgehviertel Bairro Alto
  3. Ascensor da Bica (1892) – verbindet die Uferzone bei Cais do Sodré mit dem Bairro Alto

25. Ausgehen im Bairro Alto

Straßencafé im Bairro Alto

Gasse im beliebten Ausgehviertel Bairro Alto

Mit seinen vielen Restaurants, Kneipen, Bars und Clubs ist das Bairro Alto (dt.: Oberstadt) Lissabons Ausgeh- und Szeneviertel schlechthin. Ob Normalo, schwul, lesbisch oder queer, hier findest du garantiert die passende Location. Oder auch einfach nur eine Kneipe, in der du bei einem Glas Wein Fado hören kannst.

Eine der angesagtesten Bars im Bairro Alto ist die Park Bar an der Calçada do Combro 58. Die Rooftop-Bar befindet sich auf dem Dach eines Parkhauses und punktet mit einem 1a-Ausblick über die Dächer der Stadt und den Tejo.

Unser Tipp: Wenn im Bairro Alto die Bürgersteige hochgeklappt werden, kannst du die Party an der Rua Nova do Carvalho im Viertel Cais do Sodré fortsetzen. In der Straße, die wegen ihres rosafarbenen Belags auch Pink Street genannt wird, steppt der Bär bis zum frühen Morgen.

26. Klettern

Kletterwand Pilar 7

Escala 25: Kletterwand an der Ponte 25 de Abril

Lust auf Bouldern oder Klettern? Dann ist der Sportkletterkomplex Escala 25 direkt am Pilar 7 der Ponte 25 de Abril der perfekte Ort für dich. Die Outdoor-Anlage bietet u.a. eine 12 Meter hohe Kletterwand, einen Kletterbogen mit überhängenden Routen auf verschiedenen Ebenen und eine Boulder-Anlage.

Bei Escala 25 kannst du Kletterkurse, Schnupperkurse, Kletterpakete mit kompletter Sicherheitsausrüstung oder auch Tageskletterpässe buchen. Preise findest du auf der Webseite von Escala 25.

27. Jacaranda-Baumblüte erleben

Lila blühender Jacarandabaum

Blühender Jacarandabaum

Ein ganz besonderes Highlight in Lissabon ist die Jacaranda-Baumblüte. Zwischen Ende April und Juni blühen die Bäume über Nacht plötzlich auf und verzaubern mit ihren üppigen lilafarbenen Blüten die ganze Stadt. Ein Fotomotiv, das du dir nicht entgehen lassen solltest!

Jacaranda ist eine Gattung innerhalb der Familie der Trompetenbaumgewächse und wurde im 19. Jahrhundert aus Südamerika nach Portugal importiert.

Lissabon in 3 Tagen – die perfekte Route


Tag 1: Altstadt & Tram 28E

Morgens: Castelo de São Jorge (historisches Wahrzeichen mit Panoramablick) und Miradouro da Graça, einer der schönsten Aussichtspunkte Lissabons

Vormittags: Fahrt mit der Tramlinie 28E durch die Altstadtviertel Alfama, Bairro Alto, und Baixa. Falls die Warteschlangen zu lang sind, mit der Tram 12E fahren.

Straßenbahnlinie 28 Lissabon von vorne

Die wohl berühmteste Straßenbahnlinie in Lissabon: Tram 28E

Nachmittags: Spaziergang durch Alfama (Lissabons ältestes Stadtviertel) mit Besichtigung der Kathedrale Sé Patriarcal

Abendessen im Ausgehviertel Bairro Alto und ggf. Besuch eines Fado-Lokals

Tag 2: Stadtviertel Belém & Tejo-Ufer

Vormittags: Mosteiro dos Jerónimos (bedeutendes Kloster und UNESCO-Welterbe)

Mittags: In der Pastelaria Casa Pastéis de Belém die berühmten Puddingtörtchen probieren

Anschließend: Spaziergang entlang des Tejo-Ufers zum Torre de Belém (Wahrzeichen direkt am Fluss) und Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen)

Abends: LX Factory – Szeneviertel mit Restaurants, Bars, Shops und Street Art

Tag 3: Baixa & Chiado

Vormittags: Fahrt mit dem Elevador de Santa Justa (tolle Aussicht auf das Stadtviertel Baixa), anschließend Besichtigung der Klosterruine Convento do Carmo in Chiado

Aussicht vom Elevador de Santa Justa über die roten Dächer von Baixa

Aussicht vom Elevador de Santa Justa auf Baixa, mit Castelo de São Jorge im Hintergrund

Mittagessen im Mercado da Ribeira (Time Out Market)

Nachmittags: Bummel über die Rua Augusta (Prachtstraße und Shoppingmeile) und Praça do Comércio. Am Platz Besichtigung des Triumphbogens Arco da Rua Augusta (tolles Fotomotiv!).

Abendessen im Bairro Alto

Die schönsten Ausflugsziele nahe Lissabon

Cristo-Rei-Statue in Almada

Monumentale Christus-Statuen gibt es so einige auf der Welt. Die bekannteste dürfte die Statue Cristo Redentor in Rio de Janeiro sein. Aber auch Lissabons Nachbarstadt Almada am Südufer des Tejo besitzt solch eine Statue.

Cristo Rei ist 28 Meter hoch und thront mit erhobenen Händen auf einem 82 Meter hohen Sockel. Dieser dient zugleich als Aussichtsplattform. Bei schönem Wetter kannst du von hier oben ganz Lissabon, den Tejo mit der Brücke Ponte 25 de Abril und den Atlantik sehen.

Cristo-Rei-Statue, dahinter der Tejo mit der Ponte 25 de Abril

Blick auf die Statue Cristo Rei, im Hintergrund die Brücke Ponte 25 de Abril. Foto: sopotniccy/123RF

Von Lissabon zur Statue Cristo Rei auf der anderen Seite des Tejo kommst du entweder mit dem Taxi über den Ponte 25 de Abril oder aber mit der Fähre vom Anleger Cais do Sodré.

Zwischen Cais do Sodré und Cacilhas in Almada verkehren wochentags bis zu sieben Fähren pro Stunde (siehe Fahrplan). Von Cacilhas kannst du entweder zur Statue laufen (reine Gehzeit ca. 40 Minuten) oder mit dem 101er-Bus fahren.

Sintra

Sintra ist Ausgangspunkt für Touren zu märchenhaften Schlössern, prachtvollen Villen und mystischen Gärten. Das Städtchen liegt etwa 25 Kilometer von Lissabon entfernt. Welche Sehenswürdigkeiten sich in Sintra besonders lohnen, erfährst du auf unserer Seite Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Sintra – unsere 5 Highlights.

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Was sollte man unbedingt in Lissabon essen?

Gegrillter Tintenfisch mit Pommes und Salat

Die portugiesische Küche ist vor allem für Fisch- und Meeresfrüchtegerichte berühmt

Lissabon ist ein Paradies für Fischfreunde. Frischer und leckerer als in Portugal kannst du Fisch und Meeresfrüchte kaum bekommen. Angefangen bei gegrillten Sardinen, dem Lieblingsfisch der Portugiesen, bis hin zu Stockfisch (Bacalhau), einem Nationalgericht Portugals – die Auswahl an Fischgerichten ist schier unermesslich.

Vorausgesetzt, du isst Fleisch, solltest du in jedem Fall Cozido à portuguesa probieren. Der Eintopf besteht u.a. aus Rind- und Schweinefleisch, Wurst, Kohl, Möhren und Kartoffeln – und gilt ebenfalls als ein Nationalgericht Portugals.

Eine gute Möglichkeit, die Vielfalt der portugiesischen Küche kennenzulernen, sind Petiscos. Dabei handelt es sich ähnlich wie bei den spanischen Tapas um Vorspeisen beziehungsweise Hauptgerichte in Mini-Form.

Petiscos: Frittierter Tintenfisch, Venusmuscheln und Pommes

Petiscos in einem Restaurant in Lissabon: Frittierter Tintenfisch, Venusmuscheln in Buttersoße mit Koriander (Amêijoas à Bulhão Pato) und Pommes

Unsere Restaurant-Tipps für Lissabon

Einige der besten und beliebtesten Restaurants in Lissabon befinden sich im Altstadtviertel Bairro Alto. Unsere Lieblingsrestaurants dort sind das Versículo do Faia (Rua da Barroca 60A), das A Nossa Casa (Rua da Atalaia 31) und das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Belcanto, das wir uns anlässlich eines Geburtstags gegönnt haben.

Unsere neueste Entdeckung bei unserem letzten Besuch in Lissabon war das Fisch- und Meeresfrüchte-Restaurant Solar 31. Dort sind wir das erste Mal in unserem Leben in den Genuss von frischen Entenmuscheln, Schwertmuscheln und einer Seespinne gekommen. Je nach Jahreszeit und Wochentag bekommst du im Solar 31 auch köstliche, weniger bekannte Fische wie glänzenden Schleimkopf (engl. splendid Alfonsino). Wir jedenfalls waren von dem Restaurant absolut begeistert und gleich vier Abende hintereinander dort.

Das Solar 31 befindet sich im Stadtteil Mouraria an der Calçada Garcia 31, unweit Praça Martim Moniz.

Verschiedene Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, darunter schwarzer Degenfisch, glänzender Schleimkopf, Entenmuscheln und Seespinne

Eine Auswahl unserer Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, die wir im Solar 31 gegessen haben: Filet vom schwarzen Degenfisch (links oben), glänzender Schleimkopf (links unten), Entenmuscheln (Mitte), Seespinne (rechts unten). Fotos: B. Tiedke und G. Brandenburg

Lissabon – Häufige Fragen (FAQ)

Was macht Lissabon als Reiseziel besonders?

Portugals Hauptstadt Lissabon bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, von alten Festungsanlagen über Kirchen bis zu tollen Aussichtspunkten und Museen. Die Stadt liegt zudem nah an der Atlantik-Küste.

Welche Stadtviertel sind besonders sehenswert?

Beliebte Viertel sind Alfama, Baixa, Chiado, Bairro Alto sowie Belém mit seinen historischen Bauwerken.

Warum ist eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28E in Lissabon empfehlenswert?

Die historische Straßenbahnlinie 28 fährt durch einige der schönsten Stadtviertel und an wichtigen Sehenswürdigkeiten Lissabons vorbei. Fahrten mit der Tram 28E gelten als preiswerte Alternative zu klassischen Stadtrundfahrten.

Wie bewegt man sich in Lissabon am besten fort?

Lissabon lässt sich gut zu Fuß erkunden. Größere Höhenunterschiede lassen sich am besten mit der Straßenbahn oder einer der Standseilbahnen und Aufzüge überwinden.

Ist Lissabon gut für einen kurzen Städtetrip geeignet?

Ja, Lissabon ist ideal für einen Kurztrip, da viele Sehenswürdigkeiten relativ zentral liegen und sich bei Sightseeing-Touren gut miteinander kombinieren lassen.

Gibt es in und um Lissabon Strände?

In der Stadt selbst gibt es keine Strände im üblichen Sinn, aber entlang der Küste westlich von Lissabon sind zahlreiche Strände schnell erreichbar.

Ist Lissabon auch für Familien geeignet?

Ja, es gibt viele familienfreundliche Attraktionen wie Parks, Aussichtspunkte und das Ozeanarium.

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