Die 20 schönsten Sehenswürdigkeiten in Costa Rica – Alle Infos und Tipps

Collage Sehenswürdigkeiten Costa Rica

Costa Rica ist ein Paradies für Naturfreunde: Zu den Highlights des Landes zählen mehrere Dutzend Nationalparks und Naturreservate mit unzähligen Tier- und Pflanzenarten

Die besten Sehenswürdigkeiten in Costa Rica – Überblick

Zu den beliebtesten und schönsten Sehenswürdigkeiten in Costa Rica zählen diverse Nationalparks und Naturreservate mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Tiere, die du in vielen Nationalparks sehen kannst, sind neben zig Vogelarten u. a. Faultiere, Agutis, Klammer-, Kapuziner- und Brüllaffen, Leguane, Schildkröten und – wo es Flüsse gibt – auch Jesus Christ Lizards, Kaimane und Krokodile. Raubtiere wie Jaguare, Pumas und Ozelots lassen sich zumindest tagsüber jedoch nur selten blicken.

Etwa ein Viertel der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz. Zu den geschützten Gebieten gehören mehrere Dutzend Nationalparks und Naturreservate. Manche liegen in den Küstenregionen wie der Cahuita-Nationalpark, der Parque Nacional Manuel Antonio oder der Parque Nacional Tourtuguero, andere bei den Vulkanen (u. a. Poás, Arenal, Irazú) und wieder andere in den Urwald- und Bergregionen im Landesinneren.

Selbst auf einer vierwöchigen Costa-Rica-Rundreise wirst du nicht alle Nationalparks und Naturreservate sehen können. Zumal die Anfahrt oftmals viel Zeit braucht und die Besuche vielerorts mit längeren Wanderungen verbunden sind. Canopy-Touren (u. a. Ziplining, Rafting, Canyoning, Seilbahnfahrten) erfordern zusätzliche Zeit.

Auf dieser Seite findest du ausführliche Informationen zu den schönsten Nationalparks und weiteren Sehenswürdigkeiten, die du im Rahmen einer drei- bis vierwöchigen Costa-Rica-Rundreise besuchen kannst.

Wenn du weniger Zeit hast oder jeweils längere Trekking- und Canopy-Touren einplanst, wirst du den einen oder anderen Nationalpark wohl oder übel von der Liste streichen müssen. Zum Beispiel solche Nationalparks, die schwieriger zu erreichen sind wie Caño Negro im Norden von Costa Rica, Monteverde im bergigen Nordwesten oder Tortuguero an der Karibikküste.

Neben den Nationalparks und Naturreservaten gibt es in Costa Rica noch einige weitere Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Dazu zählen u. a. Wasserfälle, Kolonialbauten wie Kirchen und natürlich Costa Ricas lebendige Hauptstadt San José.

Inhaltsverzeichnis:

Wenn du Infos zu einem ganz bestimmten Nationalpark oder einer anderen Sehenswürdigkeit suchst, gelangst du über die nachfolgenden Links direkt zu einer der auf dieser Seite beschriebenen 20 Top-Sehenswürdigkeiten in Costa Rica:

1. Parque Nacional Volcán Arenal, 2. Arenalsee, 3. Caño Negro, 4. Río Celeste, 5. Parque Nacional Rincón de la Vieja, 6. Liberia, 7. Cataratas Llanos de Cortés, 8. Monteverde, 9. San José, 10. Vulkan Poás, 11. La Paz Waterfall Gardens, 12. Parque Nacional Volcán Irazú, 13. Orosi-Tal, 14. Turrialba, 15. Parque Nacional Braulio Carrillo, 16. Sarchí, 17. Tárcoles (Krokodiltouren), 18. Parque Nacional Manuel Antonio, 19. Parque Nacional Cahuita, 20. Parque Nacional Tortuguero

1. Parque Nacional Volcán Arenal

Vulkan Arenal

Blick auf den Vulkan Arenal

Wenn man die Straße von dem Städtchen La Fortuna Richtung Westen fährt, taucht der Vulkan Arenal plötzlich auf wie aus dem Nichts. Von der Spitze des Vulkans steigen unablässig Rauchschwaden in den Himmel. Der 1643 Meter hohe Arenal ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Bei einer gewaltigen Explosion im Jahr 1968 kamen mehr als 80 Menschen ums Leben. Zwei Dörfer wurden vollständig unter Lava, Geröll und Asche verschüttet.

Seitdem spuckt der Vulkan Arenal regelmäßig glutrote Lava, die sich wie ein Fluss die Berghänge hinab schlängelt. Dieses Schauspiel bei Dunkelheit zu erleben, zählt sicher zu den Höhepunkten einer Costa-Rica-Reise. Allerdings lässt sich der Zeitpunkt, an dem der Arenal Lava spuckt, nicht vorhersehen. Das Glück, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, haben nur wenige Touristen.

Dennoch zählt der Parque Nacional Volcán Arenal zu den meist besuchten Touristen-Attraktionen in Costa Rica. Der 12.000 Hektar große Nationalpark umschließt neben dem Vulkan Arenal auch dessen kleinen, "schlafenden" Bruder, den Vulkan Chato (1100 m).

Drei Wanderwege führen die Hänge des Arenal hinauf zu erkalteten Lavaströmen. Den Krater selbst zu besteigen, ist lebensgefährlich und daher streng verboten. Die Hänge des Vulkans sind stellenweise mit Helikonien, Bromelien und Palmen bewachsen. Hier und da flattern einem Kolibris und Schmetterlinge über den Weg. Höhepunkt auf dem Wanderweg "El Ceibo" ist ein mehr als hundert Jahre alter Korallenbaum, der dem Weg den Namen verlieh.

Tipp: Wer sich die stellenweise anstrengende Wanderung hinauf auf den Vulkan sparen möchte, kann mit dem Auto zum Mirador Principal, dem Hauptaussichtspunkt, fahren und von dort den mächtigen, rauchenden Vulkan Arenal bewundern. Am besten früh morgens, wenn noch keine oder nur wenige Wolken die Sicht versperren.

Ausgangspunkt für Ausflüge und Unternehmungen im Parque Nacional Volcán Arenal ist das Touristen-Städtchen La Fortuna am Fuß des Vulkans. La Fortuna liegt etwa zwölf Kilometer von Nationalpark-Eingang entfernt und bietet zahlreiche Unterkünfte hauptsächlich der mittleren und unteren Preisklasse (Hotel-Tipps siehe unten).

Beliebte Aktivitäten am Vulkan Arenal

Ziplining Sky Adventure Park

Ziplining im Sky Adventure Park am Vulkan Arenal

Zu den Hauptaktivitäten im Parque Nacional Volcán Arenal zählen vor allem Wander- und Trekkingtouren, aber auch aufregende Canopy-Abenteur. Du kannst mit Seilrutschen (Ziplines) über das Dach des Dschungels fliegen, Rafting-Touren machen, über hängende Brücken laufen, schweißtreibende Mountainbike-Touren unternehmen, reiten oder auch gemächlich mit der Seilbahn (Skytram) über die Baumkronen hinweg gleiten und anschließend den Tag in einem schicken Thermalbad (z. B. im Balneario Tabacón des Tabacón Thermal Resorts & Spa*) ausklingen lassen.

Anbieter für Fun- und Abenteuersport gibt es zuhauf am Arenal. Einer der größten und bekanntesten ist Skyadventure Travel. Für den ultimativen Adrenalin-Kick garantieren im Sky Adventure Park (auf einem Berg vis-à-vis des Vulkans Arenal) ein Hochseilgarten, Ziplines, eine Tarzan-Schaukel, Canyoning (eine Extremsportart, bei der Schluchten schwimmend oder kletternd durchquert werden) und Abseilmöglichkeiten.

Wer den Adrenalin-Kick nicht unbedingt braucht, bucht im Sky Adventure Park eine geführte, eineinhalbstündige Dschungel-Trekkingtour über hängende Brücken und hält nach Tieren Ausschau. Oder schwebt mit der Skytram hinauf zur Aussichtsplattform und genießt den Blick über die Wälder und den Arenalsee (Laguna de Arenal).

Wir haben uns bei Skyadventure Travel für ein Kombi-Paket mit Dschungeltrekking (Sky Walk) und einer Fahrt mit der Skytram entschieden (Preis 67 US Dollar p. P. inklusive Hotel-Pick-up).

Der vier Kilometer lange Dschungelpfad führt hinauf zu einem Aussichtspunkt, von dem du einen tollen Blick auf den Arenalsee (Laguna de Arenal) hast. Auf dem Weg passierst du hängende Brücken und hast dabei immer wieder Gelegenheit, Tiere zu beobachten. Die Guides, die die Touren begleiten, haben ein Teleskop dabei und sind äußerst bemüht, dir so viele Tiere wie möglich zu zeigen. Auf unserem zweistündigen Dschungelmarsch konnten wir u. a. Brüllaffen, Eulen, Truthähne und zahlreiche andere Vogelarten sehen.

Hanging Bridge, Sky Adventure Park

Dschungeltrekking über die hängenden Brücken im Sky Adventure Park

Der Dschungelpfad im Sky Adventure Park ist größtenteils leicht begehbar. Nur in der zweiten Hälfte geht’s über teilweise glitsche Stufen etwa einen Kilometer steil bergab und das letzte Stück steil bergauf.

Nach dem Trekking und einer etwa halbstündigen Verschnaufpause fährt man mit der Skytram hinauf auf den Gipfel des Bergs. Die Fahrt zur Aussichtsplattform mit Blick auf den Arenalsee dauert nur wenige Minuten. Die Gondeln gleiten teilweise über die Baumkronen hinweg, manchmal auch nur ein Stück weit über den Boden.

Skytram Vulkan Arenal

Highlight im Sky Adventure Park: Fahrt mit der Skytram

Nationalpark

Blick auf das Dach des Dschungels

Ein weiterer beliebter Fun- und Abenteuersport-Park ist neben dem Sky Adventure Park der Parque Místico. Auch hier werden Ziplining und Dschungel-Wanderungen über hängende Brücken angeboten.

Empfehlenswerte Hotels am Vulkan Arenal

Gute Mittelklasse-Hotels in La Fortuna sind u. a. das Hotel Monte Real*, das Hotel El Secreto*, die Apartamentos RyA del Volcán* und das Regina Hotel*.

Einfach und preiswert wohnst du u. a. im Thiago's*, in den Allamanda Rooms*, im Arenal Container Hostel* und im Blue Monday House*.

Entlang der zwölf Kilometer langen Verbindungsstraße zwischen La Fortuna und Nationalpark gibt es weitere Hotels und Lodges mit oftmals atemberaubenden Blick auf den Vulkan Arenal. Gute Mittelklasse-Hotels dort sind u. a. das Hotel Campo Verde*, die Arenal Bungalows*, die Lumbres del Arenal Cabinas y Villas* und die Cabinas Los Guayabos*.

Luxus pur genießt du im Hotel Arenal Kioro Suites & Spa*.

Tipp für Naturfreunde: Eine schöne Lodge mitten im Wald ist die Arenal Oasis Eco Lodge*. Die Unterkunft bietet auch Bird- und Frog-Watching-Touren an.

Viele weitere Unterkünfte am Vulkan Arenal findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Restaurants am Vulkan Arenal

Entlang der Verbindungsstraße zwischen La Fortuna und Vulkan Arenal gibt es zahlreiche Restaurants. Neben etlichen guten Steak-Restaurants, findest du hier auch Restaurants mit italienischer, spanischer und lokaler Küche.

Anfahrt zum Vulkan Arenal

Der Vulkan Arenal liegt etwa knapp 160 km von der Hauptstadt San José (Zentrum) entfernt. Die Fahrzeit beträgt ca. 3h 20 min; vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" sind es 140 km zum Vulkan Arenal und rund 3 h Autofahrt. Die Straßen sind asphaltiert und in gutem Zustand.

2. Arenalsee

Arenalsee

Panoramablick über den Parque Nacional Volcán Arenal und den Arenalsee (Laguna de Arenal)

Vom Vulkan Arenal lohnt ein Abstecher zum westlich gelegenen Arenalsee (Laguna de Arenal). Der Arenalsee ist ein Stausee und mit 80 Quadratkilometern der größte See Costa Ricas. An den mit Schilf bewachsenen Seeufern lohnen Spaziergänge mit Blick auf die alpine Landschaft. Aus gutem Grund haben sich hier viele Expats aus Bayern, Österreich und der Schweiz niedergelassen.

Wegen der oft starken Winde (November bis April) ist die Laguna de Arenal zudem ein beliebtes Wind- und Kitesurfrevier.

3. Caño Negro (Refugio Nacional de Vida Silvestre Caño Negro)

Kaimane Caño Negro

In den Feuchtgebieten von Caño Negro gibt es Kaimane en masse

Das Refugio Nacional de Vida Silvestre Caño Negro ist ein Paradies für Vogelfreunde. In dem knapp 10.000 Hektar großen Naturschutz- und Feuchtgebiet kannst du über 350 Vogelarten beobachten. An den Flussufern und in den Lagunen wimmelt es nur so von Schildkröten und Kaimanen. An den Ufern patrouillieren Leguane, durch die Baumwipfel springen Kapuziner-, Brüll- und Klammeraffen. Auch Faultiere, Nasenbären und Basilisken (Jesus Christ Lizards) leben in Caño Negro.

In Caño Negro ist eine Boostour über die Flüsse, Kanäle und Lagunen ein Muss und zugleich die einzige Möglichkeit, das Feuchtgebiet erkunden zu können. Je früher am Morgen du aufbrichst, desto mehr Tiere wirst du sehen. Eine gute Uhrzeit, um mit der Tour zu starten, ist gegen 6.30 Uhr.

Bootstouren durch die Wetlands von Caño Negro kannst du vor Ort in jedem Hotel buchen. Für unsere dreistündige, so genannte "Eco-Tour" haben wir inklusive Hotel-Pick-up 95 US Dollar für zwei Personen bezahlt.

Abgesehen von unzähligen Kaimanen, die die Flussufer und Sandbänke in den Lagunen säumen, haben wir Jesus Christ Lizards, zahlreiche Leguane und Wasserschildkröten gesehen. Häufig vorkommende Vogelarten in Caño Negro sind u. a. Anhingas (Amerikanische Schlangenhalsvögel), Amazon Kingfisher, Kormorane, Reiher, Geier, Ibisse und Rosalöffler.

Bootstour Caño Negro

Bootstour durch die Kanäle und Lagunen von Caño Negro

Kaimane Caño Negro

An den sandigen Ufern des Feuchtgebiets liegen zahlreiche Kaimane.

Aningha (Amerikanischer Schlangenhalsvogel), Caño Negro

Auch Aninghas (Amerikanische Schlangenhalsvögel) gibt in Caño Negro vielerorts zu sehen

Tipp: Für Vogelbeobachtungen besonders gut geeignet ist ein rund 800 Meter langer Holzsteg am Flussufer, den du mit dem Boot erreichst.

Abgesehen von Bootstouren empfehlen sich in Caño Negro auch Bird Watching-Touren zu Fuß. Wenn du Frösche und Kröten beobachten willst, solltest du unbedingt eine geführte Nachtwanderung machen.

Caño Negro ist ein Geheimtipp in Costa Rica. Wegen der abgeschiedenen Lage kommen nur sehr wenige Touristen hierher. In Caño Negro gibt es ein knappes Dutzend Unterkünfte und – abgesehen von ein, zwei Gemischtwarenläden und einer Handvoll "Sodas" (einfache Restaurants und Imbisse) – keine weitere Infrastruktur.

Hotels in Caño Negro

Hotel-Tipp: Eins der besten und schönsten Hotels in Caño Negro ist das Hotel de Campo*. Die Bungalows stehen in einem weitläufigen Garten, der mit zahlreichen Obstbäumen und -sträuchern als Botanischer Garten angelegt ist. Das Hotel hat einen schönen Pool und liegt an einer Lagune (perfekt für Bird Watching).

Der Hotel-Besitzer ist halb Schweizer und halb Italiener und führt seine Gäste gern auch durchs umliegende Gelände, um ihnen etwa einen Baum voller Klammeraffen zu zeigen. Im Restaurant des Hotels stehen sowohl italienische als auch lokale Gerichte auf der Speisekarte. Die Preise sind allerdings selbst für costaricanische Verhältnisse happig. Nudelgerichte kosten hier durchschnittlich 14 US Dollar, Fleischgerichte 24 bis 26 US Dollar.

Weitere Unterkünfte in Caño Negro sind die Natural Lodge Caño Negro*, die Poponjoche Lodge Caño Negro* und die Posada Rural Oasis*.

Anfahrt nach Caño Negro

Schotterpiste Caño Negro

Caño Negro ist nur über eine holprige Schotterpiste zu erreichen

Caño Negro liegt gut 200 km von der Hauptstadt San José (Zentrum) entfernt. Die Fahrzeit via Los Chiles beträgt knapp 4 h; Die letzten 25 Kilometer sind staubige Schotterpiste (4WD empfohlen). Vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" sind es 185 km bis Caño Negro. Die Fahrzeit beträgt ebenfalls knapp 4 h.

4. Río Celeste

Badestelle Río Celeste

Öffentliche Badestelle am einzigartig blauen Río Celeste

Auf dem Weg nach Caño Negro lohnt ein Abstecher zum Río Celeste. Der Fluss mit seinem einzigartig blau-türkisfarbenem Wasser gilt als Geheimtipp. Die Farbe des Wassers soll von einer natürlichen chemischen Reaktion herrühren.

Eine öffentliche Badestelle am Río Celeste, die hauptsächlich Einheimische nutzen, befindet sich nahe der Ortschaft Katira. Die nicht ausgeschilderte Badestelle liegt an einer kleinen Brücke (keine bewachten Parkplätze) wenige Kilometer vor dem Wasserfall Río Celeste. In die Navigationsapp (am besten Waze-App) die Route Katira-Río Celeste Hideaway Resort* eintippen. Die Straße führt direkt zur Brücke mit der Badestelle.

Nur ein paar Kilometer weiter Richtung Río Celeste Hideaway Resort befindet sich der Wasserfall Río Celeste. Der Dschungelpfad zum Wasserfall führt etwa 1,5 Kilometer steil bergauf.

5. Parque Nacional Rincón de la Vieja

Sendero Las Pailas, Rincón de la Vieja

Der Sendero Las Pailas ist ein beliebter Wanderweg am Fuß des Vulkans Rincón de la Vieja

Im Parque Nacional Rincón de la Vieja im Norden von Costa Rica kannst du Vulkanismus aus nächster Nähe erleben. In der kargen Landschaft am Fuße des 1806 Meter hohen Vulkans Rincón de la Vieja (zu Deutsch: "Schlupfwinkel der Alten") befinden sich brodelnde Schlammlöcher, Fumarolen und auch ein Mini-Vulkan, aus dem schwefelhaltige Dämpfe aufsteigen.

Weiter höher verändert sich die Landschaft. In den grünen Regenwäldern mit meterhohen Würgefeigen leben Brüll-, Kapuziner- und Klammeraffen sowie über 300 Vogelarten, darunter Paradiesvögel und Amazonenpapageien. Jaguare und Pumas sind im Parque Nacional Rincón de la Vieja ebenfalls heimisch, jedoch zeigen sich diese Besuchern nur selten.

Durch den Nationalpark, der Teil der Cordillera Guanacaste mit zahlreichen Flüssen und Bächen ist, führen mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade. Der Park ist in zwei Sektionen aufgeteilt: in die Sección Las Pailas mit dem aktiven Krater des Vulkans Rincón de la Vieja und die östlich gelegene Sección Santa María.

Der mit drei Kilometern kürzeste Weg (reine Gehzeit ca. 2 Stunden) ist der Sendero Las Pailas am Fuß des Vulkans Rincón de la Vieja. Die Route ist markiert und führt auf den ersten 1,5 Kilometern an blubbernden Schlammlöchern, Fumarolen und einem Mini-Vulkan (Volcancito) vorbei. Anschließend geht's ein Stück bergauf durch den Regenwald und wieder zurück zum Besucherzentrum.

Schlammloch Rincón de la Vieja

Vulkanismus aus nächster Nähe: Brodelndes Schlammloch am Sendero Las Pailas

Zwei weitere Wanderwege am Fuße des Vulkans führen zu verschiedenen Wasserfällen. Zu den Cataratas Escondidas sind es 4,4 Kilometer, zu der Catarata la Cangreja 5 Kilometer. Das letzte Stück ist steil und nur durch Klettern zu bewältigen.

Der acht Kilometer lange Weg hinauf zum aktiven Krater des Rincón de la Vieja (1086 m) ist eine der schönsten Wanderrouten. Aufgrund der schweißtreibenden Kraxelei und einiger Kletterpartien aber auch die anstrengendste. Im Besucherzentrum des Nationalparks wird empfohlen, nicht später als 9 Uhr früh aufzubrechen. Bei stärkeren Vulkanaktivitäten oder schlechten Witterungsverhältnissen wird die Krater-Route für Besucher gesperrt.

Weitere Wanderouten führen zu den östlich gelegenen Thermalquellen (7 km) und in die Sección Santa María (8 Km), die nach einem weiteren Krater benannt ist. Der Krater Santa María ist inaktiv und liegt mit 1916 Metern höher als sein aktiver Bruder. Santa María kann nicht bestiegen werden.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Die Eintrittstickets für den Parque Nacional Rincón de la Vieja kosten 15 US Dollar p. P. und sind am Parkplatz im Besucherzentrum erhältlich. Jeder Besucher muss sich registrieren lassen und erhält eine Nummer, die er beim Verlassen des Nationalparks wieder abgeben muss. Der Park ist dienstags bis sonntags von 7 bis 15 Uhr geöffnet.

Hotels und Lodges am Rincón de la Vieja

Im Nationalpark selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Nahe gelegene Unterkünfte sind das Hotel Rincón de la Vieja Lodge*, das Hacienda Guachipelin Volcano Ranch Hotel & Hot Springs* und die Rinconcito Lodge*.

Weitere Hotels und Lodges in der Umgebung des Rincón de la Vieja findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Anfahrt zum Parque Nacional Rincón de la Vieja

Die nächst gelegene, größere Stadt am Rincón de la Vieja ist Liberia (siehe unten). Die Fahrzeit für die gut 22 Kilometer lange Strecke von Liberia zum Rincón de la Vieja beträgt eine gute Stunde. Bis auf das letzte Stück Schotterpiste sind sämtliche Straßen in gutem Zustand. Der Nationalpark Rincón de la Vieja liegt rund 300 km von der Hauptstadt San José entfernt. Die Fahrzeit beträgt knapp 6 h; vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" sind es 287 km und 3,5 h Fahrzeit.

6. Liberia

Café Liberia

Überbleibsel aus der spanischen Kolonialzeit: Café Liberia

Die touristisch eher weniger attraktive Stadt Liberia liegt an der Interamericana (Panamericana) und bietet außer einigen Kolonialbauten keine weiteren Sehenswürdigkeiten. Aufgrund der zentralen Lage ist Liberia jedoch guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung, z. B. zum Vulkan Rincón de la Vieja (siehe oben), zum Nationalpark Santa Rosa, zu den Stränden am Golfo de Papagayo und zu den schön gelegenen Cataratas Llanos de Cortés (siehe unten).

Liberia liegt in einer trockenen Steppenlandschaft und gilt mit Temperaturen von häufig mehr als 40 Grad Celsius als einer der heißesten Flecken Costa Ricas. Die Bewohner der Region leben größtenteils von Rinder- und Pferdezucht und pflegen ihre so genannte Sabanero-Kultur.

Aufgrund der vielen umliegenden Ranchos (Ranches) wartet Liberia mit zahlreichen guten Steak-Restaurants auf. Tipp: "Torro Negro Steakhouse" an der Av. 25 de Julio, Ecke Calle 1.

Wenn du in Liberia ein wirklich schönes Kolonialhaus mit teilweise noch originalgetreuer Einrichtung sehen möchtest, solltest du das Café Liberia an der Calle Central Rafael Iglesias besuchen.

Das Café besteht aus einem Innenraum mit holzgetäfelten Wänden und einer kunstvoll bemalten Decke sowie aus einem schönen, von alten Wirtschaftsgebäuden umgebenen Patio. Neben diversen Kaffeespezialitäten (Tipp: Eiskaffee mit Zimt probieren!) bietet das Café Liberia auch Snacks und Hauptgerichte wie Ceviches, Casados, italienische Nudelgerichte und Hamburger (Preise durchschnittlich zwischen 4000 und 8000 Colones/ 5,80 - 11,50 Euro).

Hotels in Liberia

Gute Mittelklasse-Hotels in Liberia sind u. a. das Best Western El Sitio Hotel & Casino* und das Hotel Boyeros* (beide nahe der Zufahrt zur Interamericana)

Beliebte, preiswerte Unterkünfte im Zentrum von Liberia sind das Backpackers Liberia*, das Hostal My Green House* und das Hostal Nanku*.

7. Cataratas Llanos de Cortés

Cataratas Llanos de Cortés

Cataratas Llanos de Cortés

Von Liberia oder auf dem Weg dorthin lohnt ein Badestopp an den im Dschungel gelegenen Cataratas Llanos de Cortés. Die Wasserfälle liegen etwa 20 Autominuten südöstlich von Liberia und sind von der Interamericana über eine kleine Zufahrtsstraße zu erreichen.

Vom Parkplatz führt ein etwa 100 Meter langer Dschungelpfad über eine Treppe hinab zu den Wasserfällen. Die Cataratas Llanos de Cortés sind mehrere, dicht nebeneinander liegende Kaskaden, die aus einer Höhe von etwa zehn Metern in ein natürliches Becken fallen.

In dem etwa 400 Quadratmeter großen Natur-Pool mit erfrischend kühlem Wasser kannst du prima schwimmen. Der kleine Strand mit schattenspendenden Bäumen und Sträuchern ist ein beliebter Picknickplatz für Einheimische. Touristen finden eher seltener hierher.

Der Eintritt für die Cataratas Llanos de Cortés beträgt 4000 Colones (5,80 Euro), die an der Schranke zum Parkplatz bezahlt werden müssen.

8. Monteverde

Nebelwald Monteverde

Das Nebelwald-Schutzgebiet Monteverde

Monteverde (Grüner Berg) ist ein tier- und pflanzenreiches Nebelwald-Schutzgebiet, das aus drei Reservaten besteht: Reserva Monteverde, Reserva Santa Elena und Bosque Eterno de los Niños.

In Monteverde kommt etwa ein Drittel der insgesamt 9000 Pflanzenarten Costa Ricas vor, darunter mehr als 750 Baum- und 500 Orchideenarten. Monteverde liegt im zentralen Teil von Costa Rica zwischen Arenalsee (siehe oben) und Pazifikküste.

Neben zahlreichen Reptilien- und Amphibienarten sind in Monteverde Affen, Agutis, Gürteltiere, Tapire, Pumas und Jaguare heimisch. Hinzu kommen rund 500 verschiedene Vogelarten, darunter Quetzale und Tukane.

Alle drei Naturreservate sind in privater Hand. Sie liegen nahe dem Touristen-Städtchen Santa Elena und nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Die Entstehung der Reservate geht auf US-amerikanische Quäker zurück, die sich in den 1950er-Jahren in Monteverde ansiedelten. Sie kauften nach und nach Land auf und stellten es unter Schutz.

In der einst stillen Quäkergemeinde Monteverde boomt heute der Tourismus. Reisebusse winden sich die Straße nach Santa Elena und zu den nahe gelegenen Naturreservaten hinauf. Die Parkplätze sind meist überfüllt, ebenso wie die oft teuren Aussichtsrestaurants.

Ein breites Canopy-Angebot (Ziplining, Bungeespringen, Canyoning, Treetop Climbing, Skytram, hängende Brücken) sowie weitere touristische Attraktionen wie ein Ranarium, ein Schmetterlings- und Kolibrigarten locken zunehmend mehr Besucher nach Monteverde.

Touristischer Dreh- und Angelpunkt in Monteverde ist das Berg-Städtchen Santa Elena mit zahlreichen Restaurants, Cafés, Bars, Geschäften, Supermärkten und Hotels (Unterkünfte in Monteverde siehe unten).

Trotz des kontinuierlich wachsenden Tourismus sind Monteverdes drei Naturreservate nach wie vor ein lohnendes, mehrtägiges Ausflugsziel.

Reserva Monteverde

Wanderung Reserva Monteverde

Wanderung durch die Reserva Monteverde

Hängende Brücke Reserva Monteverde

Dschungeltrekking über hängende Brücken

Aguti Monteverde

Aguti

Schmetterling Monteverde

Schmetterlinge gibt es in Monteverde zuhauf

Die Reserva Monteverde liegt etwa acht Kilometer östlich von Santa Elena und ist Monteverdes meist besuchtes Naturreservat. Nur ein kleiner Teil des weitläufigen Gebiets ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Entlang der neun Wanderwege, die alle miteinander kombiniert werden können, gibt es u. a. Orchideen, Bromelien, Epiphyten (Aufsitzerpflanzen), Kolibris und Schmetterlinge zu sehen. Von den 130 in der Reserva Monteverde vorkommenden Säugetierarten, darunter Pumas, Ozelots und Jaguare, lassen sich entlang der Wanderrouten jedoch nur selten Angehörige der einen oder anderen Spezies blicken.

Einer der schönsten Wege durch die Reserva Monteverde ist der knapp 2 Kilometer lange Sendero Bosque Nuboso, der wie der etwa gleich lange Sendero Camino teilweise steil bergauf durch den Nebelwald zum Aussichtspunkt Mirador La Ventana führt. Von hier oben hast du bei gutem Wetter eine erstklassige Panoramaaussicht auf die Berge, die Halbinsel Nicoya und den Golf von Nicoya.

Weitere Infos zur Reserva Monteverde findest du auf der Webseite der Parkverwaltung Centro Científico Tropical. Dort kannst du auch Tickets für geführte Touren buchen.

Bosque Eterno de los Niños

Der knapp 23.000 Hektar große Bosque Eterno de los Niños (zu Deutsch "Ewiger Wald der Kinder") trägt seinen Namen zu Ehren zahlreicher Schulkinder in der ganzen Welt, die für den Kauf und Schutz des Waldgebiets Spenden sammelten.

Im Bosque Eterno de los Niños befinden sich zwei biologische Forschungsstationen, von denen auch die meisten Wanderungen (zum Teil mit Übernachtung) starten. Zur Estación San Gerardo gelangst du vom Parkeingang in Monteverde über einen vier Kilometer langen Wanderweg. Die Estación Pocosol, die wie die Estación San Gerardo ebenfalls über Gästezimmer verfügt, ist nur von La Tigra aus mit dem Auto zu erreichen (Fahrzeit ca. 40 Minuten).

Der einzige Weg, der am Parkeingang des Bosque Eterno de los Niños beginnt und dorthin auch wieder zurückführt, ist der 4,5 Kilometer lange, schöne Sendero Bajo del Tigre, auf dem du neben zahlreichen Vogelarten auch Schmetterlinge wie Morphofalter, Kapuzineraffen, Agutis und Nasenbären sehen kannst.

Weitere Infos zum Bosque Eterno de los Niños findest du auf der Webseite der Parkverwaltung Asociación Conservacionista de Monteverde. Dort kannst du auch geführte (Nacht-)Wanderungen sowie Zimmer in den beiden Forschungsstationen buchen.

Reserva Santa Elena

In der Reserva Santa Elena sind u. a. Klammeraffen und rund 200 Vogelarten heimisch. Das Reservat bietet Wanderwege zwischen 1,5 und knapp 5 Kilometer Länge, die allesamt durch den Nebelwald führen. Wenn du den Touristenmassen aus dem Weg gehen willst, solltest du dich abseits des 1,5 Kilometer langen Rundwanderwegs "Youth Challenge" bewegen.

Weitere Infos zur Reserva Santa Elena findest du auf der Webseite der Parkverwaltung Reserva Bosque Nuboso Santa Elena.

Canopy in Monteverde

In Monteverde werden alle erdenkliche Fun- und Abenteuersporten angeboten. Du kannst an Seilrutschen (Ziplines) durch den Dschungel fliegen, Bungee springen, über hängende Brücken laufen, in einer Gondel über die Baumkronen schweben und mit einem Gelände-Buggy durch die Berge fahren.

Zu den beliebtesten Canopy-Anbietern in Monteverde zählen u. a. Skyadventure Travel (auch Betreiber des Sky Adventure Parks am Vulkan Arenal s. o.), Aventura, Selvatura und Monteverde Extremo.

Hotels in Monteverde

Gute Mittelklasse-Hotels und Lodges in Monteverde sind u. a. die die Casa Campo Verde*, die Rainbow Valley Lodge Costa Rica*, die Casa de la Montaña* und das Hotel El Bosque*.

Schön, aber auch teurer sind das Chira Glamping Monteverde*, die Los Pinos - Cabañas & Jardines* und das Hotel Trópico Monteverde*.

Beliebte, preiswerte Unterkünfte in Monteverde sind u. a. das Nature House*, das Garden House Monteverde* und die Cabinas Nuestra Kasa*.

Viele weitere Unterkünfte in Monteverde findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Anfahrt nach Monteverde

Schotterpiste Monteverde

Schotterpiste nach Monteverde

Insbesondere bei Regen empfiehlt sich für die kurvenreiche, holprige Schotterpiste rauf nach Monteverde ein Allradfahrzeug (4WD). Bei Trockenheit und Wind kann die Sicht wegen des Staubs stark eingeschränkt sein.

Monteverde liegt knapp 140 km von der Hauptstadt San José (Zentrum) entfernt. Die Fahrzeit beträgt ca 3 h; vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" sind es 120 km und 2 h 40 min Stunden Fahrzeit.

9. Costa Ricas Hauptstadt San José

San José ist eine bunte, lebendige Stadt und keinesfalls langweilig, wie häufig behauptet wird. Für Touristen lohnt vor allem ein Bummel durchs Zentrum mit seinen Kolonialbauten und Stadtplätzen, bedeutenden Museen und der Fußgängerzone (Avenida Central).

In der Avenida Central findest du zahlreiche Geschäfte mit Marken- und Sportbekleidung, Fast-Food-Tempel, Restaurants und Cafés. Mitten im Trubel preisen Straßenhändler lautstark ihre Waren an. Straßenkünstler wie Pantomimen, Musiker und Zeichner scharen jede Menge Zuschauer um sich herum.

Sehenswürdigkeiten in San José

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von San José zählen die Kolonialbauten wie das Teatro Nacional, das Ende des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild des Pariser Opernhauses erbaut wurde, das imposante Gran Hotel Costa Rica*, das aufwendig sanierte Postamt, das Edificio Metálico mit seiner Eisenfassade und die Casa Amarilla.

Teatro Nacional San José

Teatro Nacional an der Plaza de la Cultura

Postamt San José

Postamt im Zentrum von San José

Im Teatro Nacional solltest du unbedingt einen Blick in das Foyer mit den schönen Holztüren und Deckenmalereien werfen. Auch das angrenzende Theatercafé, wo neben köstlichen Kaffeespezialitäten auch Snacks und Pasta-Gerichte serviert werden, versprüht den Charme vergangener Tage.

Die größten und bedeutendsten Museen in San José sind das Museo de Oro mit mehr als 1600 Gold-Exponaten, das Jade-Museum und das Nationalmuseum, wo du einen guten Überblick über Costa Ricas Geschichte erhältst.

Unweit des Zentrums befindet sich der Mercado Central. In der überdachten Markthalle mit labyrinthartigen, schmalen Gängen werden u. a. Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Souvenirs, Textilien, Cowboyhüte, Hängematten und Haushaltsartikel verkauft. Das Beste jedoch ist der Food Court mit zahlreichen Essensständen, an denen du gut und günstig alle landestypischen Gerichte wie Casados, Burritos sowie diverse Fisch- du Fleischgerichte probieren kannst.

Darüber hinaus lohnt ein Besuch des Parque Nacional. Die Grünanlage mit Liegewiesen, Essens- und Getränkebuden und Live-Musik ist für die Einwohner San Josés ein beliebter Treffpunkt. Vor allem an den Wochenenden ist hier jede Menge los.

Parque Nacional San José

Immer was los: Parque Nacional in San José

Restaurant-Tipps

Tenedor Argentino: gutes, wenn auch nicht ganz preiswertes argentinisches Steakrestaurant an der Avenida 2 (vis-à-vis Teatro Nacional). Da das zweistöckige Restaurant bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt ist, empfiehlt es sich, vorab einen Platz zu reservieren. Besonders schön sitzt du am Abend an einem der Tische auf dem Balkon mit Blick auf das angestrahlte Nationaltheater. Nur der Verkehrslärm von der darunter liegenden Hauptstraße stört ein bisschen.

Fleischgerichte wie Filet Mignon oder Lomo mit Pfeffersoße kosten im Tenedor Argentino durchschnittlich 12.000 Colones (17 Euro), gegrillte Steaks (Entrecôte, Churrasco Argentino etc.) zwischen 9.500 und 16.000 Colones (13,40 bis 22,60 Euro). Für 2 Personen lohnen die üppigen Grillplatten (Parrilladas) für 22.000 bis 28.000 Colones (31 bis 40 Euro).

Restaurante Chelles (Avenida Central, Ecke Calle 9): Das rustikale, holzgetäfelte Restaurant mit einem langen, wuchtigen Holztresen bietet landestypische Gerichte zu moderaten Preisen. Klassiker wie Gallo Pinto in unterschiedlichen Variationen kosten zwischen 3.300 und 4.000 Colones (4,70 bis 5,70), Casados, Reis- Fleisch- und Fischgerichte zwischen 3.300 und 4.400 Colones (4,70 bis 6,20 Euro).

San José – Lage und und Verkehrsanbindung

San José liegt im so genannten Valle Central im Landesinneren von Costa Rica. Costa Ricas Hauptstadt ist mit seinen Busbahnhöfen und dem 19 Kilometer vom Stadtzentrum entfernten internationalen Flughafen Juan Santamaría der Verkehrsmittelpunkt des Landes. Für die meisten Touristen ist San José Start- und Endpunkt einer Costa-Rica-Reise. Es sei denn, man macht von Anfang an einen Bogen um die Stadt, übernachtet nach Ankunft am Flughafen in der nahe gelegenen Provinzhauptstadt Alajuela oder reist gleich in andere Landesteile weiter.

Da alle Wege und Straßen nach San José führen und der Verkehr insbesondere während Rushhour zwischen 15.30 und 19 Uhr nahezu kollabiert, kann es passieren, dass du für die 19 Kilometer vom Flughafen ins Zentrum von San José eineinhalb Stunden Fahrzeit einplanen musst. Daher macht es durchaus Sinn, sich am Anfang der Reise die nervige Fahrt in die Hauptstadt zu ersparen und die erste Nacht in einem Hotel in Alajuela* zu verbringen.

Ich empfehle dir, San José am Ende deiner Reise zu besuchen. Da du in Costa Rica vermutlich die meiste Zeit in der Natur verbringen wirst, kann ein zwei- bis dreitägiger Aufenthalt in der quirligen Hauptstadt zum Abschluss deiner Reise durchaus eine willkommene Abwechslung sein. Zumindest haben wir das nach unserer vierwöchigen Costa-Rica-Rundreise so empfunden.

Hotels in San José

Nicht nur wegen der kurzen Wege, sondern auch aus Sicherheitsgründen solltest du dich in San José am besten in einem Hotel in oder nahe Stadtzentrum und nicht in einem der düsteren Rotlichtbezirke einquartieren.

Gute Mittelklasse-Hotels im Zentrum von San José sind u. a. das Hotel Fleur de Lys*, das Exe San Jose Center* und das Holiday Inn San José Aurola*. In unmittelbarer Nähe des Zentrums empfehle ich dir außerdem das Hotel Kekoldi*, in dem auch wir übernachtet haben.

Luxus genießt du im Gran Hotel Costa Rica, Curio Collection By Hilton*. Das Hotel befindet sich in einem restaurierten Kolonialgebäude mitten im Stadtzentrum an der Plaza de la Cultura schräg gegenüber vom Teatro Nacional.

Beliebte, preiswerte Unterkünfte im Zentrum von San José sind das Nuevo Maragato Hotel & Hostel*, das Hotel Casa Leon* und das Hotel la Cuesta*.

Viele weitere Hotels in San José findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com

10. Parque Nacional Volcán Poás

Vulkan Poás

Kratersee auf dem Vulkan Poás. Foto: cgar / fotolia.com

Allein der Blick in den türkisfarbenen Kratersee lohnt eine Fahrt hinauf zum 2708 Meter hohen Vulkan Poás. Die 80 Grad Celsius heiße Laguna Caliente am nördlichen und bekannteren aktiven Krater zählt zu den sauersten Kraterseen der Welt.

Der Krater mit 1,5 Kilometern Durchmesser und einer Tiefe von 300 Metern ist bequem mit dem Auto zu erreichen. Vom Parkplatz sind es gerade einmal 600 Meter zu Fuß bis zur Aussichtsplattform. Von dort führt ein ca. 1 Kilometer langer Wanderweg zum Nachbarkrater Botos mit einer Tiefe von etwa 14 Metern.

Der Vulkan Poás brach das letzte Mal im Jahr 2009 aus. Im Jahr 2017 wurde die Zufahrt zum Parque Nacional Volcán Poás wegen "Aktivitäten" des Vulkans für ein Jahr gesperrt.

Öffnungszeiten Vulkan Poás: 7-14 Uhr (Einlassschluss 13.20 Uhr). Die beste Besuchszeit ist morgens, da bereits am Vormittag dichte Wolken aufziehen und dann vom Vulkan bzw. Kratersee nicht mehr viel zu sehen ist. Eintritt: 15 US Dollar.

Nicht nur der Blick in den Krater lohnt eine Fahrt zum Vulkan Poás, auch die Landschaft und tollen Aussichten von den Hängen des Vulkans sind einen Besuch des Nationalparks wert. Von hier siehst du bei gutem Wetter das Tal von Alajuela und San José, die Stadt Cartago, den Vulkan Irazú (siehe unten) und die Halbinsel Nicoya. Die teilweise alpine Landschaft mit Wiesen, Viehweiden und Pferdekoppeln geht stellenweise in Dschungellandschaften über.

Aufgrund des kühleren Bergklimas mit Temperaturen von durchschnittlich 25 Grad Celsius am Tag und frischen 10 bis 12 Grad am Abend bzw. in der Nacht gedeihen am Hang des Vulkans neben Helikonien auch Hortensien, Rosen, Kaffee, Erdbeeren und Brombeeren, die überall entlang der Straße verkauft werden, ebenso wie Palmenherzen-Käse, Weine aus der Region und Forellen (Truchas).

Restaurants und Supermärkte am Vulkan Poás

Die meisten Restaurants und "Sodas" sowie einige Supermärkte befinden sich an der Zufahrtsstraße zum Poás-Nationalpark in und nahe dem Dorf Poásito. Lecker gegessen haben wir in Poásito u. a. im Restaurant "El Abuelo". Neben Steaks und landestypischen "Casados" bietet die Speisekarte auch diverse andere Fleischgerichte sowie Fisch- und Reisgerichte.

Hotels am Vulkan Poás

Am Fuß des Vulkans gibt es mehrere schöne Berghotels und Lodges mit zum Teil atemberaubender Aussicht, darunter die Poás Volcano Lodge*, die Peace Lodge*, die Volcán Poás-Vara Blanca Tiquicia Lodge* und die von jungen Amerikanern geführte Poás Lodge* in unmittelbarer Nähe der Krater-Zufahrt.

Viele weitere Unterkünfte am Vulkan Poás (Vara Blanca) findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Anfahrt zum Vulkan Poás

Der Vulkan Poás liegt etwa 48 km von der Hauptstadt San José (Zentrum) entfernt. Die Fahrzeit beträgt ca. 1h 10 min; vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" sind es 32 km bis zum Vulkan und rund 55 min Autofahrt. Die Straßen sind asphaltiert und in gutem Zustand.

11. La Paz Waterfall Gardens

La Paz Waterfall Gardens

La Paz Waterfall Gardens

Die La Paz Waterfall Gardens nahe Vulkan Poás sind ein Mix aus Naturpark, Zoo und Botanischer Garten. Hauptattraktion der La Paz Waterfall Gardens sind, wie der Name bereits sagt, insgesamt mehrere, bis zu 35 Meter hohe Wasserfälle, die sich im hinteren Teil des hügelig-bergigen Geländes mit Regen- und Nebelwald befinden. Der Lower Templo Waterfall, Magia Blanca Waterfall, Encantada Waterfall, Escondida Waterfall und La Paz Waterfall sind über einen rund drei Kilometer langen Dschungel-Trail mit Treppen und Stufen zu erreichen.

Bevor man den Rundweg erreicht, passiert man zunächst eine Zoo-ähnliche Anlage mit mehreren Tiergehegen. Zu sehen gibt es u. a. Raubkatzen wie Ozelots, Pumas und Jaguare, eine Freiluftvoliere mit Aras und Tukanen sowie ein Serpentarium, ein Ranarium, einen Kolibri- und einen Schmetterlingsgarten.

Die von Touristen viel besuchten La Paz Waterfall Gardens sind kein unbedingtes Muss. Zumal der Eintrittspreis für Besucher, die sich nicht unbedingt für Zoos interessieren und/oder etwas gegen eingesperrte Tiere haben, mit 44 US Dollar pro Person ziemlich happig ist.

Tipp: Wer sich den teuren Eintritt sparen will, kann einen der Wasserfälle, den La Paz-Wasserfall, auch kostenlos von der Straße aus sehen. Mit dem Auto am Parkplatz der La Paz Waterfall Gardens vorbeifahren und der Straße etwa 2 Kilometer bergab bis zu einer kleinen Brücke folgen. An der Brücke kannst du dein Auto abstellen und von dort den herab rauschenden La Paz Waterfall sehen.

Zahlende Besucher der La Paz Waterfall Gardens können sich nach dem Rundgang durch das weitläufige, rund 70 Hektar große Gelände mit einem Shuttlebus kostenlos zurück zum Eingang fahren lassen.

Öffnungszeiten La Paz Waterfall Gardens: 8-17 Uhr.

Eintritt für Touristen: Erwachsene 44 US Dollar, Kinder (3-12 J.) 28 US Dollar. Mittagsbuffet zzgl. 14 / 8 US Dollar. Tickets können vor Ort oder auch auf der Webseite der La Paz Waterfall Gardens gekauft werden.

Anfahrt La Paz Waterfall Gardens

Die La Paz Waterfall Gardens liegen rund 20 Kilometer vom Vulkan Poás entfernt und sind von dort in etwa einer halben Stunde über eine asphaltierte Straße zu erreichen.

12. Parque Nacional Volcán Irazú

Kratersee Vulkan Irazú

Kratersee auf dem Vulkan Irazú

Hauptattraktion auf dem Vulkan Irazú ist der Hauptkrater mit einem grün-türkisblauen Säuresee. Mit dem Auto kannst du fast bis zum Krater heran fahren. Vom Parkplatz bis zur Aussichtsplattform am Kraterrand sind es nur 500 Meter zu Fuß.

Der gepflasterte Weg führt durch eine Mondlandschaft mit grau-schwarzen Aschefeldern. Von der Aussichtplattform kannst du tief unter dir in den grün-türkisblauen See blicken und in weiter Ferne den Pazifik und das Karibische Meer sehen. Solch ein Weitblick setzt allerdings gutes Wetter und wolkenlosen Himmel voraus.

Die besten Chancen auf gute Sicht hast du am frühen Morgen. Denn schon am Vormittag ziehen oftmals dicke Wolken auf und hüllen den Krater wie in Watte ein.

Der Vulkan Irazú zählt wie die Vulkane Arenal und Poás zu den Touristenmagneten in Costa Rica. Der Besucheransturm beginnt ab etwa 10 Uhr. Neben Touristen besuchen auch zahlreiche einheimische Schulklassen den Vulkan.

Wanderwege durch den Parque Nacional Volcán Irazú gibt es in der so genannten Sección Prusia, die etwa 15 Kilometer vom Hauptkrater entfernt liegt.

Der Eintritt für den Hauptkrater beträgt 15 US Dollar und ist am Kassenhäuschen an der Zufahrtsstraße zu bezahlen.

Anfahrt Vulkan Irazú

Der Vulkan Irazú liegt nur rund 30 km von der Stadt Cartago und 45 km vom Orosi-Tal entfernt. Das landschaftlich schöne Orosí-Tal (siehe unten) ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch des Irazú. Von Costa Ricas Hauptstadt San José beträgt die Entfernung zum Vulkan 55 km (Fahrzeit: 1 h 30 min) und vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" 72 km (Fahrzeit: 1 h 45 min).

13. Orosi-Tal

Kaffeeplantage Orosi-Tal

Kaffeeplantage im Orosi-Tal

Das landschaftlich schöne, sattgrüne Orosi-Tal ist ideal, um ein paar Tage bei etwas frischeren Temperaturen (tagsüber ca. 20 bis 25, abends/nachts 18 bis 20 Grad Celsius) zu entspannen oder aber eine Kaffeetour durch eine der zahlreichen Kaffeeplantagen zu unternehmen, mit dem Fahrrad um den Lago de Cachí (30 km) zu fahren, die alten Kirchenruinen von Ujarrás und Cartago zu besichtigen und einen Ausflug zum 45 Kilometer entfernten Vulkan Irazú (siehe oben) zu unternehmen.

Das fruchtbare Orosi-Tal ist in erster Linie Kaffee-, Obst- und Gemüseanbaugebiet. Vielerorts werden auch Forellen (Truchas) gezüchtet. Die meisten Unterkünfte (siehe unten) befinden sich in und nahe der kleinen Ortschaft Orosi sowie rund um den idyllisch gelegenen Stausee Lago de Cachí.

Über den 75 Meter hohen Staudamm am Nordufer des Lago de Cachí führt eine Auto- und Fußgängerbrücke. Da Autos auf der Brücke nicht anhalten dürfen, empfiehlt es sich, zu Fuß über die Brücke zu gehen und einen Blick auf die gewaltige Staudammanlage zu werfen.

In westlicher Richtung führt die Straße zum Mirador Ujarrás, einem Aussichtspunkt mit Panoramablick über das Orosi-Tal und weiter zu den Ruinas de Ujarrás.

In den steinernen Überresten einer der ältesten Kirchen Costa Ricas, die zwischen 1575 und 1580 von den Spaniern erbaut wurde und eigentlich "Iglesia Limpia Concepción de Ujarrás" heißt, nisten heute Papageien. Die Ruinen der durch ein Erdbeben zerstörten Kirche befinden sich in einem bewachten Park. Der Eintritt ist kostenlos.

Eine weitere interessante Kirchenruine befindet sich etwa 15 Kilometer nordwestlich von Ujarrás in Costa Ricas früherer Hauptstadt Cartago. Die "Parroquía de Santiago Apóstol" (heute nur "Las Ruinas" genannt) wurde ebenfalls 1575 erbaut und 1841 durch ein Erdbeben zerstört. Im einstigen, heute dachlosen Kirchenschiff befindet sich ein schön angelegter Garten.

Vis-à-vis der Kirche erstreckt sich die Plaza Mayor. Rund um den großen, zentralen Platz gibt es einige Bekleidungs-, Sport- und Elektronik-Geschäfte.

Empfehlenswerte Hotels im Orosi-Tal

In der mittleren Preiskategorie: Orosi Lodge*, Villas Cañaveral*, Chalet Orosí*

Preiswerter sind das House of Coffee* und die Tetey Lodge*.

Empfehlenswerte Hotels am Lago de Cachí

Hotel Boutique La Casona del Cafetal*, Agroturismo Finca Sermide* und bei Ujarrás Rinconcito Verde*

Weitere Unterkünfte im Orosi-Tal und nahe Lago de Cachí findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Anfahrt Orosi-Tal

Das Orosi-Tal liegt etwa 40 km südöstlich von San José. Die Fahrzeit beträgt 1 h 10 min. Vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" sind es 62 km (Fahrzeit: 1 h 50 min).

14. Turrialba

Wenn du auf Rafting stehst, solltest du in Turrialba Station machen. Die kleine Provinzstadt südöstlich des Vulkans Irazú (siehe oben) ist Ausgangspunkt für Wildwasserfahrten auf dem Río Pacuare und weiteren Flüssen in der näheren Umgebung.

Beliebte Anbieter für ein- und mehrtägige Rafting-Touren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade sind u. a. Tico's River Adventures und Ecoaventuras.

Empfehlenswerte Unterkünfte in Turrialba

Hostel Casa de Lis*, Turrialba Bed & Breakfast* und Los Volcanes*.

Anfahrt Turrialba

Die Provinzstadt Turrialba am Río Pacuare liegt rund 82 km östlich von San José. Die Fahrzeit beträgt 2 h 15 min. Ein Rafting-Stopp in Turrialba lässt sich gut mit Fahrten zum Vulkan Irazú, ins Orosi-Tal oder an die Karibikküste Costa Ricas kombinieren.

15. Parque Nacional Braulio Carrillo

Parque Nacional Braulio Carrillo

Parque Nacional Braulio Carrillo: Fahrt mit der Rain Forest Aerial Tram

Der Parque Nacional Braulio Carrillo lohnt einen Abstecher auf dem Weg von San José nach Puerto Limón (Karibikküste) oder umgekehrt. Wenig schön ist, dass der viel befahrene Highway 32, der San José mit Puerto Limón verbindet, mitten durch den Nationalpark führt. Da der Parque Nacional Braulio Carrillo jedoch mit knapp 50.000 Hektar Fläche zu den größten Nationalparks Costa Ricas zählt, finden sich auch abseits der meist befahrenen Straße Costa Ricas gute Wander- und Ausflugsmöglichkeiten.

Ein Großteil des Braulio Carrillo-Nationalparks besteht aus Regen- und Nebenwald. Bei einer Seilbahnfahrt mit der Rain Forest Aerial Tram (s. u.) hast du Gelegenheit, in beide Vegetationszonen einzutauchen.

Der Parque Nacional Braulio Carrillo ist in zwei Sektionen unterteilt, in den häufiger besuchten Sector Quebrada González, in dem sich auch die Seilbahn befindet, und in den abgelegenen und weniger touristischen Sector Volcán Barva mit Höhen bis zu 2906 Metern.

Zu den Bewohnern des Nationalparks zählen u. a. Kapuziner- und Klammeraffen, Agutis, Jaguare und Tapire. Insgesamt sind im Parque Nacional Braulio Carrillo mehr als 130 Säugetierarten, rund 70 Schlangen- und 500 Vogelarten heimisch.

Die meisten Besucher kommen wegen der Rain Forest Aerial Tram (auch Rain Forest Adventure Teleférico) zum Nationalpark. Die Zufahrt liegt direkt am Highway 32. Tickets zum stolzen Preis von ca. 60 US Dollar pro Person kaufst du am Ticket Counter am Parkplatz. Im Preis sind der Shuttle zur Tal-Station der Seilbahn (ca. 1,5 km) sowie ein englisch- oder spanischsprachiger Guide inklusive.

Die Gondeln gleiten mal in 40 Meter Höhe und mal nur wenige Zentimeter über dem Boden durch die Wälder. Beeindruckend sind vor allem die Riesenfarne und zahlreichen Philodendren-Arten. Die Fahrt dauert insgesamt 1 h 20 min.

Einen guten Überblick über einige der im Braulio Carrillo-Nationalpark vorkommenden Tier- und Pflanzenarten bieten Besuche des an der Talstation der Seilbahn gelegenen Ranariums (u. a. Erdbeerfrösche, Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche), des Serpentariums (Lanzenottern, Boas Constrictor) des Schmetterlings- und des Orchideengartens. Der Eintritt ist im Ticketpreis für die Seilbahn enthalten.

Wichtiger Hinweis: Auf dem kurzen Dschungelpfad, der zu den zoologischen Einrichtungen führt, solltest du ausschließlich ausgewiesene Wege betreten. Denn das Erdreich abseits der Pfade wird von so genannten Gewehrkugelameisen (auch 24-Stunden-Ameisen) bevölkert, deren Biss acht- bis zehnmal schmerzhafter sein soll als der eines Skorpions.

Übernachten im und nahe Braulio Carrillo-Nationalpark

Hotel-Tipps für Naturfreunde: Nahe der Talstation der Seilbahn im Rainforest Adventures Park befindet sich die Tapirus Lodge*. Die nicht ganz preiswerten Holz-Bungalows liegen abgeschieden mitten im Dschungel. Außerhalb des Nationalparks gibt es noch zwei weitere, idyllisch am Río Blanco gelegene Unterkünfte: die Guarumo Lodge* und die Casa Río Blanco Eco Friendly B&B*.

Anfahrt Parque Nacional Braulio Carrillo

Zum meist besuchten Teil des Braulio Carrillo-Nationalparks, dem Sector Quebrada González, in dem sich auch Rainforest Aerial Tram befindet, gelangst du über den Highway 32. Die Zufahrt zur Seilbahnstation mit Parkplatz und Ticket Office liegt knapp 50 km (ca. 1 h Fahrzeit) von San José entfernt und 111 km von Puerto Limón (Fahrzeit 2 h).

Den weniger besuchten Teil des Nationalparks, den Sektor Volcán Barva, erreichst von der Ortschaft Sacramento aus. Für die Fahrt über die Schotterpiste nach Sacramento empfiehlt sich ein Wagen mit Allradantrieb (4WD). Sacramento liegt 32 km von San José (Fahrzeit: 1 h) entfernt und ca. 170 km von Puerto Limón (Fahrzeit: knapp 4 h).

16. Sarchí

Ochsenkarren Costa Rica

Typischer Ochsenkarren (Carreta)

Das kleine Städtchen Sarchí ist bekannt für die Herstellung von Ochsenkarren, die in einigen Regionen Costa Ricas nach wie vor in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die bunt bemalten, so genannten "Carretas" gelten als eines der Nationalsymbole Costa Ricas. Ein wahres Riesen-Exemplar kann im Parque Sarchí (Sarchí-Nord) bewundert werden. Vis-à-vis lohnt ein Blick in die grün getünchte Parroquía Sarchí mit hübschen Bleiglasfenstern.

Reisebusse stoppen meist an der Fábrica de Carretas Joaquín Chaverri im Süden von Sarchí. Dort kannst du beim Bau und bei der Bemalung der Ochsenkarren zusehen und einen Mini-Karren als Souvenir kaufen.

Anfahrt Sarchí

Sarchí liegt etwa eine Autostunde (45 km) nordwestlich von San José und bietet sich beispielsweise als Zwischenstopp auf dem Weg vom Vulkan Poás zum Vulkan Arenal oder in umgekehrter Richtung an.

17. Tárcoles (Krokodiltouren)

Krokodil Tárcoles

Krokodil im Río Tárcoles

Wenn du bis zu sechs Meter lange Krokodile sehen möchtest, solltest du eine Krokodil-Tour auf dem Río Tárcoles machen. Die Touren dauern zwei Stunden und können bei verschiedenen Anbietern in Tárcoles gebucht werden. Wir haben uns für eine zweistündige Bootsfahrt mit Jungle Crocodile Safari entschieden und 30 US Dollar p. P. bezahlt. Die Touren starten täglich um 8.30, 10.30 und 13.30 Uhr (Angaben ohne Gewähr).

Hinweis: Die meisten und größten Krokodile siehst du an der Brücke von Tárcoles. Die Boote können allerdings nur bei Flut dorthin fahren. Erkundige dich am besten vor der Buchung nach dem aktuellen Wasserstand.

An der Brücke von Tárcoles bist du geradezu umzingelt von Krokodilen. Da die bis zu sechs Meter langen Tiere oft sehr nahe an die Boote heran schwimmen, solltest du deine Hände auf keinem Fall aus dem Boot strecken. Neben Krokodilen siehst du auf der Bootstour in der Regel auch unterschiedliche Vogelarten, Leguane und Jesus Christ Lizards.

Tipp: Wenn du dir das Geld für die Krokodil-Tour sparen möchtest, fährst du mit dem Auto zur Brücke von Tárcoles. Von der Brücke aus siehst du die Krokodile ebenfalls, wenn auch aus einigem Abstand.

Anfahrt Tárcoles

Tárcoles liegt an der Pazifikküste von Costa Rica, genauer gesagt: an der Südostküste des Golfs von Nicoya. Der größte, nächstgelegene Badeort ist Jacó 20 km südlich. Der Parque Nacional Manuel Antonio (siehe unten) liegt gut 90 km (Fahrzeit: 1 h 30 min) von Tárcoles entfernt. Von San José sind es gut 80 km (Fahrzeit: 1 h 25 min) nach Tárcoles.

18. Parque Nacional Manuel Antonio

Parque Nacional Manuel Antonio

Wanderung durch den Parque Nacional Manuel Antonio

Der Parque Nacional Manuel Antonio ist einer der meist besuchten Nationalparks in Costa Rica. Grund sind vor allem die schönen, weißen Pazifikkstände, die zum Nationalpark gehören, aber auch die zahlreichen Tiere, die Besucher hier vielerorts zu Gesicht bekommen.

Tipp: Wenn du dem großen Touristen-Anstrum ausweichen möchtest, solltest du den Parque Nacional Manuel Antonio früh morgens besuchen. Denn bereits am Vormittag kann es im kleinsten Nationalpark Costa Ricas mit einer Fläche von nur sieben Quadratkilometern unangenehm voll werden.

Im Parque Nacional Manuel Antonio lohnt es sich, eine geführte Tour zu buchen. Am besten direkt auf der Webseite der Parkverwaltung und ein paar Tage im Voraus, da die Zahl der Besucher beschränkt ist. Für unsere geführte, dreistündige Wanderung haben wir 50 US Dollar p. P. inkl. Hotel-Pick-up bezahlt.

Auf unserer Tour durch den Nationalpark Manuel Antonio haben wir u. a. Faultiere, Agutis, Brüllaffen, Kapuzineraffen, (schlafende) Fledermäuse, Rehe, Pfeilgiftfrösche, Tukane und Adler gesehen. Ein weiteres Highlight war ein Badestopp an der schneeweißen Playa Manuel Antonio mit glasklarem, türkisblauem Wasser.

Die rund 800 Meter lange Playa Manuel Antonio liegt in einer malerischen, von Dschungel umgebenen Felsenbucht. Die Bucht gehört zu einem Isthmus, auf dessen gegenüberliegender Seite sich ein weiterer schneeweißer Traumstrand befindet. Die Playa Espadilla Sur ist etwa einen Kilometer lang, eignet sich bei Flut wegen der hohen Wellen allerdings weniger gut zum Schwimmen als die Playa Manuel Antonio.

Playa Manuel Antonio

Playa Manuel Antonio

Von den Playas führt der Rückweg zum Besucherzentrum größtenteils über Holzstege durch den Mangrovenwald.

Fazit: Obgleich der Park auch in den Morgenstunden gut besucht ist, lohnt eine Tour durch den Parque Nacional Manuel Antonio vor allem wegen der vielen Tiere und schönen Strände.

Öffnungszeiten Parque Nacional Manuel Antonio: Di.-So., 7-16 Uhr.

Tipp: Ein schöner, öffentlicher Strand, nur ein paar hundert Meter vom Nationalpark entfernt, ist die Playa Espadilla (Playa 1). Hier gibt es mehrere Beach Bars und Strandliegen zum Relaxen.

Hotels nahe Parque Nacional Manuel Antonio

Die meisten Hotels, Cabanas, B&Bs befinden sich an der Zufahrtsstraße zum Nationalpark sowie in Quepos, der nächst größeren Stadt. Quepos liegt direkt am Pazifik und etwa sechs Kilometer vom Parkeingang entfernt. Schön ist das trubelige Touristen-Städtchen zwar nicht gerade, bietet aber jede Menge Infrastruktur wie zahlreiche Restaurants und Cafés, Geschäfte, Supermärkte, einen Busbahnhof und eine Marina.

Gute Mittelklasse-Hotels an und nahe der Zufahrtsstraße zum Parque Nacional Manuel Antonio sind u. a. das MyCasa's B&B*, das Manuel Antonio Park House* und das Casa Hotel Mare Nostrum*; im Zentrum von Quepos empfehle ich dir die Apartamentos Sibö* und das Hotel Serenity*.

Teurer und schöner wohnst du an und nahe der Zufahrtsstraße zum Nationalpark im Jungle Vista Inn*, in der Mango Moon Villa*, im Hotel Plaza Yara* und im noblen Tulemar Resort*.

Beliebte, preiswerte Unterkünfte nahe Parque Nacional Manuel Antonio sind u. a. das Torino Backpackers Beach*, das Miguel Surf Camp* und in Quepos das Passifloras Hostel*.

Für Schwule empfiehlt sich das Gay Hotel Villa Roca*.

Anfahrt Parque Nacional Manuel Antonio

Der Nationalpark Manuel Antonio liegt ca. 6 km von der Stadt Quepos entfernt (Fahrzeit: 15 Minuten). Von der Hauptstadt San José (Zentrum) sind es bis Quepos rund 2 h 45 min Fahrt (165 km) und vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internacional Juan Santamaría" 2 h 30 min (153 km).

19. Parque Nacional Cahuita

Cahuita-Nationalpark

Karibik-Strand im Cahuita-Nationalpark

Cahuita war für uns einer der Höhepunkte unserer Costa-Rica-Reise. Zum einen, weil wir im Nationalpark zahlreiche Tiere gesehen haben, zum anderen wegen der schönen Dschungelpfade, die größtenteils am karibisch-blauen Meer entlang führen. Alle paar Meter laden obendrein hübsche, kleine Naturstrände zum Baden und Relaxen ein. Ein Nationalpark, dessen Besuch sich wirklich lohnt!

Die mit 8,3 Kilometern längste, aber auch schönste Wanderroute durch den Cahuita-Nationalpark führt vom Haupteingang in Cahuita (Playa Blanca) zum rückseitigen Parkzugang Playa Vargas. Da nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische den Nationalpark besuchen, empfehle ich dir, die Tour an einem Wochentag und nicht am Wochenende zu machen. Du solltest in jedem Fall vor 10 Uhr starten, da du den zweiten Abschnitt der Route (Sector Playa Vargas) bis 14 Uhr erreicht haben musst. Nach 14 Uhr werden keine Besucher mehr durchgelassen.

Wanderweg Cahuita-Nationalpark

Wanderweg durch den Cahuita-Nationalpark

Die Landschaft im Parque Nacional Cahuita ist abwechslungsreich und besteht aus Dschungel, Sümpfen, Flüssen und Mangrovenwäldern. Der Großteil des Wegs führt parallel zum Meer und an zahlreichen schönen Buchten und Naturstränden vorbei.

Auf unserer Wanderung haben wir u. a. Kapuziner- und Brüllaffen, Jesus Christ Lizards, Basilisken, Leguane, Schildkröten, Agutis, Faultiere, Waschbären und handtellergroße Spinnen gesehen. Zu den im Cahuita-Nationalpark vorkommenden Vogelarten zählen u. a. Schlammtreter, Steinwälzer, Bergstrandläufer, Drosseluferläufer und Wilsonregenpfeifer.

Kapuzineraffe Cahuita-Nationalpark

Kapuzineraffe im Cahuita-Nationalpark

Zum Parque Nacional Cahuita gehört auch eins der schönsten Korallenriffe Costa Ricas. Das Riff besteht aus 35 Korallenarten und bildet den Lebensraum für 123 Fischarten. An der Punta Cahuita (etwa auf halber Strecke der 8,3 km langen Wanderroute) ist Schnorcheln nur in Begleitung eines lokalen Führers erlaubt (vor der Wanderung am Parkeingang nachfragen).

Die letzten zwei Kilometer der Wanderroute führen größtenteils über Holzstege durch sumpfiges, dichtes Urwaldgebiet.

Am Ausgang Puerto Vargas stehen für Besucher Toiletten und Duschen bereit. Ein Bus fährt alle halbe Stunde zurück zum Haupteingang nach Cahuita, sodass du bequem zu deinem Auto zurückkommst.

Öffnungszeiten Parque Nacional Cahuita: 7-16 Uhr (Einlass in den Sector Punta Vargas nur bis 14 Uhr). Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos, um eine Spende ab 5 US Dollar wird jedoch gebeten.

Cahuita Village, Puerto Viejo, Playas Negras? – Wo übernachten nahe Cahuita-Nationalpark?

Cahuita ist ein Dorf mit einigen chilligen Bars, kleinen Supermärkten, Hotels und Hostels. Der Eingang zum Nationalpark liegt am Rande des Dorfs. Hier gibt es Parkplätze und mehrere Souvenirläden.

Nur 16 Kilometer von Cahuita entfernt liegt der Karibik-Ferienort Puerto Viejo, wo deutlich mehr los ist als in Cahuita. Wenn du also wert auf reichlich touristische Infrastruktur wie Restaurants, Cocktailbars, Geschäfte und Supermärkte legst, solltest du in oder nahe Puerto Viejo übernachten. Nördlich und südlich von Puerto Viejo gibt es kilometerlange, schöne Sandstrände, wo du ebenfalls Unterkünfte aller Preisklassen findest.

Du möchtest lieber ruhig und abseits von allem Rummel wohnen? Kein Problem: Nahe Cahuita findest du ruhige Naturstrände mit nur wenigen Unterkünften. Einer der schönsten ist die Playa Negra. Im Folgenden empfehle ich dir Unterkünfte an allen oben genannten Orten.

Unterkünfte in Cahuita Village

Gute Mittelklasse-Hotels in Cahuita Village sind u. a. die Cabinas Tito* und das Marfi Inn*.

Teurer und komfortabler wohnst du im Oasi*, im Hotel la Casa de las Flores* und im Cahuita Inn*.

Beliebte, preiswerte Unterkünfte in Cahuita sind die Cabinas Palmer Makanda*, die Cabinas Smith 2* und die Cabinas Florencia*.

Unterkünfte an der Playa Negra nahe Cahuita

Casa Martina*, Bungalow Malú*, Playa Negra Guesthouse* und Cahuita Lodge*

Unterkünfte in Puerto Viejo

Puerto Viejo ist hauptsächlich ein Ferienort für Backpacker. Hier findest du viele preiswerte Cabinas und Hostels. Wenn du lieber in einem teureren Hotel wohnen, aber dennoch nah am Geschehen dran sein möchtest, solltest du dich westlich von Puerto Viejo an der Playa Negra (nicht zu verwechseln mit der Playa Negra bei Cahuita) einmieten.

Gute preiswerte Unterkünfte im Zentrum von Puerto Viejo sind das Caribbean Flavors Backpackers* und das Oasis*.

Wenn du komfortabler wohnen möchtest und mehr Geld ausgeben kannst, empfehle ich dir die Coco Loco Lodge*, die Casa Verde Lodge*, die Cabinas Guarana* und das Hotel Boutique Indalo*.

Hotels an der Playa Negra (nahe Puerto Viejo)

An der Playa Negra sind die Hotels teurer als im Zentrum von Puerto Viejo. Viele aber auch komfortabler wie das Natural Puerto Viejo*, das Hotel Banana Azul* und die Villas Serenidad*.

Viele weitere Unterkünfte an der Playa Negra und in Puerto Viejo findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

20. Parque Nacional Tortuguero

Tortuguero-Nationalpark

Bootstour durch den Parque Nacional Tortuguero

Gleich vorweg: Tortuguero ist nur per Flugzeug oder Boot zu erreichen. Wir haben uns für eine Bootsfahrt entschieden und in Puerto Viejo eine organisierte, zweitägige Tour mit Caribe Fun Tours nach Tortuguero gebucht. Der Preis für unsere zweitägige Tour inkl. Hotel-Pick-up und Transfer (Mini Van/Boot), einer Übernachtung in der La Baula Lodge*, Guide und einer morgendlichen Kanutour durch den Tortuguero-Nationalpark betrug 348 US Dollar für 2 Personen. Unseren Mietwagen haben wir in den zwei Tagen auf dem Parkplatz unseres Hotels (Hotel Banana Azul* an der Playa Negra bei Puerto Viejo) gelassen. Das war problemlos möglich.

Alternativ kannst du Touren in den Parque Nacional Tortuguero natürlich auch über andere Anbieter (z. B. Jungle Tom Safaris oder Exploradores Outdoors) sowie über einige Hotels in Tortuguero buchen.

Die Tourpakete der Hotels beinhalten in der Regel den Transfer von und nach San José, die Übernachtung(en) sowie ein bis zwei Bootsausflüge durch den Nationalpark. Hotels in Tortuguero, die Touren ab San José anbieten, sind u. a. die Pachira Lodge*, die Evergreen Lodge* und die Laguna Lodge*.

Wie du auf eigene Faust nach Tortuguero kommst, erfährst du weiter unten im Abschnitt "Anreise Tortuguero".

Obwohl es nicht ganz einfach ist, nach Tortuguero zu gelangen, zählt der Nationalpark zu den meist besuchten Nationalparks Costa Ricas. Grund ist die Menge an Tieren und die einzigartige Lage Tortugueros zwischen einem Netz aus Kanälen und Lagunen und der Karibik.

Tortuguero liegt rund 150 Kilometer nördlich von Puerto Limón und etwa 210 Kilometer nördlich von Puerto Viejo. Der sich entlang dem Río Tortuguero erstreckende Nationalpark besteht aus Regenwald, Mangrovenwäldern, einem 30 Kilometer langen Küstenabschnitt (einer der wichtigsten Nistplätze für die Grüne Meeresschildkröte in Costa Rica), Sumpfgebieten, Kanälen und Lagunen.

Das touristische Zentrum des Nationalparks bildet das autofreie Dorf Tortuguero (Tortuguero Village). Inselgleich liegt es zwischen dem Canal Tortuguero und der Karibik und ist nur per Boot oder mit kleinen Flugzeugen (ab San José und Limón mit Sansa und Nature Air) zu erreichen.

Touristische Highlights im Parque Nacional Tortuguero sind Paddeltouren durch die Kanäle und Lagunen sowie Dschungel-Wanderungen. Ausgangspunkt für alle Aktivitäten ist Tortuguero Village mit dem zentralen Besucherzentrum, dem Anleger für die Taxiboote (Muelle), zahlreichen Tour-Büros, Restaurants, Cafés, ATM, hauptsächlich einfachen Unterkünften und dem Strand, an dem zwischen April und Mitte Dezember Grüne Meeresschildkröten und Lederschildkröten ihre Eier ablegen.

Tortuguero Village

Tortuguero Village

Oftmals schönere, aber auch teurere Unterkünfte als in Tortuguero Village befinden sich auf der gegenüberliegenden Fluss-Seite, die du vom Dorf in nur wenigen Minuten mit dem Taxiboot erreichst.

Da die Chancen, möglichst viele Tiere zu sehen, am frühen Morgen die besten sind, starten die meisten geführten Wanderungen wie auch die Kanu- bzw. Kajaktouren durch den Parque Nacional Tortuguero bereits gegen 6.30 Uhr.

Auf unserer dreistündigen Kanutour haben wir u. a. Kaimane, Grüne Leguane, Schildkröten, Klammeraffen, Jesus Christ Lizards, Basilisken, eine Boa Constrictor, Tukane, Anhingas (Amerikanische Schlangenhalsvögel) und viele andere Vogelarten gesehen.

Tortuguero-Nationalpark

Morgendliche Bootsour durch den Tortuguero-Nationalpark

Grüner Leguan Tortuguero

Grüner Leguan

Aningha Tortuguero

Aningha (Amerikanischer Schlangenhalsvogel)

Unterkünfte im Parque Nacional Tortuguero

In Tortuguero Village befinden sich hauptsächlich einfache und preiswerte Cabinas und Hostels. Schönere, aber auch teurere Lodges und Resorts gibt es auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals und in der Lagune. Für wenige Dollar kannst du mit Taxibooten schnell von einem Ufer zum anderen übersetzen.

Beliebte, einfache Unterkünfte in Tortuguero Village sind u. a. das Tortuguero Hostel & Backpackers*, das Aracari Garden Hostel* und die La Casona de Tortuguero*.

Komfortabler, aber auch etwas teurer sind das Tortuguero Adventures Guesthouse*, das Apartahotel Rondon* und das Hotel Don Quichotte*.

Schöne Hotels am gegenüberliegenden Kanalufer von Tortuguero Village und in der Lagune sind die Tortuga Lodge & Gardens*, die Pachira Lodge* und die Rana Roja Lodge*.

Viele weitere Unterkünfte in Tortuguero findest du in der Hotelübersicht* bei Booking.com.

Anfahrt Tortuguero

Mit dem Flugzeug von San Jose oder Limón (Nature Air und Sansa) oder mit dem Boot von Caño Blanco, Pavona oder Moín.

Ab Caño Blanco (Anleger für Tour- und Hotelboote) dauert die Bootsfahrt durch die Kanäle bis Tortuguero eine gute Stunde. Cano Blanco liegt etwa 95 km nördlich von Puerto Limón (Fahrzeit mit dem Auto: knapp 2 h) und 136 km nordöstlich von San José (Fahrzeit 3 h 10 min).

Anfahrt Tortuguero Boot

Bootsfahrt von Caño Blanco nach Tortuguero

Wenn du preiswerter und auf eigene Faust nach Tortuguero fahren möchtest, solltest du mit einem Public Boat (ca. 2000 Colones/3 Euro p. P. und Strecke) ab Pavona fahren. Die Boote fahren um 7.30, 11, 13 und 16.30 Uhr (Angaben ohne Gewähr) und brauchen ca. 1 h bis Tortuguero. Die Tickets kannst du vor Ort im Restaurant kaufen. In Pavona gibt es einen bewachten Parkplatz, wo du dein Auto abstellen kannst (ca. 10 US Dollar pro Tag). Pavona liegt etwa 143 km nördlich von Puerto Limón (Fahrzeit: 2,5 h) und 117 km nordöstlich von San José (Fahrzeit 2 h 34 min). Für das letzte Stück der Strecke empfiehlt sich ein Fahrzeug mit Allradantrieb (4WD).

Ab Moín dauert die Bootsfahrt nach Tortuguero mit 3,5 bis 4 h am längsten. Moín ist der eigentliche Hafen von Puerto Limón und liegt westlich der Stadt. Die Boote nach Tortuguero fahren täglich um 10 Uhr (Angabe ohne Gewähr). Ein Ticket für eine einfache Fahrt kostet je nach Anzahl der Passagiere zwischen 35 und 50 US Dollar p. P.. In Moín kannst du dein Auto auf einem bewachten 24-Stunden-Parkplatz abstellen (ca. 5 US Dollar pro Tag). Moín liegt gut 8 km von Puerto Limón entfernt (Fahrzeit: 16 min) und 153 km von San José (Fahrzeit: 3 h).

Reisetipps für Tortuguero

Da es in Tortuguero häufig regnet, solltest du in jedem Fall ein Regencape und für Wanderungen auch Gummistiefel dabei haben. Du kannst dir in Tortuguero zwar Gummistiefel ausleihen oder kaufen, doch sind diese nur in wenigen Ausführungen und nicht in allen Größen erhältlich. Das gleiche gilt für Regencapes- und –mäntel. Wegen der Hitze (die Temperaturen in Tortuguero liegen selten unter 30 Grad Celsius) und der hohen Luftfeuchtigkeit empfehle ich dir atmungsaktive Regenkleidung.

Zu deinem Equipment sollten auch ausreichend Mückenschutz und Sonnencreme, eine Taschenlampe (am besten eine Stirnlampe) sowie ein Fernglas gehören. Empfehlenswert ist zudem eine gut sortierte Reiseapotheke, da es in Tortuguero bislang keine Apotheke gibt. Die Klinik vor Ort ist vor allem auf medizinische Notfallversorgung ausgerichtet und verfügt daher nur über eine begrenzte Anzahl Medikamente.

Zu beachten ist, dass die Restaurants in Tortuguero zwischen 20 und 21 Uhr schließen. Danach hast du im Dorf so gut wie keine Chance mehr, etwas zu essen zu bekommen. Tipp: Eins der besten Restaurants in Tortuguero ist das Buddha Café mit einer schönen, überdachten Terrasse und Blick auf den Kanal.

Der Eintrittspreis für den Parque Nacional Tortuguero beträgt 15 US Dollar pro Person.

Weitere Nationalparks und Naturreservate in Costa Rica

Die oben beschriebenen Nationalparks und Naturreservate zählen zu den wichtigsten und schönsten in Costa Rica. Es gibt allerdings noch weitere, die einen Besuch lohnen. Dazu zählen an der südlichen Pazifikküste von Costa Rica der Parque Nacional Corcovado und an der Karibikküste das Refugio Nacional Gandoca-Manzanillo (Infos zu Schildkröten-Nistplätzen s. u.).

Wenn du Zeit und Lust hast, solltest du dir im Norden Costa Ricas auch das Privatreservat Rara Avis anschauen, den Parque Nacional Guanacaste, den Parque Nacional Santa Rosa, das Refugio Nacional de Fauna Silvestre Ostional (Infos zu Schildkröten-Nistplätzen s. u.), den Parque Nacional Palo Verde und den Parque Nacional Volcán Tenorio.

An der zentralen Pazifikküste lohnen der Parque Nacional Carara und der Parque Nacional Marino Ballena.

Schildkröten-Nistplätze in Costa Rica

In einigen Nationalparks und Naturreservaten Costa Ricas befinden sich wichtige Nist- und Eiablage-Plätze für Meeresschildkröten. Dazu gehören der Parque Nacional Tortuguero (siehe oben), das Gandoca-Manzanillo Wildlife Refuge, der Guanacaste Leatherback Marine National Park, das Ostional Wildlife Reserve und die Nancite Biology Station.

Die beste Zeit, um in Tortuguero Grüne Meeresschildkröten, Lederschildkröten und Hawksbill-Schildkröten zu beobachten, sind die Monate April bis Mitte Dezember (nur in Begleitung eines zertifizierten Guides).

Im Gandoca-Manzanillo Wildlife Refuge nisten die Schildkröten von März bis Juni, die meisten in den Monaten April und Mai.

Im Guanacaste Leatherback Marine National Park unweit des Ferienorts Tamarindo kannst du – wie der Name schon sagt – Lederschildkröten beobachten. Die beste Zeit dafür ist von Mitte Oktober bis Mitte Februar. Die meisten kommen in den Monaten Dezember und Januar an Land.

Im Ostional Wildlife Reserve in Guanacaste nahe der Stadt Nicoya kannst du ganzjährig Hawksbill Schildkröten beobachten. Die so genannte "Arribada" dauert von Januar bis April (ca. 15.000 Schildkröten) und von Juli bis Dezember (etwa 200.000 Schildkröten).

In der Nancite Biology Station an der Playa Nancite bei Santa Rosa (Guanacaste) nisten von Juli bis November Oliv-Bastardschildkröten. Zur "Arribada" finden sich jede Nacht 5.000 bis 8.000 Schildkröten ein. Die Zahl der Besucher ist auf 25 pro Tag beschränkt. Die Anreise nach Nancite ist schwierig. In der Regenzeit ist die Station von Santa Rosa nur zu Fuß zu erreichen (weitere Auskünfte per E-Mail unter ecoturismo(at)acguanacaste.ac.cr oder telefonisch unter (506) 26 66-50 51).

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