Günstige Flüge buchen – Die ultimativen Tipps für Sparfüchse

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Wo kann ich günstige Flüge buchen? Ist es besser, Flüge lange im Voraus zu buchen, oder sollte ich lieber kurzfristig buchen? Empfiehlt es sich, Flüge über ein Flugvergleichsportal zu buchen oder direkt bei der Airline? Diese und noch viel mehr Fragen zum Thema "Flüge buchen" erhalte ich Woche für Woche von vielen meiner Leserinnen und Lesern per Mail. Die Antworten auf all deine Fragen findest du jetzt hier. Du erfährst, wo du günstige Flüge buchen kannst, wie du bei Flugbuchungen noch mehr Geld sparen kannst und worauf du beim Buchen achten musst, damit dein Flug kein Reinfall wird.

Die besten Flugvergleichsportale

Im Internet gibt es zig Flugvergleichsportale. Die beiden besten für mich sind seit Jahren momondo und Skyscanner. Beide Portale vergleichen die Angebote hunderter Airlines und finden die günstigsten Flüge und preiswertesten Anbieter. Verschiedene Filter erleichtern dir die Suche. So kannst du beispielsweise nach der Anzahl der Zwischenstopps, nach Reisedauer, Abflugzeit oder Airline selektieren.

8 Tipps, wie du bei Flügen noch mehr Geld sparen kannst

1. Buche Flüge mit Zwischenstopps und längerer Reisedauer

Flüge mit mehreren Zwischenstopps und längerer Gesamt-Reisedauer sind meist günstiger als Direktflüge. Bei Langstreckenflügen bedeutet das oft mehrere Stunden Wartezeit bei den Zwischenstopps. Das muss aber nicht unbedingt von Nachteil sein.

Beispiel: Ich  habe einmal einen Flug mit AirBerlin und Etihad von Berlin über Abu Dhabi nach Bangkok gebucht. Da ich Abu Dhabi noch nicht kannte, habe ich mir auf dem Hinflug in den knapp zehn Stunden Wartezeit die Stadt angeschaut. Bezahlt habe ich für den Hin- und Rückflug von Berlin nach Bangkok noch nicht einmal 500 Euro. Der gleiche Flug mit nur zweieinhalb Stunden Aufenthalt in Abu Dhabi hätte mich über 700 Euro gekostet. Mit dem längeren Zwischenstopp in Abu Dhabi habe ich also mehr als 200 Euro gespart und gleich noch eine Stadt gesehen.

2. Wenn du in der Hauptreisezeit fliegst, buche lange im Voraus

Wenn ich während der Hauptreisezeit fliegen möchte, buche ich vor allem Langstreckenflüge mindestens ein halbes im Voraus und fliege so in der Regel günstiger. Finde ich – um bei meinem Beispiel zu bleiben – einen Hin- und Rückflug von Berlin nach Bangkok, der um die 500 Euro kostet, greife ich sofort zu. Denn günstiger wird's kaum, eher deutlich teurer. Im Januar vergangenen Jahres habe ich ausnahmsweise sehr kurzfristig einen Flug nach Bangkok buchen müssen und gleich mehr als das Doppelte bezahlt.

Auch bei anderen Flügen wie z. B. nach Singapur, Kuala Lumpur und San José (Costa Rica), die ich mehr ein halbes Jahr oder noch länger im Voraus gebucht hatte, habe ich festgestellt, dass die Preise – je näher der Abflugtermin rückte – deutlich teurer wurden.

Wenn du dagegen in der Nebensaison fliegen willst, fliegst du meist günstiger, wenn du z. B. kurzfristig einen Last-Minute-Flug* buchst.

3. Fliege möglichst in der Woche, nicht am Wochenende

Flüge an Wochenenden sind oft teurer als an einem Wochentag. Wenn es dir auf ein oder zwei Tage nicht ankommt, fliege besser in der Woche und spare weiteres Geld. Die Flugpreise können auch an Wochentagen variieren. Solltest du zeitlich nicht zu sehr festgelegt sein, vergleiche die Flugpreise an unterschiedlichen Abflugtagen. Möglicherweise fliegst du einem Mittwoch günstiger als an einem Donnerstag.

4. Spare zusätzliche Kosten fürs Gepäck

Die meisten Billigfluggesellschaften verlangen einen Aufpreis fürs Aufgabegepäck. Meist sind die Preise nach Gewicht gestaffelt. Für ein 20 Kilogramm schweres Gepäckstück musst du u. U. mehr als 40 Euro bezahlen. Versuche daher das Gewicht deines Gepäcks gering zu halten oder reise nur mit Handgepäck.

Tipp: Melde zahlungspflichtiges Gepäck schon bei der Buchung an. Beim Check-in sind die Preise meist deutlich höher.

5.Finger weg von teuren One-Way-Flügen

One-Way-Flüge sind bei einer Reihe von Airlines teurer als ein Hin- und Rückflug zusammen. Es kann für dich daher günstiger sein, statt eines One-Way-Tickets ein Ticket für einen Hin- und Rückflug zu kaufen. Eine andere Alternative wäre ein Gabelflug. Optimal, wenn du von einem anderen Flughafen zurückfliegen willst als dem, an dem du angekommen bist.

6. Spare mit Gabelflügen und Airpässen

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Insbesondere Weltreisende können von günstigen Gabelflügen und Airpässen profitieren. Wenn du ohnehin in mehrere Länder reisen möchtest, versuche einen für dich passenden Gabelflug zu finden. Damit kommst du vermutlich preiswerter weg als mit zwei oder mehreren One-Way-Flügen.

Wenn du vorhast, innerhalb eines Landes oder Kontinents mehrere Strecken zu fliegen, könnte sich für dich ein Airpass / Flugpass lohnen. Flugpässe werden von vielen Airlines und Reiseveranstaltern angeboten. Etihad Airways beispielsweise bietet Airpässe für Australien und Neuseeland sowie für Europa und Indien an, bei Air Canada und United Airways bekommst du den Star Alliance Nordamerika Airpass. Des Weiteren gibt es Asien-Flugpässe, Südamerika-Flugpässe, Afrika-Flugpässe und Airpässe für einzelne Länder.

Bevor du einen Airpass kaufst, prüfe genau, ob der Pass auch wirklich für deine Strecken, deinen Reisezeitraum, deine Abflugzeiten etc. gilt und nicht u. U. mit Konditionen verknüpft ist, die für dich nicht passen. Airpässe sind oftmals günstiger als Einzelflüge, manchmal aber auch teurer. Das hängt von den Strecken, der Anzahl der Flüge (Coupons) und anderen Bedingungen ab. Ein Preisvergleich lohnt jedoch in jedem Fall!

7. Günstige Flüge buchen – Sonderangebote, Rabatte, Gutscheine

Zahlreiche Fluggesellschaften und Reiseveranstalter bieten regelmäßig Sonderangebote, Rabatte und Flugutscheine an. Zu bestimmten Terminen und Konditionen kannst du z. B. für nur 99 Euro nach Barcelona fliegen, für 469 Euro nach Nairobi, für 477 Euro auf die Malediven und für 39,99 Euro nach Mallorca. Lohnenswert können auch Fluggutscheine und Aktionsrabatte sein.

Wenn du dich im Internet auf die Suche begibst, wirst du eine Vielzahl vergünstigter Flüge und Fluggutscheine finden. Es lohnt sich, regelmäßig die Angebote der Fluggesellschaften (z. B. Lufthansa) zu durchforsten oder sich für den Newsletter anzumelden, Gutscheinportale nach Fluggutscheinen zu durchsuchen oder u. U. an einem Gewinnspiel teilzunehmen.

8. Meilen sammeln für Gratisflüge

Wenn du häufiger fliegst, melde dich bei Vielfliegerprogrammen an und sammle Meilen für einen Gratisflug. Um einen Freiflug zu bekommen, musst du allerdings ziemlich viele Flugmeilen sammeln. Für meinen Gratisflug nach Kreta, den ich mir im letzten Jahr über das Topbonus-Programm (AirBerlin) ergattert habe, waren 35.000 Meilen nötig. Diese habe ich über mehrere Jahre hinweg hauptsächlich mit Langstreckenflügen nach Südostasien zusammengesammelt.

Beispiel: Für meinen Flug von Berlin-Tegel über Abu Dhabi nach Kuala Lumpur habe ich insgesamt 4923 Meilen auf mein Topbonus-Konto gut geschrieben bekommen, 1450 Meilen für die Strecke Berlin - Abu Dhabi und 3473 Meilen für die Strecke Abu Dhabi - Kuala Lumpur. Mein Flug nach Bangkok in einer günstigeren Buchungsklasse hat allerdings nur 2986 Meilen gebracht. Um also 35.000 Meilen für meinen Freiflug nach Kreta zusammenzubekommen, waren rund zwölf Südostasien-Flüge nötig.

Vielfliegerprogramme werden von diversen Airlines angeboten. Programme großer und in Europa beliebter Fluggesellschaften sind z. B. Miles & More (u. a. Lufthansa, Austrian Airlines Group, Luxair, Swiss International Airlines), Flying Blue (Air France, KLM), MileagePlus (United Airlines), Topbonus (AirBerlin) und Etihad Guest (Ethiad Airways).

Günstige Flüge buchen – Last Minute Pro und Kontra

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Düsseldorf - Gran Canaria hin und zurück für "symbolische" 100 Euro, Berlin Tegel - Istanbul für gerade einmal 150 Euro, Frankfurt / Main - Denpasar (Bali) für schlappe 599 Euro – die Preise für Last-Minute-Flüge* klingen oft verlockend. Doch für wen kommen wirklich günstige Last Minute-Flüge überhaupt infrage? In der Regel nur für Menschen, die zeitlich sehr flexibel sind, nicht unbedingt auf ein bestimmtes Reiseziel festgelegt sind und bereit sind, ggf. auch ungünstige Flugverbindungen und eine längere Anreise in Kauf zu nehmen.

Wer seinen Urlaub allerdings rechtzeitig planen und beim Arbeitgeber beantragen muss, ist i. d. R. auf einen bestimmten Reisezeitraum festgelegt. Insbesondere während der Schulferien kann es vorkommen, dass es entweder gar keine passenden und günstigen Last-Minute-Flüge gibt oder aber die Termine so fallen, dass sich die Urlaubszeit möglicherweise nicht optimal ausschöpfen lässt.

Beispiel: Ich plane zwei Wochen Urlaub, vom 1. bis 15. September, und möchte in der Zeit nach Teneriffa fliegen. Preisgünstige Last-Minute-Flüge gibt es aber nur für den Reisezeitraum 4. bis 11. September. Also blieben mir auf Teneriffa gerade einmal sieben Tage (abzüglich An- und Abreise fünf Tage) statt der ursprünglich geplanten zwei Wochen.

Last-Minute-Flüge* zu Fernreisezielen sind oftmals nur in der Nebensaison (Regenzeit, Taifun-Zeit etc.) wirklich günstig. Bevor du einen solchen Flug buchst, solltest du dir gründlich überlegen, ob du einen verregneten oder "stürmischen" Urlaub in Kauf nehmen willst. Ich habe auf meinen Reisen oft genug Leute getroffen, die in der Regenzeit in Thailand, Indonesien oder in Westafrika waren und schwer enttäuscht von ihren Reisen zurückkamen, da sie wegen des Regens die meiste Zeit ihres Urlaubs im Hotelzimmer verbracht haben.

Bei politisch brisanten Reisezielen solltest du ebenfalls gut abwägen. Schließlich lohnt es sich nicht, für einen günstigen Flug den Kopf zu riskieren.

Ein weiterer Nachteil bei vielen Last-Minute-Flügen sind die oftmals ungünstigen Flugverbindungen und -zeiten. Mitunter gehen die Flüge sehr früh morgens los, und du musst mitten in der Nacht aufstehen, um pünktlich am Flughafen zu sein. Oder aber du kommst mitten in der Nacht irgendwo an und bist gezwungen, dir ein Hotelzimmer zu nehmen, das letztlich genauso viel kostet wie das Geld, das du gerade am Flug gespart hast. Damit hättest du also nichts gewonnen und schon gar nichts gespart.

Billigfluggesellschaften – Pass auf, wo du hin fliegst

Billigfluggesellschaften wie easyJet, Ryanair oder AirAsia fliegen teilweise andere Flughäfen an als andere Airlines. Dies kann von Vor- oder auch von Nachteil für dich sein, je nachdem, wo du am Ankunftsort hin möchtest oder von wo du ggf. weiterfliegst. Wenn du einen Anschlussflug von einem anderen Flughafen hast, bist du gezwungen, den Flughafen zu wechseln und musst evtl. mit längeren Fahr- / Umsteigezeiten und Taxikosten rechnen. Frage dich, ob sich der Flug mit einer Billigfluggesellschaft unterm Strich dann noch wirklich lohnt oder ob du mit einer anderen Airline nicht für das gleiche Geld bequemer ans Ziel kommst.

Beispiel: Ich bin einmal von Berlin über Bangkok nach Denpasar (Bali) geflogen. Mit der Billigfluggesellschaft AirAsia war ein Weiterflug am selben Tag bzw. Abend aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Also hätte ich in Bangkok nicht nur den Flughafen wechseln, sondern dort auch übernachten müssen. Da ich obendrein Zeit verloren hätte, habe ich mich schließlich für einen doppelt so teuren Weiterflug mit Bangkok Airways entschieden. Unterm Strich hat mich der Flug mit Bangkok Airwyas von Bangkok nach Denpasar aber nicht einen Cent mehr gekostet als der Flug mit AirAsia samt Taxi- und Übernachtungskosten.

Direkt bei der Airline buchen: Vor- und Nachteile

Buchungen über Flugvergleichsportale können (auf den ersten Blick) um ein Vielfaches günstiger sein als Buchungen bei einer Airline. Flugvergleichsportale punkten hauptsächlich mit Billigflügen in günstigen Buchungsklassen. Günstige Buchungsklassen haben jedoch meist schlechtere Storno- und Umbuchungsbedingungen. Viele Billigflüge können entweder gar nicht storniert, umgebucht und auf eine andere Person übertragen werden oder aber nur gegen sehr hohe Gebühren.

Wenn du über ein Flugvergleichsportal buchst, findest du nur selten genaue Angaben zu den Storno- und Umbuchungsbedingungen. Für weitere Nachfragen wird meist auf die Airline verwiesen. Ein weiter Nachteil bei der Buchung von Flügen über ein Flugvergleichsportal ist, dass du in der Regel keinen Sitzplatz reservieren kannst. Auch dafür musst du dich direkt an die Airline wenden.

Die Vorteile von Flugbuchungen, die du auf der Webseite einer Airline vornimmst, liegen auf der Hand. Die Buchung ist bei den meisten Airlines sehr viel transparenter als bei Flugvergleichsportalen. Auf den Webseiten der Fluggesellschaften findest du detaillierte Angaben zu den Umbuchungs- und Stornobedingungen, du erfährst, wie viel Kilogramm Gepäck du mitnehmen darfst, wie teuer Übergepäck ist etc.. Außerdem kannst du bei der Buchung gleich deinen Sitzplatz reservieren (oft mit Aufpreis), sofern gewünscht, ein vegetarisches Essen bestellen und vieles mehr.

Fazit: Wenn du auf gute Storno- und Umbuchungsbedingungen keinen Wert legst und / oder durch eine Reiserücktrittsversicherung für den Fall der Fälle abgesichert bist, buchst du günstiger über ein Flugvergleichsportal. Andernfalls solltest du besser direkt bei der Airline die für dich passende Buchungsklasse mit den entsprechenden Konditionen buchen. Dafür bezahlst du allerdings in der Regel ordentlich drauf.

Beinfreiheit und Komfort – Da hört Sparen auf

Besonders für große Menschen können vor allem Langstreckenflüge zur Qual werden, wenn die Beinfreiheit allzu knapp bemessen ist. Ganz blöd wird es, wenn die Person in der Reihe vor dir auch noch ihren Sitz zurückklappt und du gar nicht mehr weißt, wohin mit deinen Beinen. In der Regel gilt: Je günstiger die Airline bzw. der Flug, desto knapper die Beinfreiheit in der "Holzklasse". Mehr Beinfreiheit und Sitzkomfort kannst du dir bei den meisten Fluggesellschaften inzwischen (teuer) erkaufen. So genannte XL Seats, Komfort- oder Exit-Plätze (an den Notausgängen) können bis zu 100 Euro pro Person und Strecke kosten. Zuzüglich zum Flugpreis, versteht sich. Da hört Sparen auf.

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Gudrun Brandenburg

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  • Hi, ich bin Gudrun, Redakteurin, Anfang 50, lebe in Berlin, liebe Südostasien und die Welt und schreibe den Reiseblog Planet2Go. Schön, dass du auf meiner Seite bist!