Phnom Penh: Die 8 bedeutendsten Sehenswürdigkeiten – Alle Infos und Reisetipps

Royal Palace Area, Phnom Penh

Royal Palace Area in Phnom Penh

Phnom Penh – Überblick

Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh ist im Vergleich zu anderen südostasiatischen Metropolen wie Bangkok oder Hanoi von der Größe her überschaubar. Der Verkehr hält sich in Grenzen, Staus gibt es meist nur am Abend am Flussufer (Sisowath Quay) und rund um den Central Market (Phsar Thmey). Phnom Penh hat mehr als zwei Millionen Einwohner und ist eine lebendige Stadt mit einer gut entwickelten touristischen Infrastruktur. Es gibt zahlreiche, zum Teil erstklassige Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte.

Phnom Penh liegt am Zusammenfluss von Mekong, Bassac und Tonle Sap River. Es gibt Bootsverbindungen nach Siem Reap oder auch nach Ho Chi Minh Stadt in Vietnam. Kambodschas Hauptstadt bietet zudem bedeutende Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast und die Silberpagode, das Nationalmuseum, das Toul Sleng Genocide Museum im ehemaligen Foltergefängnis S-21 und außerhalb der Stadt das Choeung Ek Memorial (Killing Field).

Touristisches Zentrum in Phnom Penh ist der Sisowath Quay am Ufer des Tonle Sap River mit zahlreichen Hotels*, Bars und Restaurants. In den Seitenstraßen locken zudem Boutiquen, Galerien, Shops mit kambodschanischem Kunsthandwerk und alte Häuser im französischen Kolonialstil. Sehenswert sind insbesondere die Straße 178 ("Art Street", am Nationalmuseum) und die Straße 240 (am Royal Palace).

8 Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh, die du unbedingt besuchen solltest

1. Königspalast mit Silberpagode

Royal Palace Area, Phnom Penh

Palastgelände in Phnom Penh

Der Königspalast (Royal Palace) zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh. Das von einer gelb-weißen Mauer eingefasste Palastgelände umfasst neben verschiedenen Palastgebäuden die Silberpagode sowie einige weitere Pagoden, Statuen und Ausstellungsräume. Imposant sind die roten, mehrstufigen und mit goldenen Nagas (mythische Schlangen) verzierten Dächer der Palastgebäude.

Besuchermagnet im Royal Palace ist die im Jahr 1962 unter König Sihanouk errichtete Silberpagode. Ihren Namen erhielt die Pagode von ihren insgesamt 5329, je 20 x 20 Zentimeter großen, silbernen Bodenfliesen. Diese sind jedoch mit Ausnahme einiger weniger Quadratmeter von Teppichen bedeckt. Die sichtbaren Fliesen dürfen von Besuchern nicht betreten werden. Die Silberpagode wird auch Wat Preah Keo Morokat (Pagode des Smaragd-Buddhas) genannt, analog zum Wat Pra Kaeo in Bangkok, der ein Pendant des Smaragd-Buddhas beherbergt. In der Silberpagode befinden sich zudem zahlreiche Kunstschätze, Buddha-Statuen und –Bildnisse, draußen auf der Rückseite steht ein sehenswertes Modell von Angkor Wat.

Silberpagode, Phnom Penh, Kambodscha

Silberpagode in Phnom Penh

Der Eingang zum Royal Palace liegt an der Straße 240 Ecke Sothearos Boulevard. Geöffnet ist täglich von 8 bis 11 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 6,50 US Dollar pro Person. Im Thronsaal und in der Silberpagode ist Fotografieren verboten. Bei Empfängen und anderen offiziellen Anlässen bleibt der Thronsaal für Besucher geschlossen.

2. Nationalmuseum (National Museum of Cambodia)

National Museum, Phnom Penh

National Museum in Phnom Penh

Das Nationalmuseum in Phnom Penh, ein imposanter rostroter Sandsteinbau, beherbergt mehr als 5000 Exponate. Darunter befinden sich zahlreiche Kunstgegenstände, archäologische Fundstücke und Statuen aus der Angkor-Ära, etwa die des Lepra-Königs aus Angkor Thom. Auch post-angkorianische Buddha-Statuen und –Figuren sind zu sehen.

Das Nationalmuseum in Phnom Penh wurde 1918 eröffnet. Unter dem Regime der Roten Khmer und nach der Evakuierung der Stadt verwaiste das Museum. Gebäude und Hof waren überwuchert, das Dach war teilweise eingestürzt.

Das Nationalmuseum befindet sich beim Royal Palace an der Straße 13 und 178. Geöffnet ist täglich von 8 bis 17 Uhr (letzter Eintritt um 16.30 Uhr). Gruppenführungen auf Khmer, Englisch, Französisch und Japanisch können am Eingang angemeldet werden und kosten 3 US Dollar pro Person/Stunde. Fotografieren ist in den Museumsräumen nicht gestattet.

3. Tuol Sleng Genozid Museum (S-21)

Tuol Sleng Genozid Museum | S-21, Phnom Penh

Tuol Sleng Genozid Museum (S-21) in Phnom Penh

An die vierjährige Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 und den grausamen Völkermord an überwiegend eigenen Landsleuten erinnern das Tuol Sleng Genozid Museum (ehemals S-21) in Phnom Penh sowie das Choeung Ek Memorial auf dem ehemaligen Killing Field rund 15 Kilometer außerhalb von Phnom Penh (siehe unten). Für den Besuch des Museums und der Gedenkstätte sollte ein knapper Tag eingeplant werden. Eine Tagestour mit dem Tuk-Tuk auf eigene Faust kostet 15 US Dollar (zzgl. Eintrittsgelder). In den Reisebüros in Phnom Penh können aber auch organisierte Touren zu beiden Gedenkstätten gebucht werden.

Das Tuol Sleng Genozid Museum erinnert an die Folter und Ermordung von mehr als 14.000 Menschen. Es befindet sich im ehemaligen Gefängnis S-21, in dem die Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 mit brutalen Methoden Geständnisse der Inhaftierten erpressten. Zu den Gefangenen gehörten Intellektuelle und Gebildete wie Lehrer, Ärzte und Studenten, Regimekritiker und Mitglieder aus den eigenen Reihen, die man des Verrats bezichtigt hatte. Auch Familienangehörige wurden inhaftiert, um zu verhindern, dass eines der Familienmitglieder später Rache übt.

Ursprünglich war das Gefängnis S-21 eine Schule, das Tuol Svay Prey Gymnasium, das die Roten Khmer für ihre Zwecke umfunktionierten. In den Klassenzimmern der insgesamt vier Schulgebäude, die in Form eines offenen Rechtecks um einen Hof angeordnet sind, richteten sie Gefängniszellen und Folterkammern ein. Um die Gebäude herum spannten sie Stacheldrähte, damit die Gefangenen nicht in den Tod springen konnten.

Wichtige Personen wurden zumeist im Block A, das Gebäude gegenüber dem heutigen Kassenhäuschen, in Einzelzellen untergebracht und an Eisenbetten gekettet. Familienmitglieder wurden im Block C in kleinen nur 70 Zentimeter breiten und zwei Meter langen Holz- oder Steinverschlägen an die Wand gekettet. Zahlreiche Gefangene des S-21 erkrankten aufgrund der miserablen hygienischen Zustände und starben.

Im Block B sind heute Stellwände mit Fotos Tausender Folteropfer ausgestellt. Viele Gesichter sehen ausgemergelt aus und/oder weisen Blessuren auf. Man begegnet verzweifelten und traurigen Blicken, dazwischen immer wieder hilflosen Kinderaugen.

Im Block D, dem hintersten der weißen Betongebäude, sind im heutigen Tuol Sleng Genozid Museum die Folterinstrumente ausgestellt, mit denen die Roten Khmer die Gefangenen im S-21 einst zu Tode folterten. Wer die Folter überlebte, wurde zum Killing Field nach Choeung Ek gebracht und anschließend dort ermordet. Foltermethoden der Roten Khmer waren unter anderem Elektroschocks, das Aufhängen sowie das langsame Ertränken in Wasserbottichen. Die Gefangenen wurden so lange gequält, bis ihre Peiniger im Besitz der gewünschten Informationen beziehungsweise Geständnisse waren.

Dokumentiert werden die Foltermethoden der Roten Khmer im Block D unter anderem auf den Bildern des kambodschanischen Malers Vann Nath, einer der sieben Überlebenden im S-21. Im Hof des ehemaligen Gefängnisses und heutigen Museums sind die sterblichen Überreste der letzten Folteropfer unter weißen, rechteckigen Steinquadern beerdigt. Daneben steht ein Galgen mit Wasserbottichen, an denen die Gefangenen einst kopfüber aufgehängt und mit dem Gesicht ins Wasser getaucht wurden. Das mehrstufige Reck ein paar Meter weiter erinnert an glücklichere Tage, als der Hof des Foltergefängnisses noch ein Pausenhof für Schüler war.

Der ehemalige Leiter des S-21, Kaing Guek Eav, genannt "Dutch", konnte 1979 nach dem Einmarsch der vietnamesischen Streitkräfte in Kambodscha fliehen. Erst 1999 wurde er verhaftet. Das Rote Khmer Tribunal verurteilte Kaing Guek Eav, der an der Tötung von rund 14.000 Menschen beteiligt war, zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe.

Das Archiv des Tuol Sleng Genozid Museums, das neben Tausenden von Fotos und Biografien auch die Aufzeichnungen von über 4000 erpressten Geständnissen umfasst, zählt seit 2009 zum Weltdokumentenerbe der Unesco.

Das Tuol Sleng Genocide Museum liegt nur wenige Kilometer von Phnom Penhs Stadtzentrum entfernt. Geöffnet ist täglich von 7.30 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 2 US Dollar.

4. Choeung Ek Memorial – Killing Field nahe Phnom Penh

Das Choeung Ek Memorial, das bekannteste der rund 300 Killing Fields in Kambodscha, erinnert wie auch das Tuol Sleng Genozid Museum an die Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Zwischen 1975 und 1979 ermordeten die Mitglieder der maoistisch-nationalistischen Guerilla-Bewegung nach Schätzungen insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen. Das Bestreben der Roten Khmer war es, aus Kambodscha ein agrarkommunistisches Land zu machen. Angehörige der Bourgeoisie, Intellektuelle und Gebildete wie Ärzte, Lehrer und Studenten wurden zur Zwangsarbeit auf dem Land verpflichtet oder ermordet.

Auf dem Killing Field in Choeung Ek wurden laut Schätzungen allein rund 17.000 Menschen grausam getötet. 8985 ihrer Leichname barg man 1980 aus 86 geöffneten Massengräbern. Um Munition zu sparen, ließen die Roten Khmer ihre Opfer mit Spaten erschlagen oder ihre Kehlen mit der scharfen Rinde der Zuckerpalme durchschneiden. Tote und noch Lebende wurden in Gruben (Massengräber) geworfen und mit Chemikalien übergossen. Ein Großteil der Opfer kam aus dem Gefängnis S-21 in Phnom Penh, in dem die Roten Khmer die Gefangenen folterten, um Informationen und Geständnisse zu erpressen. Der Transport mit dem Laster nach Choeung Ek war für die meisten der S-21-Inhaftierten die letzte Reise.

Ursprünglich Obstgarten und chinesischer Friedhof, ist das Killing Field in Choeung Ek heute eine der bedeutendsten Gedenkstätten Kambodschas. Auf dem gesamten Gelände wird Stille erbeten. Von den einstigen Gebäuden steht keines mehr, auch die Todesinstrumente wie Spaten und Sicheln sind verschwunden. Die Bevölkerung hatte nach dem Sturz des Pol-Pot-Regimes alles Verwertbare und Nützliche an sich genommen.

Tipp: Besucher in Choeung Ek, die nicht an einer Gruppenführung teilnehmen, sollten am Ticketcounter unbedingt einen Audio-Guide ausleihen. Die Geräte mit Führungen auch in deutscher Sprache kosten 4 US Dollar (zzgl. 2 US Dollar Eintritt). Zu rund zehn "Stationen", die auf dem Killing Field mit Schildern gekennzeichnet sind, bietet der Audio-Guide ausführliche Erläuterungen.

Erste Station ist der Haltepunkt der Lastwagen, wo einst die Gefangenen aus dem Gefängnis und Verhörzentrum S-21 abgeladen wurden. Manchmal waren es bis zu 300 am Tag. Die ahnungslosen Gefangenen, denen man versprochen hatte, sie würden in neue Häuser gebracht werden, wurden entweder sofort getötet oder für eine Nacht in das heute nicht mehr existierende Gefängnis gesperrt.

Eine weitere Station ist eine mächtige Zuckerpalme, mit deren spitzkantiger und scharfer Rinde den Gefangenen die Kehle durchgeschnitten wurde. Unweit der Palme findet sich eines der zahlreichen Massengräber, in dem allein 400 Leichen gefunden wurden. Die Gräber waren bis zu fünf Meter tief, heute sind die meisten flache Mulden. Bei Regen werden noch immer Knochen an die Erdoberfläche gespült. Mitarbeiter der Gedenkstätte sammeln sie regelmäßig ein. 30 Gräber, die sich heute unter einem kleinen See befinden, konnten noch nicht geöffnet werden.

Ein Spaziergang vorbei am See, den Grabmulden und den gegenüber liegenden Reisfeldern stimmt nachdenklich und traurig. Über den Audio-Guide sind nun Berichte von Zeitzeugen und Erläuterungen zur kambodschanischen Geschichte zu hören: Da Pol Pot die Reisernte im Land verdreifachen wollte, wurden Vertriebene aus Phnom Penh zur Zwangsarbeit aufs Land geschickt. Viele von Ihnen starben an Hunger und Schwäche. Eine Zeitzeugin berichtet, dass sie von zehn Roten Khmer geschlagen und vergewaltigt wurde. Obgleich sie ein Opfer brutaler Gewalt war, werde sie heute von ihrer Dorfgemeinschaft ausgeschlossen, sagt sie.

Nach dem Rundgang um den See ist eine weitere Station erreicht: Glaskästen mit Knochen und Kleidungsstücken der Ermordeten. Schaurig und zugleich traurig ist der Anblick eines Baumes, an dem die Roten Khmer die Köpfe von Säuglingen und Kindern zerschmetterten. Der Baum und auch das daneben liegende Kinder-Massengrab wurden von Besuchern mit hunderten bunter Glücksarmbänder versehen. Zeichen der Trauer und Anteilnahme.

Gegenüber steht der so genannte Magic Tree, eine weitere Station auf dem Killing Field in Choeung Ek. An dem Baum waren Lautsprecher angebracht, aus denen revolutionäre Musik dröhnte. Die Musik, gepaart mit dem Geräusch der Diesel-Generatoren, sollte die Todesschreie der Gefangenen übertönen.

Eine der letzten Stationen auf dem Rundgang über das Killing Field ist die gläserne Gedenkstupa mit Gebeinen und mehr als 5000 Totenschädeln. Die menschlichen Überreste, die aus den Massengräbern geborgen wurden, werden in mehreren übereinanderliegenden Vitrinen aufbewahrt. Das Betreten der Stupa ist nur ohne Schuhe gestattet. Ein schmaler, kaum mehr als 40 Zentimeter breiter Gang führt einmal um die untersten Vitrinen mit Knochen und Schädeln herum.

Das Choeung Ek Memorial und das Tuol Sleng Genozid Museum (siehe oben) können im Rahmen einer Tagestour besichtigt werden. Tuk-Tuks in Phnom Penh kosten ab 15 US Dollar aufwärts pro Tag. Organisierte Touren mit zumeist englischsprachiger Führung können in den meisten Hotels und Reisebüros gebucht werden. Die Fahrzeit von Phnom Penh nach Choeung Ek beträgt rund 30 Minuten. Geöffnet ist die Gedenkstätte täglich von 8 bis 17 Uhr. Eintritt: 2 US Dollar, mit Audio Guide 6 US Dollar.

5. Wat Phnom

Wat Phnom, Phnom Penh

Wat Phnom in Phnom Penh

Phnom Penhs Gründungsgeschichte geht zurück auf den Wat Phnom, der der Stadt ihren Namen gab. Der Legende nach soll im Jahr 1372 eine Frau namens Penh einen Koki Baum aus dem Fluss gefischt haben. Darin fand sie vier Buddha-Statuen. Ihnen zu Ehren baute sie einen Hügel (Phnom) und einen kleinen Tempel. Später nannte man die Umgebung des Tempels "Phnom (nach dem Hügel) Penh (nach seiner Gründerin)".

In der Tat liegt Wat Phnom auf einem 27 Meter hohen Hügel. Er befindet sich im Nordosten von Phnom Penh, nur wenige hundert Meter vom Sisowath Quay entfernt. Man erreicht den Tempel über eine von Nagas (mythische Schlangen) flankierte Treppe. Sehenswert sind der sitzende Buddha und die farbenfrohen Wand- und Deckenmalereien mit Abbildungen aus dem Leben Buddhas. Eintritt für den Tempel (nur für Touristen): 1 US Dollar.

Wat Phnom und der mit Rasenflächen und Blumenbeeten angelegte Hügel erfreuen sich insbesondere an den Wochenenden und Feiertagen auch bei Einheimischen großer Beliebtheit. Gefragt sind zudem die zahlreichen Vogelverkäufer auf dem Hügel. Wer einen Vogel kauft und fliegen lässt, so glaubt man, hat beste Chancen auf einen erfolgreichen Start ins nächste Leben. Allerdings fliegen die Vögel nach einem kurzen Rundflug wieder brav in ihre Käfige zurück.

6. Central Market (Phsar Thmey)

Central Market | Phsar Thmey, Phnom Penh

Central Market (Phsar Thmey) in Phnom Penh

Inmitten des trubeligen Einkaufsviertels von Phnom Penh zwischen den Straßen 63, 51 und 130 leuchtet schon von weitem die pastellgelbe Kuppel des Central Market. Auf den Straßen rund um den kreuzförmigen Art-Déco-Bau aus den 1930er-Jahren werden unter Planen Obst und Gemüse sowie Kleidungsstücke verkauft. Drinnen gibt es eine Reihe von Ständen mit Edelsteinen und Edelsteinschmuck, Souvenirs, Kunsthandwerk, Seidenprodukten, Bekleidung und Lebensmitteln. Rund um den Central Market befinden sich zahlreiche chinesische Juweliergeschäfte.

7. Unabhängigkeitsdenkmal (Independence Monument)

Das im November 1962 eingeweihte Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh steht auf einem Platz (Kreisverkehr) zwischen Norodom, Sihanouk und Suramarit Bouleveard unweit des Königspalastes. Entworfen wurde der Turm mit einem mehrstufigen und mit Nagas (mythische Schlangen) verziertem Dach von dem kambodschanischen Architekten Vann Molyvann. Das Denkmal ähnelt den Tempeltürmen Angkors.

Das Independence Monument erinnert an die Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1953 und ist zugleich Ehrenmal für die Kriegsgefallenen. Rund um das Unabhängigkeitsdenkmal wird alljährlich am 9. November der Independence Day gefeiert.

8. Bootstouren auf dem Tonle Sap River

Ein weiteres touristisches Highlight in Phnom Penh sind die Bootstouren den Tonle Sap River hinauf zum Mekong. Vom Boot aus ist die Kulisse der Stadt mit dem trubeligen Sisowath Quay und dem Königsplast zu sehen. Empfehlenswert sind die ein- bis zweistündigen Sunset-Touren (Start zwischen 16 und 17 Uhr). Die Fahrten können in den meisten Hotels und Reisebüros gebucht werden. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Passagiere und kostet pro Stunde und Person zwischen 10 und 15 US Dollar.

Reisetipps für Phnom Penh

Stadtimpressionen Phnom Penh

Einkaufen

Unweit des Central Market (zwei Minuten Fußweg) lockt eines der wenigen Shoppingzentren in Phnom Penh. Das "Sorya" bietet zahlreiche Geschäfte mit Schuhen, Billig-Uhren, -Sonnenbrillen und –Schmuck, Bekleidung, Handys, Sport- und Drogerieartikel, einen gut sortierten Supermarkt mit Lebensmitteln und im obersten Stockwerk ein Kino mit mehreren Sälen (Eintritt: Erwachsene 5 US Dollar mit nummerierten Plätzen), eine Inline-Skater-Bahn sowie eine Spielewelt mit Go Karts für Kinder.

Restaurants

Sisowath Quay, Phnom Penh

Sisowath Quay in Phnom Penh

Die meisten Restaurants in Phnom Penh befinden sich am Flussufer (Sisowath Quay), an der Straße 104 ("Bar Street", nahe Night Market und Phsar Chas) sowie an der nächtlichen Vergnügungsmeile Straße 51 (nahe Central Market). Der Großteil der Touristen bevorzugt die Restaurants am Flussufer und nahe Royal Palace. Das Angebot ist groß. Neben der einheimischen Khmer-Küche bieten die Restaurants auch indische Küche, Thai Küche, italienische Küche und Fast Food.

Wer am Abend auf einer der Aussichtsterrassen mit Blick auf den Tonle Sap River essen möchte, sollte rechtzeitig reservieren oder spätestens bis 17 Uhr einen Platz gesucht haben. Besonders beliebt ist das Restaurant im FCC (Foreign Correspondents Club), Sisowath Quay Ecke Straße 178. Der FCC bietet zwei übereinanderliegende Terrassen mit Blick auf den Tonle Sap Fluss. Doch auch hier gilt: rechtzeitig reservieren oder früh da sein. Ab 18 Uhr gibt es draußen keinen freien Tisch oder Barhocker mehr.

Happy Hour mit halben Preisen für alle Cocktails und Fassbier ist im FCC bis 19 Uhr. Auf der Speisekarte stehen sowohl Khmer- als auch feine europäische Gerichte. Als Vorspeise empfehlen sich beispielsweise Garnelen mit Aioli und Tomaten-Cocktailsoße für 5,50 US Dollar, als Hauptgericht das Chicken Kebab mit Reis (10 US Dollar) oder das Prawn Curry für 8 US Dollar. Ein silberner Korb voll mit frischen Garnelen auf Eis, dazu vier unterschiedliche Soßen und Pommes frites kosten 13 US Dollar.

Der FCC ist nach wie vor beliebter Treff für Journalisten und Prominente und bietet sieben Gästezimmer.

Neben dem FCC und diversen anderen Restaurants der gehobenen Preisklasse finden sich am Sisowath Quay aber auch günstigere Lokale, die Hauptgerichte zwischen 4 und 5 US Dollar anbieten.

Hotel-Tipps für Phnom Penh

Gute Mittelklasse-Hotels in zentraler Lage von Phnom Penh sind u. a. das The Plantation Urban Resort and Spa*, das Sun & Moon, Urban Hotel*, das Harmony Phnom Penh Hotel*, das Blue Lime Phnom Penh*, die Tao Riverside Residence* und das Amanjaya Pancam Suites Hotel*.

Gut und preiswert übernachtest du u. a. im Vacation Boutique Hotel*, Billabong Hostel* und V N E Hotel*.

Viele weitere Hotels in Phnom Penh findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com oder unten auf der Karte.

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Transport und Verkehrsmittel

Phnom Penh ist flächenmäßig überschaubar. Innerhalb einer halben Stunde ist die Stadt mit dem Taxi oder Tuk-Tuk einmal durchquert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Phnom Penh liegen nah beieinander.

Tuk Tuk, Phnom Penh

Transportmittel Nummer 1: Tuk-Tuk in Phnom Penh

Beliebtestes Verkehrsmittel in Phnom Penh ist das Tuk-Tuk. Tuk-Tuks findet man vor den meisten Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, in Einkaufsstraßen oder nahe den Märkten. Je nach Anzahl der Fahrgäste kosten Kurzstrecken innerhalb der Stadt zwischen 1 und 2 US Dollar, ein ganzer Tag kostet 12 bis 15 US Dollar. Die Preise sollten unbedingt vor der Abfahrt ausgehandelt werden, bezahlt wird erst am Schluss.

Preiswerter als Tuk-Tuks sind Motocycle Taxis (Motos). Diese findet man auch in den Randbezirken von Phnom Penh. Preise für Kurzstrecken liegen bei 2000 bis 4000 Riel (0,36 bis 0.73 Euro), für einen ganzen Tag bei 8 bis 12 US Dollar. Ähnlich sind die Preise für die so genannten Cyclos. Die Fahrradrikschas wurden 1937 in Phnom Penh eingeführt, verschwinden jedoch zunehmend aus dem Stadtverkehr.

Neben Tuk-Tuks, Motos und Cyclos verkehren auch Taxen in Phnom Penh. Kurzstrecken durch die Stadt kosten rund 5 US Dollar, ein ganzer Tag kostet je nach Anzahl der Personen zwischen 25 und 35 US Dollar. Taxen können auf der Straße angehalten oder über Hotels reserviert werden. Taxen mit Taximeter sind in Phnom Penh rar, die Preise werden in der Regel pauschal veranschlagt. Busse und Bahnen gibt es in Kambodschas Hauptstadt nicht.

In Phnom Penh ist es Touristen erlaubt, Motorräder, Mopeds und Mofas zu mieten. Je nach Kubik liegen die Preise zwischen 4 und 15 US Dollar am Tag. Die Fahrerin/der Fahrer muss im Besitz eines gültigen internationalen Führerscheins sein. Achtung: In Kambodscha besteht Helmpflicht.

Anreise nach Phnom Penh

Die meisten Touristen fliegen nach Phnom Penh. Visa mit einer einmonatigen Gültigkeit werden nach Ankunft direkt am Phnom Penh International Airport ausgestellt (Passfoto erforderlich). Tourist Visa kosten jeweils 20 US Dollar. Phnom Penhs Flughafen liegt rund zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Taxen in die Stadt können gleich vor der Ankunftshalle bestellt werden und kosten circa 9 US Dollar, Tuk-Tuks 7 US Dollar. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehrsaufkommen zwischen 30 und 40 Minuten.

Vom Phnom Penh International Airport bestehen Flugverbindungen in alle Welt. Direktflüge von Deutschland gibt es beispielsweise mit Condor. Von und nach Bangkok fliegen Bangkok Airways und Air Asia, nach Kuala Lumpur Malaysia Airlines und Air Asia, nach Singapur Silk Air und Jet Star, nach Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt und Vientiane die Vietnam Airlines. Der Flughafen von Phnom Penh ist von der Größe her überschaubar. Im Transitbereich gibt es ein Asia-Restaurant, ein Geschäft mit Bildern von Kindern und Jugendlichen, einen Buchladen, Getränkestand, Duty Free Shop sowie eine Massage- und eine Raucher-Lounge.

Fährverbindungen bestehen nach Siem Reap und Ho Chi Minh City. An- und Abfahrt ist am Ferry Port, Sisowath Quay, nahe Straße 104 / Night Market.

Voll klimatisierte Busse verkehren beispielsweise zwischen Phnom Penh und Bangkok (Abfahrt nach Bangkok täglich um 6.30 Uhr) und nach Ho Chi Minh City (mehrere Busunternehmen, Abfahrten von Phnom Penh täglich und fast stündlich zwischen 6.30 Uhr früh und 15 Uhr nachmittags).

Grenzübergänge nach Vietnam und Thailand

Überlandfahrten zwischen Ho Chi Minh Stadt und Phnom Penh führen in der Regel über den Grenzübergang Moc Bai (Vietnam)/Bavet (Kambodscha). Visa für Kambodscha sind am Grenzübergang erhältlich, nicht aber für Vietnam. Busse kosten pro Strecke je nach Anbieter und Komfort zwischen 10 und 12 US Dollar. Die Fahrzeit beträgt rund sechs Stunden. Zu Verzögerungen kann es aufgrund der Wartezeiten an der Mekong-Fähre kommen.

Der gängigste Grenzübergang für Überlandfahrten von Phnom Penh nach Bangkok beziehungsweise umgekehrt ist Poipet (Kambodscha)/Aranyaprathet (Thailand). Weitere Infos für Überlandfahrten von und nach Thailand findet ihr auf der Seite über Siem Reap.

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von Gudrun Brandenburg

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