Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Mandalay und Umgebung – Alle Infos und Tipps

Sehenswürdigkeiten Mandalay

Pagoden, Klöster, Kunsthandwerksbetriebe: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Mandalay und Umgebung

9 Sehenswürdigkeiten in Mandalay und Umgebung, die du auf keinen Fall verpassen solltest

1. Mahamuni-Pagode

Mahamuni-Pagode. Mandalay

Mahamuni-Pagode in Mandalay

In der Mahamuni-Pagode in Mandalay befindet sich eins der wichtigsten und am meisten verehrten Heiligtümer Myanmars: die Mahamuni-Statue. Dabei handelt es sich um eine knapp vier Meter hohe Buddha-Statue, die mit Ausnahme des Gesichts zentimeterdick mit Blattgold überzogen ist.

Täglich kommen hunderte gläubige Buddhisten in die Mahamuni-Pagode, um Blattgold an der Mahamuni-Statue anzubringen. Dieses Privileg ist allerdings nur Männern vorbehalten. Frauen dürfen den allerheiligsten Bereich mit der Mahamuni-Statue nicht betreten (einen Kommentar erspare ich mir an dieser Stelle). Das Gewicht des Goldes, von dem die Mahamuni-Statue geradezu ummantelt wird, wird mittlerweile auf mehrere Tonnen geschätzt. Jeden Morgen waschen Mönche das Gesicht des Mahamuni-Buddhas und putzen sogar dessen Zähne.

Mahamuni-Statue, Mahamuni-Pagode

Mahamuni-Statue in der Mahamuni-Pagode

Zur Mahamuni-Pagode führen vier Zugänge, einer je Himmelsrichtung. Alle Zugänge sind rechts und links mit Souvenir- und Kunsthandwerksständen geradezu gepflastert. Verkauft werden vor allem religiöses Kunsthandwerk (geschnitzte oder mit Blattgold überzogene Buddha-Statuen und Gongs), Devotionalien, Bücher und Blumenschmuck. In den Gängen, die allesamt auf die Mahamuni-Satue im Zentrum der Tempelanlage zulaufen, finden sich auch Geldwechselstuben und ATM.

Die Mahamuni-Statue steht leicht erhöht in einem separaten Raum. Davor befinden sich mehrere Bänke und ein meterlanger Teppich zum Beten und Meditieren.

Die Mahamuni-Pagode gehört neben der Kyaiktiyo-Pagode (Goldener Fels) und der Shwedagon-Pagode in Yangon zu den heiligsten buddhistischen (Pilger-)Stätten in Myanmar.

2. Kuthodaw-Pagode (Das größte Buch der Welt)

Kuthodaw-Pagode, Mandalay

Die Stupas in der Kuthodaw-Pagode schützen das größte Buch der Welt

Die 1868 fertiggestellte Kuthodaw-Pagode in Mandalay wird auch "Das größte Buch der Welt" genannt. Dieses besteht aus 729 Marmorplatten, auf denen der Tipitaka (auch "Dreikorb" oder Pali-Kanon = Zusammenfassung der Lehren Buddhas) verewigt ist. Gut siebeneinhalb Jahre soll es gedauert haben, das "größte Buch der Welt" fertigzustellen. Jede Marmorplatte wird von einer kleinen, weißen Stupa geschützt.

Einen guten Blick auf die Mini-Stupas mit den 729 Marmorplatten hat man von der Maha Lawka Marazein-Pagode im Zentrum der Anlage oder vom nahen Mandalay Hill (240 m, siehe unten).

3. Mandalay Hill

Aussichtsterrasse, Mandalay Hill

Touristen-Magnet: Aussichtsterrasse auf dem Mandalay Hill

Ein Ausflug auf den 240 Meter hohen Mandalay Hill lohnt vor allem wegen des Panoramablicks über Mandalay, die umliegenden Reisfelder, den Irrawaddy, bis hin zu den 600 Pagoden und Klöstern in Sagaing. Den besten Blick hat man von der Aussichtsplattform der Sutaungpyei-Pagode auf der Kuppe des Hügels.

Auf den Hügel führen mehrere Treppenaufgänge mit mehr als jeweils 1000 Stufen. Wer sich den schweißtreibenden Weg sparen möchte, kann auch mit dem Sammeltaxi oder Taxi auf den Mandalay Hill fahren. Die Straße endet an einem Parkplatz unterhalb der Sutaungpyei-Pagode. Die letzten Meter hinauf zur Pagode und der Aussichtsterrasse können mit der Rolltreppe oder dem Lift zurückgelegt werden. Zu beachten ist, dass Aufzug und Rolltreppen tagsüber nur aufwärts fahren, nach Sonnenuntergang nur abwärts.

Die meisten Touristen kommen zum Sonnenuntergang auf den Mandalay Hill. Spätestens ab 16.30 / 17 Uhr ist die Aussichtsterrasse gerammelt voll. Der Eintritt kostet 1000 Kyat (0,75 Euro).

4. Kyauktawgyi Buddha Tempel

Der Kyauktawgyi Buddha Tempel (fertiggestellt 1878) befindet sich nahe dem Südeingang zum Mandalay Hill. Berühmt ist der Tempel vor allem für den Kyauktawgyi-Buddha, einer sitzenden und aus einem einzigen Marmorblock gemeißelten Buddha-Statue. Bis zu 12.000 Männer sollen den riesigen und mehrere hundert Tonnen schweren Marmorblock einst von Sagaing (siehe unten) zum Kyauktawgyi-Tempel transportiert haben.

5. Königspalast (Fort Mandalay)

In Mandalay führen fast alle Wege zum Königspalast – oder zumindest daran vorbei. Das Palastgelände ist insgesamt vier Quadratkilometer groß und mit seinen acht Meter hohen und drei Meter dicken Mauern, Wachtürmen und Toren eine riesige Festung. Das gesamte Areal wird von einem drei Meter tiefen Wassergraben umgeben.

König Mindon ließ seine Residenz 1857 erbauen. Vom einstigen "Golden Palace" mit 120 Gebäuden ist allerdings nichts mehr übrig. Der Palast und spätere Sitz der britischen Kolonialverwaltung fiel 1945 bei den Kämpfen zwischen den Briten und der japanischen Armee den Flammen zum Opfer.

In den 1990er-Jahren ließ die Militärregierung Myanmars den Großteil der Palastgebäude wieder aufbauen. Viele der aus Stein errichteten Gebäude stehen heute allerdings leer und erinnern mit ihren Wellblechdächern alles andere als an goldene Palastzeiten. Seit 1995 ist das Gelände Stützpunkt der burmesischen Armee.

Das Palastgelände steht Besuchern zwar offen (Eingang Eastern Gate), doch darf nur der ausgeschilderte Weg zum Palastkomplex im Zentrum des Areals betreten oder mit dem Fahrrad befahren werden. Dort befindet sich auch ein kleines Museum mit einigen Überbleibseln aus königlichem Besitz. Den besten Blick über das gesamte Palastgelände bietet der Observation Tower, ein 50 Meter hoher, hölzerner Wachturm.

Der Königspalast ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 5 US Dollar.

6. Shwenandaw-Kloster

Das Shwenandaw-Kloster ist das einzige Überbleibsel vom einstigen Königspalast. Da König Thibaw das Gebäude und Gemach seines Vaters, König Mindon, nach dessen Tod abbauen und 1880 außerhalb der Palastmauern neu errichten ließ, blieb der Teakholz-Bau 1945 beim Brand verschont. Nach dem Wiederaufbau stiftete König Thibaw das Gebäude als Kloster.

Das Shwenandaw-Kloster lässt erahnen, wie prächtig der Königspalast in Mandalay einmal ausgesehen haben muss. Das gesamte Gebäude ist vom Dach bis zum Boden mit Holzschnitzereien kunstvoll und reich verziert. Filigrane Figuren, Blumen- und Blütenornamente finden sich an Wänden, Türen, Aufgängen und am gesamten Dach.

7. Kunsthandwerksbetriebe in Mandalay (Steinmetzarbeiten, Goldbeating, Schnitzkunst)

Goldbeating, Mandalay

Goldschläger bei der Arbeit

In Mandalay gibt es zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe. In den Werkstätten für Blattgoldherstellung (Goldbeating), Holzschnitz- und Steinmetzarbeiten (Stone Carving) wird in erster Linie religiöses Kunsthandwerk gefertigt.

Die Steinmetze an der Mahamuni-Pagode stellen hauptsächlich Buddha-Statuen her. Diese werden aus Stein oder Marmor gemeißelt.

Das Blattgold, das die Goldschläger rund um die 37. und 78. Straße produzieren, dient hauptsächlich zur Verzierung von Pagoden und Buddha-Statuen. Goldbeating ist ein komplizierter und langwieriger Prozess. Stundenlang schlagen die Männer mit schweren Hämmern auf das Gold, um es in immer kleinere Stücke zu zerteilen, bis es Blattgold ist. Zehnerpäckchen kosten je nach Größe zwischen 4000 und 8000 Kyat (3 bis 6 Euro). In den Goldbeating-Werkstätten wie bei "King Galon" an der 36. Straße (zwischen 77. und 78. Straße) werden neben den Blattgold-Päckchen auch vergoldete Banyan-Blätter, Schalen, Schachteln und Tierfiguren verkauft.

Die meisten Holzschnitz-Betriebe in Mandalay befinden sich wie die Steinmetzereien in der Nähe der Mahamuni-Pagode. Hier werden hauptsächlich Buddha- und Mönchsfiguren sowie Holz- bzw. Klosterreliefs geschnitzt.

Neben den genannten Kunsthandwerksbetrieben gibt es in Mandalay auch Glocken- bzw. Bronzegießereien, Werkstätten für die Herstellung von Htis (Schirme / Kronen für Stupas), Silberschmieden, Webereien und Tapisserien.

8. Märkte in Mandalay

Der Zegyo Markt (Zentralmarkt) in der Aung San Road ist der größte Markt in Mandalay und einer der größten Märkte Myanmars. In dem wenig attraktiven Betonklotz werden neben Bekleidung (T-Shirts, Seiden- und Baumwoll-Longyis) auch Bücher, Schmuck, Lackwaren und Edelsteine verkauft. Im Nyaung Pin Bazaar an der 19. Straße gibt es Lebensmittel aller Art. Auf dem Nachtmarkt an der 84. Straße (zwischen 26. und 28. Straße) werden bis circa 22 Uhr alle Art von Bekleidung, Haushaltswaren und elektrische Geräte gehandelt.

9. Amarapura, Ava, Sagaing – Ausflüge in die alten Königsstädte (Ancient Cities)

U Bein-Brücke, Amarapura

Die U Bein-Brücke in Amarapura ist die längste Teakholzbrücke der Welt

Amarapura, Ava und Sagaing sind drei frühere Königsstädte in der näheren Umgebung von Mandalay. Höhepunkte bei Besuchen der alten Königsstädte sind u. a. die U Bein-Brücke bei Amarapura, die Mönchsspeisung im Mahagandayon-Kloster, Besichtigungen alter Teakholz-Klöster, eindrucksvoller Pagoden sowie eine Kutschfahrt oder Fahrradtour durch die ruhige, dörflich-ländliche Umgebung von Inwa.

Tagesausflüge nach Amarapura, Inwa (ehemals Ava) und Sagaing können in Mandalay auf eigene Faust organisiert werden. Private Fahrer vermitteln die meisten Hotels in Mandalay. Der Tagespreis beträgt etwa 40 Euro. Preiswerter sind Fahrten mit dem Moped-Taxi oder Mietfahrrad.

Geschichte der Königsstädte: Im Laufe der Geschichte verlagerten Burmas Könige ihre Regierungszentren immer wieder in andere Städte. Bei Umzügen ließen sie ihre hölzernen Paläste abbauen und in der neuen Hauptstadt wieder aufbauen.

Nach dem Niedergang Bagans wurde 1315 zunächst Sagaing Hauptstadt, rund 50 Jahre später, von 1364 bis 1773, die neu gegründete Stadt Ava (später Inwa). 1781 verlegte König Bodawpaya seine Residenz nach Amarapura. Unter König Bagyidaw wurde 1823 wieder Ava Hauptstadt, unter König Mindon, 1841, erneut Amarapura. 1857 verlegte König Mindon seinen Regierungssitz schließlich nach Mandalay.

Sehenswürdigkeiten in Amarapura

Erste Station auf der Tour von Mandalay in die alten Königsstädte (Ancient Cities) ist das elf Kilometer südlich von Mandalay gelegene Amarapura ("Stadt der Unsterblichkeit"). Wer den Touristenansturm auf die U Bein-Brücke zum Sonnenuntergang meiden möchte, sollte die Brücke tagsüber besuchen.

U Bein-Brücke

U Bein Brücke, Amarapura

U Bein-Brücke in Amarapura

Mit 1,2 Kilometern ist die U Bein-Brücke bei Amarapura die längste Teakholzbrücke der Welt. Sie führt über den Taungthaman-See, der in der Regenzeit zwischen Juli und August den höchsten Wasserstand hat. Namensgeber für die Brücke war der einst für Amarapura zuständige Bürgermeister U Bein, der die Brücke 1850 erbauen ließ. Für den Bau wurde Holz aus dem ehemaligen Königspalast in Ava verwendet.

Die U Bein-Brücke wird von mehr als 1000 Holzpfählen gestützt. Einige sind im Laufe der Jahre und Jahrzehnte allerdings verrottet und inzwischen gegen Betonpfeiler ausgetauscht worden.

Über die U Bein-Brücke zu laufen, ist ein besonderes Erlebnis. Beim Hinübergehen schwankt die Brücke leicht, das Holz ist stellenweise marode, ein Geländer zum Festhalten gibt es nicht. Auf der Brücke laden hier und da Holzbänke zum Verweilen ein. Alle paar hundert Meter finden sich überdachte Pavillons mit Souvenirständen. Am östlichen Ende der Brücke lohnt ein Besuch der nahen Kyauktawgyi-Pagode. Sie wurde 1847 erbaut und beherbergt eine große Buddha-Statue aus Marmor.

Ohne Zweifel ist ein Besuch der U Bein-Brücke bei Sonnenuntergang ein besonderes Highlight. Doch ist es ab spätem Nachmittag auf der Brücke meist so voll, dass man stellenweise warten muss, um vorwärts zu kommen. Alternativ empfiehlt sich eine Ruderboot-Tour hinaus auf den Taungthaman-See. Vom Wasser hat man einen besonders schönen Blick auf die U Bein-Brücke und den Sonnenuntergang.

Mahagandayon-Kloster (Mönchsspeisung)

Mönchsspeisung, Mahagandayon-Kloster

Mönchsspeisung im Mahagandayon-Kloster

Jeden Vormittag wird das Mahagandayon-Kloster in Amarapura von Touristen geradezu gestürmt. Anlass ist die Mönchsspeisung um 10.30 Uhr.

Die ersten Touristen kommen bereits um halbzehn, um sich am Weg zum Speisesaal einen guten Platz zum Fotografieren oder Filmen zu sichern. Eine Stunde später ist es soweit. Wie aus dem Nichts erscheinen hunderte Mönche und Novizen und reihen sich mit ihren Almosenschalen in der Warteschlange vor dem Speisesaal ein. Kameras klicken, Selfie-Stangen kreisen über den glatt rasierten Köpfen der Mönche.

Die Mönche scheint der Rummel nicht zu stören. Geduldig warten sie, bis ihre Teller und Almosenschalen gefüllt sind und begeben sich anschließend in den Speisesaal. Unter den Blicken hunderter, fotohungriger Touristen, von denen manche leider alle Regeln missachten. Einige versperren den Mönchen mit ihren Kameras den Weg, andere halten sich nicht an die Kleiderordnung und springen halbnackt in Shorts, Minirock und Tank-Top durch die Klosteranlage.

Die Lebensmittel, aus denen die Speisen für die Mönche in der großen Klosterküche zubereitet werden, sind Spenden von Gläubigen aus der Nachbarschaft. Zum Dank laden die Mönche die Spender ein, mit ihnen im Kloster zu speisen.

Neben Touristen kommen zur täglichen Mönchsspeisung auch viele Arme aus der Umgebung ins Mahagandayon-Kloster, um um Essen und Almosen zu betteln.

Im 1914 gegründeten Mahagandayon-Kloster leben rund 1000 Mönche zweier unterschiedlicher Orden. Die Klosteranlage mit Ordination Hall, Bibliothek, Schule, Mönchs-Unterkünften, Klosterküche, Speisesälen und Wirtschaftsgebäuden gehört zu den flächenmäßig größten in Myanmar. Darüber hinaus ist das Kloster für seine strenge Disziplin bekannt.

Königspalast

Bis auf wenige Ruinen ist von dem einstigen Königspalast im Amarapura nichts übrig geblieben. König Mindon hatte den Teakholz-Palast vor seinem Umzug nach Mandalay 1857 abbauen und in seiner neuen Hauptstadt wieder aufbauen lassen.

Kunsthandwerksbetriebe

In Amarapura gibt es zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe. Hier finden sich vor allem Holzschnitzereien, Steinmetzereien, Seiden- und Baumwollwebereien. In den Webereien in und nahe Amarapura werden hochqualitative Longyis, Kissenbezüge, Schals, Tücher und Stoffe gewebt. Ein reiner Seidenschal kostet je nach Größe bis zu mehreren hundert US Dollar. Um einiges preiswerter sind Textilien aus einem Seiden-Baumwollgemisch.

Sehenswürdigkeiten in Inwa (Ava)

Die einstige Königsstadt Ava (heute Inwa) liegt gut sechs Kilometer südwestlich von Amarapura und 20 Kilometer von Mandalay entfernt. Inwa ist nur mit der Fähre über den Myitnge-Fluss (von Amarapura oder Mandalay kommend) oder über den Irrawaddy (von Sagaing) zu erreichen. Die Fähren (Longtailboote) fahren nach Bedarf und nehmen auch Fahrräder und Mopeds mit. Die Überfahrten dauern zwischen gut fünf und zehn Minuten.

Inwa ist bekannt für einige sehr sehenswerte Klöster wie das komplett aus Teakholz erbaute Bagaya-Kloster. Ein weiterer Reiz Inwas liegt in der verschlafen wirkenden ländlichen Umgebung mit kleinen Dörfern, Bananenplantagen, Reis- und Kohlfeldern.

Mit der Pferdekutsche durch Inwa

Pferdekutsche, Inwa

Pferdekutsche in Inwa

Alternativ zu einer Fahrradtour bietet sich in Inwa eine Rundfahrt mit der Pferdekutsche an. Kutschen können unweit des Fähranlegers am Myitnge-Fluss beim Small River Restaurant gemietet werden. Dort befindet sich die Halte- und Sammelstelle für Droschken.

Eine etwa dreistündige Kutschfahrt kostet für zwei Personen zwischen 10.000 und 12.000 Kyat (9 bis 11 Euro). Die Touren führen über Land zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Dazu zählen u. a. das Bagaya-Kloster und das Mahar Aung Mye Bon San-Kloster.

Die einachsigen Kutschen mit großen Holzrädern bieten Platz für maximal zwei Erwachsene und ein bis zwei Kinder. Der Einstieg erfolgt von hinten über einen Metalltritt. Unter einer Plane befinden sich zwei gegenüber liegende, schmale Bänke. Der Kutscher sitzt vorn. Die Fahrt über teilweise desolate Straßen und unbefestigte Wege ist stellenweise etwas holperig.

Bagaya-Kloster

Das Bagaya-Kloster liegt ein paar Kilometer außerhalb von Inwa inmitten von Reisfeldern. Das Kloster wurde 1834 unter König Bagyidaw (reg. 1819–1837) vollständig aus Teakholz erbaut. In der Länge misst die Anlage rund 57 Meter, in der Breite 30 Meter. Das Bagaya-Kloster wird von 267 Teakholzpfeilern gestützt. Der längste Pfeiler ist 18 Meter hoch und hat einen Umfang von knapp drei Metern. Sehenswert im Bagaya-Kloster sind zudem die kunstvollen Schnitzereien an Türen, Fenstern und Geländern. Leider ist das Holz mit der Zeit an vielen Stellen marode geworden.

Im Bagaya-Kloster ist auch eine Schule untergebracht. Den Lehrer trafen wir in einer der hinteren Ecken an, vor dem Fernseher zwischen Stapeln von Büchern sitzend.

Mahar Aung Mye Bon San-Kloster

Mahar Aung Mye Bon San-Kloster, Inwa

Mahar Aung Mye Bon San-Kloster in Inwa

Das Mahar Aung Mye Bon San-Kloster (auch Me Nu Oak-Kloster) wurde 1822 im Auftrag von Königin Nanmadaw Me Nu, König Bagyidaws Ehefrau, für den königlichen Abt Nyaunggan Sayadaw U Po erbaut. Das aus Stein errichtete Kloster wurde durch das schwere Erdbeben 1838 in Teilen zerstört. Sinphyumashin, die Tochter Me Nus und eine Frau König Mindons, ließ das Gebäude 1873 restaurieren.

Das Mahar Aung Mye Bon San-Kloster ähnelt mit seinem mehrstufigen Dach architektonisch den Teakholz-Klöstern aus der Konbaung-Dynastie des 19. Jahrhunderts. Die Außenmauern, Türen, Fenster und Balustraden des Klosters sind reich verziert. Über eine Treppe erreicht man eine Terrasse, auf der man das Kloster umrunden kann.

Sehenswürdigkeiten in Sagaing

Ava-Brücke, Sagaing

Irrawaddy und Ava-Brücke

Sagaing ist eins der größten buddhistischen Zentren in Myanmar. Rund 600 Pagoden, Klöster und Meditationszentren finden sich auf und nahe dem Sagaing-Hügel.

Sagaing liegt nördlich von Inwa am gegenüberliegenden Ufer des Irrawaddy und circa 20 Kilometer von Mandalay entfernt. Sagaing und Mandalay sind über die 700 Meter lange Ava-Brücke miteinander verbunden. Die Brücke wurde 1934 von den Briten errichtet und war bis Ende des 20. Jahrhunderts die einzige Brücke über den Irrawaddy. Sie wird auch heute noch von Zügen befahren. Seit 2008 verbindet auch die gut 600 Meter nördlich liegende, 1,7 Kilometer lange und vierspurige Neue Ava-Brücke (auch Irrawaddy- oder Yadanabon-Brücke) Mandalay und Sagaing.

Hauptanziehungspunkte für Touristen in Sagaing sind die U Min Thonze-Pagode und Sun U Ponnya Shin-Pagode.

U Min Thonze-Pagode

Buddha-Statuen, U Min Thonze-Pagode

Buddha-Statuen in der U Min Thonze-Pagode

Die U Min Thonze-Pagode auf dem Sagaing-Hügel wird auch die Pagode der 30 Höhlen genannt. Diese Bezeichnung ist auf die mit vergoldeten Stuck-Ornamenten verzierten, schmalen und vergitterten Eingänge zurückzuführen. Die "Höhle" ist in Wirklichkeit eine sichelförmige Kolonnade mit 45 nebeneinander sitzenden, gold gewandeten Buddha-Statuen, die allesamt Spenden sind.

Der farbige Kachelboden und die mit grünen Glasmosaiken verzierten Wände lassen das Innere der Kolonnade wie einen Palast erscheinen. Besucher betreten die Kolonnade durch den einzigen, nicht vergitterten Zugang im vorderen Teil des Gebäudes.

Sun U Ponnya Shin-Pagode

Die Sun U Ponnya Shin-Pagode befindet sich wie die U Min Thonze-Pagode auf dem Sagaing-Hügel. Die 1312 erbaute, goldene Paya ist 29 Meter hoch und wird von einem Hti gekrönt. In der Gebetshalle befinden sich eine überlebensgroße, sitzende Buddha-Statue sowie ein Möhren knabbernder Hase aus Bronze, der an eine frühere Inkarnation Buddhas erinnern soll.

Von der Terrasse der Sun U Ponnya Shin-Pagode bietet sich eine schöne Aussicht auf den Irrawaddy und die umliegenden Pagoden von Sagaing.

Reisetipps für Mandalay

Wie ganz Myanmar ist auch Mandalay seit einigen Jahren im Aufbruch. Die Stadt verändert sich beinahe täglich. Die Zahl der Autos und Mopeds nimmt zu, Trishaws (Fahrrad-Rikschas) hingegen werden immer seltener auf Mandalays Straßen. An vielen Ecken Mandalays wird gebaut. Es entstehen moderne Shopping Malls und Hotels*, die das Stadtbild zunehmend prägen.

Was die touristische Infrastruktur betrifft, ist Mandalay hinter anderen südostasiatischen Großstädten wie Bangkok, Phnom Penh oder Kuala Lumpur allerdings noch weit zurück. Restaurants muss man teilweise suchen, Nachtleben gibt es so gut wie gar nicht. Aber genau das ist es, was den Reiz Mandalays ausmacht: eine gewisse Ursprünglichkeit und Authentizität.

Mandalay liegt am Ufer des Irrawaddy im Zentrum von Myanmar und ist Hauptstadt der Mandalay-Region, eine der 15 Verwaltungseinheiten des Landes. Mandalay hat mehr als eineinhalb Millionen Einwohner und ist nach Yangon (Rangun) die zweitgrößte Stadt Myanmars.

Hotel-Tipps für Mandalay

Empfehlenswerte Hotels in Mandalay sind u. a. das Bagan King Hotel *, das The Home Hotel * und das Triumph Hotel Mandalay *. Viele weitere Hotels in Mandalay findest du in der Hotelübersicht * bei Booking.com oder unten auf der Karte.

Anzeige --- Hotels in Mandalay
Tipp: Verkleinere die Karte, um weitere Unterkünfte anzuzeigen

Booking.com

So kommst du nach Mandalay

Mandalay verfügt über einen internationalen Flughafen. Flugverbindungen bestehen u. a. nach Bangkok, Singapur und Hong Kong. Darüber hinaus werden die meisten inländischen Flughäfen angeflogen, darunter Bagan, Heho (Nyaung Shwe / Inle-See), Yangon und Thandwe (Ngapali-Beach). Der Mandalay International Airport liegt 35 Kilometer südlich der Stadt.

In der überschaubaren Ankunftshalle des Flughafens befinden sich Stände von Sim-Karten-Anbietern, ATM, Wechselstuben, die Tourist Information sowie ein Transportation Counter. Taxifahrten vom Flughafen in die Innenstadt kosten ca. 12.000 Kyat (11 Euro). Je nach Verkehrsaufkommen dauert die Fahrt zwischen 30 und 40 Minuten.

Bahn- und Busverbindungen bestehen u. a. zwischen Mandalay, Yangon und Bagan. Der Bahnhof in Mandalay befindet sich in der 78. Straße südlich des Königspalastes.

Schiffe verkehren zwischen Mandalay Yangon, Bhamo (Kachin-Staat) und Bagan. Die Schiffsfahrt von Mandalay nach Bagan dauert gut 15 Stunden.

Taxi fahren in Mandalay

Taxi fahren ist in Mandalay vergleichsweise günstig. Für eine vierstündige private Taxifahrt zu einigen Hauptsehenswürdigkeiten in Mandalay wie der Mahamuni-Pagode, Kuthodaw-Pagode und Mandalay Hill haben wir 12.000 Kyat (11 Euro) bezahlt. Private Taxifahrten können am besten über die Hotels in Mandalay gebucht werden.

Mandalays Geschichte – Kurzüberblick

Mandalay wurde 1857 von König Mindon gegründet und war bis 1885 Hauptstadt des birmanischen Königreichs. 1885 eroberten die Briten Mandalay. König Thibaw, Mindons Sohn und Nachfolger, wurde ins Exil verbannt und Yangon die neue Hauptstadt Burmas. Das endgültige Aus für Mandalay kam im Jahr 1945 während des Zweiten Weltkriegs: Bei den Kämpfen zwischen den Briten und der japanischen Armee wurde die Stadt zerstört.

Diese Seiten über Myanmar solltest du ebenfalls lesen!


U Bein-BrückeHighlights in MyanmarLesen Shwedagon PagodeYangon HighlightsLesen
Sulamani-Tempel, BaganBagan HighlightsLesen Einbeinruderer, Inle-SeeInle-SeeLesen
Ngapali BeachNgapali BeachLesen Pindaya CavesPindaya CavesLesen

Packliste und Checkliste für deinen Myanmar-Urlaub

Hast du für deine Myanmar-Reise alles besorgt und eingepackt? Falls du nicht sicher bist, schau dir meine Packliste und Urlaubscheckliste an.

[ nach oben ]

Planet2Go – Der Reiseblog
von Gudrun Brandenburg

  • Gudrun
  • Hi, ich bin Gudrun, Redakteurin, Anfang 50, lebe in Berlin, liebe Südostasien und die Welt und schreibe den Reiseblog Planet2Go. Schön, dass du auf meiner Seite bist!

Praktisches am Rande

Sicherheit auf Reisen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie unter "Details ansehen"
Zustimmen ✔ Details ansehen