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Hanoi Sehenswürdigkeiten: 11 Highlights & 5 besondere Erlebnisse

Hanoi Sehenswürdigkeiten und Stadtbild, u.a. Altstadt-Straßen, St.-Joseph-Kathedrale und Marktstand mit Streetfood (Satéspieße)
Gudrun Brandenburg, Redakteurin und Gründerin von Planet2Go

Von Gudrun Brandenburg
Redakteurin & Betreiberin von Planet2go

Gudrun war 6 Wochen in Vietnam – davon 9 Tage in Hanoi. Hier zeigt sie die schönsten Highlights der Stadt und teilt ihre Eindrücke und Tipps.

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2026

Hanoi Sehenswürdigkeiten im Schnell-Check


Vietnams Hauptstadt Hanoi ist eine der kontrastreichsten Städte Südostasiens – ein Mix aus jahrhundertealter Geschichte und modernem Großstadt-Flair. In Hanoi erwarten dich Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt, historische Tempel und imposante Kolonialgebäude. Die Stadt ist bunt, chaotisch und noch sehr authentisch – all das macht sie so reizvoll.


Von allen Hanoi Sehenswürdigkeiten sind dies die 3 wichtigsten:

  1. Altstadt: kleine Straßen mit Handwerksbetrieben, Geschäften & Streetfood
  2. Hoan-Kiem-See mit Jadeberg-Tempel: zwei der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt
  3. Literaturtempel: erste Universität Vietnams und beeindruckende Tempelanlage
Parkanlage am Eingang zum Literaturtempel

Eingang zum Literaturtempel in Hanoi


3 der besten Hanoi Aktivitäten & Erlebnisse:

  1. Stadtrundfahrten mit einem Hop-on-Hop-off-Bus
  2. Cyclo fahren
  3. Wasserpuppentheater besuchen

Was ist typisch für Hanoi? Zahllose Mopeds, die sich durch die Straßen drängen und das Stadtbild prägen

Mopeds und Autos an einer Straßenkreuzung in Hanoi

Der chaotische Straßenverkehr ist für die meisten Tourist:innen in Hanoi gewöhnungsbedürftig


Hanoi Quick-Tipps


Wie lange bleiben? Mindestens 2 bis 3 Tage, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Für abgelegenere Orte und tiefere Einblicke in die vietnamesische Lebensart plane 4 bis 5 Tage ein.


Wann ist die beste Reisezeit? November bis April (trocken, Temperaturen: 20 bis 26 Grad)


Unsere Hotel-Tipps für Hanoi

Hier sind 3 besonders empfehlenswerte Unterkünfte in zentraler Lage – ideal für deinen Aufenthalt in Hanoi.

  • Budget & social: Hanoi Central Backpackers Hostel* – beliebtes Hostel in der Altstadt mit Schlafsälen und privaten Zimmern
  • Mittelklasse & stilvoll: JM Marvel Hotel & Spa* – elegantes Boutiquehotel im Kolonialstil mit ruhiger Lage am Rand der Altstadt
  • Komfort & modern: Meritel Hanoi* – modernes 4-Sterne-Hotel mit Rooftop-Pool und perfekter Lage zwischen Train Street und Old Quarter

Hanoi Quick-Facts


Land Vietnam
Lage Nordvietnam am Roten Fluss
Einwohner ca. 3,5 Millionen
Metropolregion ca. 8,5 Millionen Einwohner
Besonderheit Hauptstadt Vietnams mit über 1.000 Jahren Geschichte
Anreise Per Flug oder Bus aus den Nachbarländern
Flughafen Noi Bai International Airport (HAN)

Nach diesem Kurzüberblick zeigen wir dir die besten Hanoi Sehenswürdigkeiten und Highlights im Detail – inklusive Karte und einer perfekten 2-Tage-Route. Am Ende der Seite findest du praktische Tipps für deinen Aufenthalt in Vietnams Metropole.

Hanoi Sehenswürdigkeiten: Unsere Top 11 Highlights – mit Karte

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hanoi befinden sich in oder nahe der Altstadt (Old Quarter) und dem Hoan-Kiem-See. Die folgende Karte zeigt dir 7 Hanoi Highlights, die du unbedingt gesehen haben musst – hilfreich auch für die Planung 2-tägiger Aufenthalte.

Karte mit den wichtigsten Hanoi Sehenswürdigkeiten wie Altstadt, Hoan-Kiem-See, Literaturtempel etc.

Links auf der Karte die Stadtbezirke Dong Da und Ba Dinh mit 2 bekannten Wahrzeichen Hanois, rechts 5 Top Sehenswürdigkeiten rund um die Altstadt. Kartenmaterial: © OpenStreetMap contributors, © CARTO

1. Altstadt (Old Quarter)

Straße mit Geschäften und Mopeds in Hanois Altstadt

Lebendig und verkehrsreich: Straße in Hanois Altstadt

Die Altstadt (Old Quarter) gilt als eine der authentischsten Gegenden in Hanoi. Hier bekommst du einen guten Einblick in die vietnamesische Lebensweise. Typisch für Hanois Altstadt sind die traditionellen Handwerksbetriebe, die Streetfood-Kultur und die historischen Tunnelhäuser. Ein weiteres Highlight ist der Nachtmarkt, auf den wir an späterer Stelle noch genauer eingehen werden.

Sie heißen Silberstraße, Straße der Bambuskörbe oder Straße der Hutmacher – und wurden einst nach den hier ansässigen Handwerksbetrieben benannt. Die schmalen Straßen und Gassen gibt es in Hanois Altstadt zwar immer noch, doch ist die Zahl der Werkstätten und der dazugehörigen Läden im Laufe der letzten Jahrzehnte zurückgegangen.

Stattdessen finden sich hier heute immer mehr Geschäfte, aber auch jede Menge kleiner Cafés, Restaurants und preiswerter Hostels. Trotz des zunehmenden Tourismus hat Hanois Altstadt ihren Charme nicht eingebüßt und ist an vielen Stellen noch sehr ursprünglich geblieben.

Bunte Lampions in einem Geschäft

Bunte Lampions in einem Geschäft in Hanois Altstadt

Auf den schmalen Bürgersteigen verkaufen fliegende Händler Obst, Erdnüsse und Haushaltsartikel, sitzen Einheimische auf kleinen Plastik-Hockern, kochen, essen und plaudern.

Garküche mit Plastik-Hockern und -Tischen am Abend

Straßenrestaurant in Hanois Altstadt

Charakteristisch für Hanois Altstadt sind die bis zu 50 Meter langen und oft nur drei Meter breiten Tunnelhäuser. Vorne zur Straße hin befinden sich die Werkstätten und Geschäfte, dahinter die Schlaf-, Wohn- und Wirtschaftsräume sowie mehrere kleine Innenhöfe und Gärten.

Unser Tipp: Besichtige unbedingt das Tunnelhaus (Heritage House) an der Ma May Street 87. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist mit den originalen Möbeln eingerichtet. Das Haus ist täglich von 8 bis 12 und von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Eintritt: 10.000 bis 20.000 Dong (0,40 bis 0,80 €).

Übernachten in Hanois Altstadt


Diese 3 Unterkünfte liegen mitten in Hanois Altstadt – ideal, um hautnah am Geschehen zu sein.

2. Hoan-Kiem-See mit Jadeberg-Tempel (Ngoc-Son-Tempel)

Rote Huc-Brücke über dem Hoan-Kiem-See

Touristen-Magnet am Hoan-Kiem-See: die Huc-Brücke

Der Hoan-Kiem-See gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Hanoi und ist ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Highlights sind der auf einer Insel stehende Jadeberg-Tempel (Ngoc-Son-Tempel) und die Huc-Brücke.

Trotz seiner Lage in Hanois verkehrsreicher Innenstadt hat der Hoan-Kiem-See etwas Beschauliches. Zumindest am frühen Morgen, bevor Touristenscharen die Ufer belagern und über die Huc-Brücke zum Jadeberg-Tempel strömen. Der Tempel wurde 1875 erbaut und ist Van Xuong, dem Schutzgott der Literaten, geweiht.

Touristen-Gedränge am Hoan-Kiem-See

Tourist:innen am Ufer des Hoan-Kiem-Sees

Altar mit Spenden wie Obst und Tee im Jadeberg-Tempel

Altar im Jadeberg-Tempel

2016 erlangte der Hoan-Kiem-See übrigens weltweit Aufmerksamkeit, als man aus dem Wasser eine vom Aussterben bedrohte, tote Yangze-Riesenweichschildkröte barg. Bis zu ihrem Tod war sie damals eins von vier noch lebenden Exemplaren ihrer Art weltweit.

Hoan-Kiem-See – gut zu wissen


Beste Zeiten: frühmorgens (ruhig & Einheimische) oder abends (beleuchtet & lebendig)


Dauer: 1 bis 2 Stunden


Öffnungszeiten Jadeberg-Tempel: Mo.-Fr. 8 bis 18 Uhr; Sa. u. So. 8 bis 21 Uhr


Eintritt Jadeberg-Tempel: ca. 30.000 Dong (1 €)


Unser Tipp: Am Wochenende ist die Umgebung autofrei – und somit ideal für Spaziergänge.

3. Literaturtempel (Van Mieu)

Quadratischer Teich im Literaturtempel von Hanoi

Der quadratische Teich im Literaturtempel wird "Quelle des himmlischen Lichts" genannt

Der Literaturtempel (Van Mieu) war Vietnams erste Universität und zählt zu den wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten in Hanoi. Bekannt ist die Tempelanlage vor allem für die traditionelle vietnamesische Bauweise und die Schildkröten-Stelen.

Der Literaturtempel gilt als der bedeutendste Literaturtempel Vietnams. In der weitläufigen Anlage mit fünf Innenhöfen wurde zu Ehren des chinesischen Philosophen Konfuzius im Jahr 1076 die erste Universität Vietnams eingerichtet.

Bis 1915 wurden hier mehr als tausend Mandarine ausgebildet. Ihre Namen sind in steinernen, auf dem Rücken von Schildkröten stehenden Stelen verewigt. Seit 2010 zählen die Stelen zum UNESCO-Welterbe.

Auf dem Rücken von Schildkröten thronende Stelen im Literaturtempel

Die berühmten Schildkröten-Stelen im Literaturtempel

82 solcher Stelen gruppieren sich im dritten Innenhof um die "Quelle des himmlischen Lichts", einem quadratischen Teich.

Der vierte Innenhof mit dem Konfuzius-Tempel bildet den eigentlichen Tempelbereich. Sehenswert im Tempel sind vor allem der Hauptaltar und die Konfuzius-Statue.

Altar im Konfuzius-Tempel

Altar im Konfuzius-Tempel

Literaturtempel – gut zu wissen


Öffnungszeiten: April bis Oktober 7.30 bis 18 Uhr; November bis März 8 bis 17 Uhr


Beste Zeiten: Frühmorgens oder am späten Nachmittag, wenn weniger Tourist:innen vor Ort sind.


Eintritt: ca. 70.000 Dong (ca. 2,30 €)


Dauer: 1 bis 2 Stunden


Unser Tipp: Nimm dir Zeit für den Besuch – der Tempel ist einer der ruhigsten Orte im ansonsten lauten und quirligen Hanoi.

4. Ho-Chi-Minh-Mausoleum und Ho-Chi-Minh-Museum

Außenansicht des Ho-Chi-Minh-Mausoleums

Ho-Chi-Minh-Mausoleum in Hanoi

Wenn du einen Blick auf den einbalsamierten Leichnam Ho Chi Minhs werfen möchtest, hast du im Ho-Chi-Minh-Mausoleum Gelegenheit dazu. Zwischen September und Dezember wird das Mausoleum allerdings zeitweise zur Konservierung der sterblichen Überreste geschlossen.

In unmittelbarer Nähe des Mausoleums befindet sich das Ho-Chi-Minh-Museum, in dem das Leben und Schaffen des kommunistischen Politikers und Revolutionärs dokumentiert sind. Ho Chi Minh war von 1945 bis 1969 Präsident der Demokratischen Republik Vietnam.

Ho-Chi-Minh-Mausoleum & Museum – gut zu wissen


Öffnungszeiten: Mausoleum Di.-Do 7.30 bis 10.30 Uhr sowie Sa. u. So. 7.30 bis 11 Uhr; Museum Di.-So. 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr


Beste Zeiten: Möglichst früh morgens kommen, da sich rund um das Mausoleum später lange Warteschlangen bilden können.


Eintritt: Mausoleum kostenlos; Museum 40.000 Dong (ca. 1,50 €)


Dauer: insgesamt 2 bis 3 Stunden


Besondere Hinweise: Im Mausoleum sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Taschenkontrollen sind üblich, Fotografieren im Innern ist streng verboten.


Unser Tipp: Kombiniere den Besuch mit der Einsäulenpagode (siehe unten) – sie befindet sich direkt daneben.

5. Einsäulenpagode (Chua Mot Cot)

Die Einsäulenpagode (Chua Mot Cot) wurde im Jahr 1049 erbaut und ist eine der ältesten Pagoden in Hanoi. Bekannt ist sie vor allem wegen ihrer besonderen Bauweise. Die Holz-Pagode thront auf nur einer einzigen Säule inmitten eines künstlichen Sees.

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6. Französisches Viertel

Ein Spaziergang durch Hanois Französische Viertel lohnt sich vor allem wegen der imposanten Villen und Häuser aus der französischen Kolonialzeit. Erbaut wurden sie größtenteils Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die zentrale Straße im Französischen Viertel ist die Trang Tien Street mit zahlreichen Cafés, Restaurants, Banken und Hotels. An ihrem östlichen Ende steht das wohl prächtigste Gebäude des Viertels: das Opernhaus. Es wurde nach dem Vorbild der Pariser Garnier-Oper erbaut.

Die gelb-weiße Fassade des Opernhauses in Hanoi

Opernhaus in Hanoi

Ein weiteres architektonisches Schmuckstück ist das alte Metropole-Hotel aus dem Jahr 1901. In dem stilvollen, weißen Gebäude mit dunkelgrünen Holzläden befindet sich heute das Sofitel Legend Metropole Hanoi*, eins der luxuriösesten Hotels der Stadt.

Das Französische Viertel liegt südöstlich des Hoan-Kiem-Sees in Laufweite zur Altstadt.

7. Kathedralenviertel

Vorderansicht der St.-Joseph-Kathedrale

St.-Joseph-Kathedrale im Kathedralenviertel

Die wichtigste Sehenswürdigkeit im Kathedralenviertel ist die um 1883 erbaute, imposante St.-Joseph-Kathedrale (Eintritt kostenlos). Der Platz vor der Kirche ist ein beliebter Touristen-Treffpunkt. Rundherum findest du zahlreiche Cafés und Restaurants wie auch exklusive Geschäfte.

St.-Joseph-Kathedrale – gut zu wissen


Öffnungszeiten: täglich etwa 8 bis 11 Uhr und 14 bis 20 Uhr. Während der Gottesdienste sind Besichtigungen nur eingeschränkt möglich.


Eintritt: kostenlos


Dauer: etwa 20 bis 45 Minuten


Unser Tipp: Die Cafés rund um die Kathedrale sind ideal für eine Pause beim Erkunden der Altstadt.

8. Hanoi Train Street

Die Train Street gilt unter Tourist:innen als eine der spannendsten Straßen in Hanoi und als echte Attraktion. Mehrmals am Tag rattert ein Zug durch die schmale Straße, nah an Häusern und Cafés vorbei – und gibt ein beliebtes Fotomotiv ab.

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Aus Sicherheitsgründen ist es inzwischen nicht mehr erlaubt, die Gleise zu betreten. Auch sind die Zugänge zur Straße gesperrt und werden von Sicherheitskräften streng bewacht. Die einzige Möglichkeit, das Spektakel aus nächster Nähe zu erleben, sind die Cafés an der Train Street. Von dort kannst du die Durchfahrt der Züge beobachten und fotografieren.

Die Gleise in der Hanoi Train Street gehören zur längsten Bahnstrecke Vietnams. Sie verbindet Hanoi in Nordvietnam mit Saigon im Süden und wird daher auch Nord-Süd-Bahn genannt (weitere Infos siehe unten).

Train Street – gut zu wissen


Lage: Die Train Street, eigentlich Ngo 224 Le Dun, befindet sich im Herzen von Hanoi, etwa eineinhalb Kilometer westlich des Hoan-Kiem-Sees.


Beste Zeiten: abends zwischen 19 und 21.30 Uhr (gute Stimmung & Beleuchtung)


Dauer: ca. 30 bis 90 Minuten (abhängig von Zug-Fahrplänen und Wartezeiten)


Eintritt: Kein Eintritt im üblichen Sinn. In den Cafés ist Verzehr allerdings Pflicht.


Wichtiger Hinweis: Halte dich strikt an Sicherheitsanweisungen und betrete niemals die Gleise.

9. Hom-Markt

Marktstand mit verschiedenen Obstsorten wie Mangos und Drachenfrüchten

Obststand auf dem Hom-Markt

Wenn du in Hanoi einen typischen Markt besuchen möchtest, haben wir einen Geheimtipp für dich: den Hom-Markt. Die zweistöckige Markthalle ist zwar weder von außen noch innen hübsch, dafür aber ist die Auswahl an Lebensmitteln schier unendlich. Im Erdgeschoss werden Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch verkauft, und die Garküchen bieten alles, was das Herz begehrt.

Wenn du dich für Stoffe interessierst, solltest du auch einen Blick ins obere Stockwerk werfen. Hier hast du die Qual der Wahl zwischen Stoffen aller Art. Ob einfarbig oder bunt gemustert, Baumwolle oder Seide – im Hom-Markt stapeln sich die Stoffe bis unter die Decke.

Der Markt befindet sich gut einen Kilometer südlich des Hoan-Kiem-Sees an der Hue Nr. 79. Geöffnet ist täglich von etwa 6 bis 18 Uhr.

Unser Tipp: Am besten morgens zwischen 7 und 10 Uhr kommen, wenn es auf dem Markt so richtig lebendig zugeht.

10. Tran-Quoc-Pagode am Westsee

Die rote, zwölfstöckige Tran-Quoc-Pagode

Tran-Quoc-Pagode

Die Tran-Quoc-Pagode ist ein zwölfstöckiges, turmähnliches Bauwerk und ein architektonisches Highlight in Hanoi. Erbaut wurde sie im 6. Jahrhundert und gilt damit als die älteste buddhistische Pagode Vietnams. Das imposante Bauwerk befindet sich in der Nähe des Ho-Chi-Minh-Mausoleums auf einem Damm zwischen Westsee und dem Truc-Bach-See.

Tran-Quoc-Pagode – gut zu wissen


Öffnungszeiten: täglich 8 bis 16 Uhr


Beste Zeiten: Frühmorgens oder kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht am Westsee besonders schön ist.


Eintritt: kostenlos


Dauer: etwa 30 bis 60 Minuten


Unser Tipp: Verbinde den Besuch mit einem Spaziergang am Westsee oder einem Cafébesuch mit Blick auf den See.

11. Nachtmarkt

Stand mit Satéspießen

Satéspieße auf Hanois Nachtmarkt

Der Nachtmarkt in Hanois Altstadt ist vor allem bekannt für das riesige Angebot an Streetfood. Ob Pho, Bánh mì oder Satéspieße – an den Garküchen kannst du dich quer durch die vietnamesische Küche schlemmen.

Des Weiteren gibt es an den Ständen Textilien aller Art, Taschen, Sonnenbrillen oder auch Spielzeug zu kaufen. Das alles im Schein greller Neonbeleuchtung, die zwar nicht schön ist, hier aber dazugehört.

Verkaufsstände mit Textilien auf dem Nachtmarkt in Hanois Altstadt

Bummel über Hanois Nachtmarkt

Nachtmarkt – gut zu wissen


Lage: Hang Dao Street und Seitenstraßen (Altstadt)


Marktage und Öffnungszeiten: freitags, samstags und sonntags ab jeweils 19 Uhr


Hinweis: An den Markttagen wird die Hang Dao Street um punkt 19 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Hanoi in 2 Tagen – die perfekte Route


Tag 1: Altstadt, Hoan-Kiem-See & Streetlife

Fokus: Klassisches Hanoi, Altstadtleben und Streetfood

  • Vormittag: Altstadt (Old Quarter) – Erkunde die schmalen Gassen mit Handwerksbetrieben und Garküchen (erste Streetfood-Erlebnisse)
  • Mittag: Hoan-Kiem-See & Jadeberg-Tempel – Spaziergang rund um den See und Besichtigung des Jadeberg-Tempels und der Huc-Brücke
  • Nachmittag: Französisches Viertel – Kolonialarchitektur, Opernhaus und Café-Pause
  • Abend: Train Street (abhängig von Zug-Fahrplänen) und Nachtmarkt in der Altstadt

Tag 2: Kultur, Geschichte & Tempel

Fokus: Geschichte Vietnams und Sehenswürdigkeiten teils abseits der Touristen-Magneten

  • Vormittag: Ho-Chi-Minh-Komplex – Mausoleum und Einsäulenpagode
  • Später Vormittag: Ho-Chi-Minh-Museum – Einblick in Vietnams jüngere Geschichte
  • Mittag: Literaturtempel – Vietnams erste Universität und ruhige Tempelanlage
  • Nachmittag: Westsee & Tran-Quoc-Pagode, entspannter Ausklang am Wasser
  • Abend: Besuch eines Wasserpuppentheaters (siehe unten) oder Bummel durch die Altstadt

Die 5 besten Hanoi Aktivitäten & Erlebnisse

1. Stadtrundfahrten mit einem Hop-on-Hop-off-Bus

Die beste Art, sich einen ersten Eindruck von Hanoi zu verschaffen, ist eine Stadtrundfahrt mit einem der Hop-on Hop-off-Busse. Diese fahren täglich zwischen 9 und 17 Uhr im 30-Minuten-Takt insgesamt 13 Stationen an.

Die Fahrten starten gewöhnlich am nördlichen Ende des Hoan-Kiem-Sees nahe der Altstadt und führen an Hanois wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Preise: Stadtrundfahrt-Tickets kosten je nach Gültigkeitsdauer (4, 24 oder 48 Stunden) zwischen 300.000 und 770.000 Dong (10 bis 25 €). Kaufen kannst du sie entweder vor Ort an den Stationen oder online z.B. bei GetYourGuide*.

2. Cyclo fahren

Cyclofahrer in der Altstadt von Hanoi

Cyclo-Fahrer in der Altstadt von Hanoi

Mit einem Cyclo durch Hanois Innenstadt zu fahren, ist ein spannendes, aber auch nicht ganz ungefährliches Erlebnis. Einmal auf der Rückbank der Fahrradrikscha Platz genommen, geht es auch schon los – und mitten rein in den tosenden Verkehr. Hupende Mopeds vor, neben und hinter dir, dazu jede Menge Autos, Laster, Fahrräder und Fußgänger:innen. Ein bisschen Gottvertrauen braucht es da schon, um nicht die Nerven zu verlieren.

Preise: In Touristen-Gegenden (z.B. Altstadt) kosten Cyclo-Fahrten rund 300.000 Dong (ca. 10 Euro) pro Stunde. Der Preis sollte vor der Fahrt ausgehandelt werden. Trotzdem kommt es vor, dass die Fahrer dich abzocken wollen und nach der Tour mehr Geld verlangen.

3. Wasserpuppentheater besuchen

Der Besuch eines Wasserpuppentheaters in Vietnam ist geradezu Pflicht. Eins der meistbesuchten Theater dieser Art in Hanoi ist das Thang Long Water Puppet Theatre südöstlich des Westsees an der Dinh Tien Hoang Street Nr. 57B.

Wasserpuppentheater gibt es in Vietnam bereits seit mehr als 1000 Jahren. Die Stücke drehen sich meist um Mythen, Legenden und den ländlich-dörflichen Alltag. Die Protagonisten sind bis zu einem Meter große Puppen, die mittels langer Stangen durchs Wasser geführt werden.

4. Vietnamesische Kaffee-Spezialitäten probieren

Eiskaffee mit Kokosmilchschaum

Einfach lecker: Eiskaffee mit Kokosmilch

Dass es in Vietnam hervorragenden Kaffee gibt, ist bekannt. Vietnam besitzt zudem eine ausgeprägte Kaffeekultur, und dementsprechend viele Cafés gibt es. Der typische vietnamesische Kaffee wird mittels eines Alufilters, der auf die Tasse gesetzt wird, frisch aufgegossen. Getrunken wird er schwarz mit oder ohne Zucker, gesüßter Kondensmilch oder H-Milch.

Daneben gibt es aber noch zahlreiche weitere Zubereitungsarten. Unser persönlicher Favorit ist Eiskaffee mit Kokosmilch.

Unser Tipp: Die leckersten Kaffees haben wir in Hanoi bei "Cong" getrunken. "Cong" ist eine Kette, die in Hanoi mehr als ein gutes Dutzend Cafés betreibt. Viele davon befinden sich in alten Wohnhäusern und sind meist im Military-Schick eingerichtet.

5. Souvenirs shoppen

Die besten Shoppingmöglichkeiten in Hanoi bieten die Altstadt, das Französische Viertel und das Kathedralenviertel. In den Straßen gibt es zahlreiche Souvenirläden, in denen du u.a. handgefertigte Stempel, Briefpapier, Lack- und Keramikwaren sowie landestypische Musikinstrumente wie Zithern, Lauten und Xylophone kaufen kannst.

Unser Shopping-Tipp: Wenn du ein wirklich dekoratives und landestypisches Souvenir in Hanoi kaufen möchtest, nimm eine Wasserpuppe. Puppen in höherwertiger Qualität werden in den Wasserpuppentheatern am Hoan-Kiem-See und im Literaturtempel verkauft.

Praktische Tipps für Hanoi

Straßenverkehr

Wenn du Vietnams Hauptstadt besuchst, solltest du nicht zimperlich sein, was Verkehr, Lärm und Abgase betrifft. Von den rund sieben Millionen Einwohnern im Großraum Hanoi besitzen etwa fünf Millionen ein Moped. Eine Atemschutzmaske zu tragen, macht hier also durchaus Sinn.

Dichter Mopedverkehr im Zentrum von Hanoi

Moped-Chaos in Hanoi

Fußgänger haben es wegen des immensen Verkehrs nicht leicht in Hanoi. Heil und sicher über die Straße zu kommen, ist jedes Mal eine Herausforderung.

Unser Tipp: Nimm all deinen Mut zusammen und überquere trotz der zahllosen Mopeds schnurstracks die Straße. Andernfalls hast du in Hanoi verloren – und kommst vermutlich nie ans Ziel.

Fortbewegung und Transportmittel

Hanois wichtigste Sehenswürdigkeiten und touristische Zentren wie die Altstadt, das Französische Viertel und Kathedralenviertel liegen in der Nähe vom Hoan-Kiem-See und sind von dort aus fußläufig erreichbar. Ansonsten kannst du dir auch ein Motorradtaxi (ca. 5000 Dong / 0,16 Euro pro Kilometer) oder ein Cyclo mieten.

Alternativ kannst du dich in Hanoi preiswert mit öffentlichen Bussen (Fahrpreise zwischen 3000 und 5000 Dong / 0,11 bis 0,16 Euro) oder teurer mit Taxen fortbewegen. Der Grundpreis für eine Taxifahrt beträgt 10.000 Dong (0,33 Euro), der Kilometerpreis 11.000 Dong (0,36 Euro).

Unser Tipp: Wenn ein Taxameter zu schnell durchrattern sollte, ist es vermutlich manipuliert. In diesem Fall solltest du die Fahrt beenden, aussteigen und dir ein neues Taxi suchen.

Anreise nach Hanoi und Weiterreise

Mit dem Flugzeug

Hanois Internationaler Flughafen Noi Bai ist für die meisten Tourist:innen erste Station ihrer Vietnam-Reise (alternativ der Flughafen in Saigon). Vietnam Airlines fliegt mehrfach wöchentlich von Frankfurt, London und Paris nach Hanoi. Aber auch europäische Fluggesellschaften wie Turkish Airlines und Air France fliegen Hanoi an. Darüber hinaus bestehen von Hanoi Flugverbindungen nach Thailand (Thai Airways), Singapur (Singapore Airlines), Malaysia (Malaysia Airlines) und in viele andere asiatische Länder.

Vietnam besitzt außerdem ein dichtes Inlandsflugstreckennetz. Vietnam Airlines, VietJet Air und Jetstar verbinden die vietnamesische Hauptstadt mit fast allen Landesteilen. Von Hanoi nach Saigon (Ho Chi Minh City) und umgekehrt gibt es nahezu stündlich Flüge; nach Da Nang, Hue, Da Lat oder Phu Quoc mehrfach täglich.

Mit dem Zug

Fahrender Zug in den Bergen

Zugfahrt von Saigon nach Hanoi

Die wichtigste und längste Bahnstrecke in Vietnam verbindet Hanoi in Nordvietnam mit Saigon im Süden und wird daher auch Hanoi-Saigon-Route oder Nord-Süd-Bahn genannt. Auf der 1726 Kilometer langen Strecke verkehren diverse Züge unterschiedlicher Art und Ausstattung, darunter auch der beliebte Reunification Express Train.

Insgesamt dauert die Fahrt zwischen beiden Städten 33 bis 36 Stunden und kostet einfach zwischen 30 und 40 US-Dollar pro Person, im Schlafwagen (meist 4 bis 6 Betten) um die 60 US-Dollar.

Unser Tipp: Entlang der Strecke liegen viele touristisch spannende Reiseziele wie Hue, Da Nang, Nha Trang und Da Lat. Eine Zugfahrt von Hanoi nach Ho Chi Minh City bzw. umgekehrt ist daher ideal, um weite Teile Vietnams zu bereisen.

Zugtickets buchst du am besten online bei Vietnam Railways.

Hanois Hauptbahnhof (Ga Ha Noi) befindet sich an der Duong Le Duan Nr. 120, etwa 2,5 Kilometer südwestlich der Altstadt.

Mit dem Bus

Die preiswerten Open-Tour-Busse fahren von Hue nach Hanoi bzw. umgekehrt. Daneben gibt es in Hanoi mehrere Busbahnhöfe mit Verbindungen in alle Landesteile.

Ab Giap Bat etwa fahren u.a. Busse nach Haiphong, Ninh Binh und Saigon. Adresse: Giap Bat Bus Station, 6 Giai Phong, Hanoi.

Ab My Dinh geht es hauptsächlich in den Norden und Nordwesten Vietnams, u.a. nach Lao Cai und Sapa, Ninh Binh und alle halbe Stunde zur Halong-Bucht. Adresse: Bus Station My Dinh, 20 Pham Hung, My Dinh, Nam Tu Liem, Hanoi.

Ab Gia Lam fahren die Busse ebenfalls zur Halong-Bucht und nach Haiphong. Adresse: Gia Lam Bus Station, 09 Ngo Gia Kham, Ngoc Lam, Long Bien, Hanoi.

Hanoi – Häufige Fragen (FAQ)

Ist Hanoi für Tourist:innen sicher?

Hanoi gilt als relativ sicher für Tourist:innen. Allerdings sind an stark frequentierten Orten wie auf Hanois Bahnhof Diebstähle nicht ausgeschlossen, schreibt das Auswärtige Amt. Daher solltest du deine Wertsachen besser nah am Körper tragen und elektronische Geräte wie Smartphones und Kameras nicht zur Schau stellen.

Wie teuer sind Unterkünfte in Hanoi?

Ein Zimmer in einem Mittelklasse-Hotel kostet durchschnittlich zwischen umgerechnet 25 und 50 Euro; in einem Hostel zwischen 20 und 25 Euro. Für eine Nacht im Luxushotel bezahlst du zwischen 80 und 300 Euro.

Wie komme ich vom Flughafen in die Innenstadt?

Von Hanois Internationalem Flughafen Noi Bai fahren sowohl Taxen als auch Busse in die Innenstadt. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehrsaufkommen zwischen 40 und 60 Minuten. Der Preis für eine Taxifahrt liegt bei rund 300.000 Dong (ca. 10 Euro).

Welche vietnamesischen Gerichte sollte ich probieren?

Unbedingt probieren solltest du das vietnamesische Nationalgericht Pho. Pho ist eine klare Brühe mit Reisnudeln, Kräutern, Rind- oder Hühnerfleisch. In vielen Restaurants gibt es sie aber auch als vegane Variante. Weitere vietnamesische Spezialitäten sind Banh Mi (Sandwiches), Goi Cuon (Sommerrollen, bestehend aus Reispapier, Glasnudeln, Salat, Kräutern und häufig Garnelen) sowie Banh Xeo (Reismehl-Pfannkuchen).

Was kostet ein Essen in Hanoi?

Ein einfaches Streetfood-Gericht kostet meist nur etwa 1–3 € (30.000–90.000 Dong). In lokalen Restaurants zahlst du für eine Mahlzeit ungefähr 3–7 €, in gehobenen Restaurants 10–20 €.

Kann ich mich in Vietnam auf Englisch verständigen?

Die Amtssprache in ganz Vietnam ist Vietnamesisch. Aber viele Vietnamesen, vor allem in großen Städten und Touristengegenden, sprechen auch Englisch. Eine Verständigung sollte in den meisten Fällen daher kein Problem sein.

Gibt es besondere Feste?

Das wichtigste vietnamesische Fest ist das Tet-Fest (vietnamesisches Neujahrsfest). Es findet alljährlich zwischen Ende Januar und Mitte Februar statt. Der genaue Termin richtet sich nach dem Mondkalender und kann von Jahr zu Jahr variieren. Während der Feierlichkeiten sind in Hanoi und andernorts in Vietnam Tempel und Straßen reich geschmückt. An vielen Orten finden kulturelle Veranstaltungen statt.

Brauche ich ein Visum für Vietnam?

Bei Aufenthalten bis zu 45 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum für Vietnam. Erforderlich sind lediglich ein Reisepass und ein Weiter- bzw. Rückflugticket. Der Reisepass muss am Tag der Einreise noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein.

Darf ich in Vietnam E-Zigaretten rauchen?

Die Einfuhr wie auch das Rauchen und der Besitz von E-Zigaretten einschließlich Verdampfern, Tabakerhitzern etc. ist laut Auswärtigem Amt strikt verboten. Bei Missachtung des Verbots drohen Geldstrafen bis zu 3 Milliarden Dong (knapp 10.000 Euro) oder bis zu 15 Jahren Haft.

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