Pindaya und Pindaya Caves – Tipps für Ausflüge zu Myanmars berühmten Höhlen

Pindaya Caves, Myanmar

Pindaya Caves in Myanmar

Pindaya – Überblick Stadt und Sehenswürdigkeiten

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Die Stadt Pindaya liegt 1200 Meter hoch im gebirgigen Teil des Shan-Staates von Myanmar. Attraktion in Pindaya sind die Pindaya Caves, ein Höhlensystem mit mehr als 8000 Buddha-Statuen. An Markttagen lohnt außerdem ein Besuch des so genannten Five Day Market, auf dem Angehörige unterschiedlicher Bergvölker (Hill Tribes) ihre Waren verkaufen.

Die Stadt Pindaya ist zudem bekannt für ihre Webereien, die Herstellung von Shan-Papier und die daraus gefertigten Schirme. Darüber hinaus entwickelt sich die Region zunehmend zum Trekking-Paradies. Besonders reizvoll in der Umgebung von Pindaya sind die fruchtbaren Täler und Hochebenen sowie die noch authentischen Bergdörfer der Shan, Danu, Pa-O und Palaung. Das Gebiet rund um Pindaya wird als die Schweiz Burmas bezeichnet.

Das Zentrum von Pindaya bildet der Pone Taloke Lake. Südlich des Sees befinden sich einige Resorts wie u. a. das Conqueror Hotel Pindaya* und das Golden Cave Hotel*. Nur wenige hundert Meter nördlich des Golden Cave Hotels bietet das Restaurant "Green Tea" neben gutem und günstigem Essen auch eine schöne Terrasse mit Seeblick.

Pindaya Caves (Shwe Oo Min Natural Cave Pagoda)

Pindaya Caves, Myanmar

Pindaya Caves – Die vorderste Höhlenkammer

Die Shwe Oo Min Natural Cave Pagoda, auch Pindaya Caves genannt, ist nicht nur Touristenmagnet, sondern auch Pilgerstätte für zahlreiche buddhistische Gläubige. Die Kalksteinhöhlen mit mehr als 8000 Buddha-Statuen liegen an einem felsigen Hang am südlichen Stadtrand von Pindaya. In mehreren Höhlenkammern türmen sich die Buddha-Statuen bis zur mehr als 20 Meter hohen Decke. Die vorderste Kammer ist so zugestellt, dass Besucher in den schmalen Gängen mitunter den Bauch einziehen müssen.

Der Großteil der Buddha-Statuen in den Pindaya Caves stammt aus dem 18. Jahrhundert. Daneben finden sich aber auch Statuen aus älterer wie aus jüngerer Zeit. Bei allen Statuen handelt es sich um Spenden. Manche Buddhafiguren sind meterhoch, andere wiederum kaum größer als ein Handteller. Es gibt Statuen aus Gold, Marmor, Bronze, Gips, Zement und Holz. Die hölzernen Buddha-Statuen in der hinteren Höhlenkammer stehen mittlerweile hinter Glas, um sie vor Feuchtigkeit und Verfall zu schützen.

Doch nicht nur die riesige Buddha-Sammlung ist beeindruckend, auch die gewaltige Höhle selbst. Von der Decke hängen meterlange Stalagtiten. Aus dem Boden wachsen riesige Stalagmiten. Mancherorts finden sich kleine, kaum beleuchtete Meditationskammern, die nur durch einen schmalen Spalt und kriechend erreicht werden können. Die hinteren, großen Höhlenkammern gleichen Museumshallen und sind hell erleuchtet. Einen guten Überblick über die verschiedenen Mudras (Handgesten) Buddhas bieten die von Kambodscha gespendeten Marmor-Statuen auf der Galerie.

Pindaya Caves, Myanmar

Pindaya Caves – Treppen und Blick auf die Umgebung

Um Spenden unterschiedlicher Herkunft handelt es sich bei sämtlichen Bestandteilen der mehrere hundert Meter langen, überdachten Treppe, die sich von der Shwe Oo Min Pagoda Street in Pindaya den Berg hinauf zur Höhle schlängelt. Der schweißtreibende Aufstieg zu Fuß dauert rund 45 Minuten. Alternativ führt eine Straße zu den Pindaya Caves. Sie endet an einem Parkplatz nur wenige Meter unterhalb des Höhleneingangs. Das letzte Stück zur Höhle kann entweder über die Treppe mit rund 100 Stufen oder in einem gläsernen Aufzug zurückgelegt werden. Oben bietet sich ein schöner Blick auf die Berge, umliegende Pagoden und die Stadt Pindaya mit dem Pone-Taloke-See.

Unten am Parkplatz vor der Höhle deuten ein Bogen schießender Prinz und eine schwarze Riesenspinne auf eine der Legenden um die Pindaya Caves hin. Diese besagt, dass einst sieben Prinzessinnen von einer Spinne in der Höhle gefangen gehalten worden seien. Prinz Kummabhaya von Nyaung Shwe habe sie gerettet. Nachdem der Prinz die Riesenspinne mit Pfeil und Bogen getötet hatte, befreite er die sieben Prinzessinnen aus der Gefangenschaft. Anschließend nahm er die schönste von ihnen zur Gemahlin. Eine weitere Legende besagt, dass die Pindaya Caves durch einen geheimen Gang mit Bagan verbunden seien. Dieser Gang soll früher den Königen als Fluchtweg gedient haben.

Die Pindaya Caves sind täglich von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3000 Kyat (2,20 Euro). Fotografieren und Filmen kosten 300 Kyat (ca. 0,20 Euro) zusätzlich.

Five Day Market in Pindaya

Verkäuferin, Five Day Market, Pindaya

Bohnen-Verkäuferin auf dem Fünf-Tage-Markt in Pindaya

Alle fünf Tage findet in Pindaya der so genannte, zwischen mehreren Orten rotierende Five Day Market statt. Viele Bewohner der umliegenden Bergdörfer machen sich bereits mitten in der Nacht mit ihren schweren Körben auf den Weg hinunter zum Markt nach Pindaya. Verkauft wird alles, was in der Region wächst und gedeiht: Zuckerrohr, Bohnen, Tomaten, Kohl, Kräuter, Äpfel, Weintrauben und vieles andere mehr. Daneben gibt es auch Stände mit getrocknetem Fisch, Thanaka-Holz, Werkzeugen, Bambuskörben und Bekleidung sowie zahlreiche Garküchen. Ein Großteil des trubeligen Marktes ist mit grünen Plastikplanen überdacht.

Trekking in Pindaya

Die bergige Region zwischen Pindaya und der südlich liegenden Stadt Kalaw eignet sich bestens für Trekkingtouren in die umliegenden Bergdörfer der Shan, Danu, Pa-O und Palaung. Hilfe bei der Vermittlung eines ortskundigen Guides bieten die meisten Hotels vor Ort. Die Trekking-Routen führen in der Regel zu verschiedenen Bergdörfern der Hill Tribes, vorbei an Feldern und Obstplantagen. Bei zwei- und mehrtägigen Touren wird meist in Klöstern übernachtet.

Kunsthandwerksbetriebe in Pindaya

Schirme, Pindaya

Aus Shan-Papier hergestellte Schirme

Pindaya ist bekannt für die Herstellung von handgeschöpftem Shan-Papier und die daraus gefertigten Schirme. In und nahe Pindaya gibt es mehrere Betriebe, in denen Besucher bei der Arbeit zusehen können.

Shan-Papier wird aus der Rinde des Maulbeerbaums gewonnen. Dazu wird die Rinde ("Sa") zunächst getrocknet, dann mit einem Hammer weich geklopft und schließlich in ein Becken mit Wasser gegeben. Im Wasser lösen sich die Fasern, die mit Hilfe eines Holzrahmens abgeschöpft werden. Anschließend werden die Rahmen zum Trocknen in die Sonne gestellt. Bereits nach wenigen Stunden kann das fertige Papier herausgelöst werden.

Ein Großteil des handgeschöpften Shan-Papiers wird in Myanmar für die Herstellung von Schirmen benutzt. Die Schirme dienen hauptsächlich als Sonnenschutz. Die Basis eines Schirms bildet ein handgefertigtes Bambus-Gestell, das mit Papier überspannt wird. Anschließend wird der Schirm bemalt. In den Schirm-Manufakturen in Pindaya werden auch kleinere Schirme als Souvenirs verkauft.

Hotel-Tipps für Pindaya

In Pindaya gibt es nur einige wenige Hotels. Die meisten davon befinden sich am oder nahe dem Pone Taloke Lake. Empfehlenswert sind u. a. das Cottage House*, das Conqueror Hotel Pindaya*, das Pindaya Farm House* und das Golden Cave Hotel*.

Einige weitere Hotels in Pindaya findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com oder unten auf der Karte.

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Anreise nach Pindaya mit Flugzeug oder Bus

Boarding, Heho Airport

Boarding am Heho Airport

Pindaya ist bequem mit dem Flugzeug über den Flughafen in Heho zu erreichen. Die Flugzeit von Yangon nach Heho beträgt eine gute Stunde, von Mandalay oder Bagan (Nyaung U Airport) sind es etwa 30 Minuten. Die anschließende Autofahrt von Heho nach Pindaya (Entfernung rund 35 Kilometer) dauert eine Stunde.

Pindaya lässt sich gut mit einem Ausflug zum Inle See kombinieren. Die Entfernung zwischen Pindaya und Nyaung Shwe, dem Tor zum Inle See, beträgt rund 70 Kilometer, die Fahrzeit etwa zwei Stunden.

Busverbindungen nach Pindaya bestehen von Nyaung Shwe, von Kalaw (Entfernung: ca. 50 Kilometer) und Taunggyi (ebenfalls 50 Kilometer).

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