Erfolgreich bloggen und Geld im Internet verdienen - Crashkurs für Newbies

Bloggen

Ich bin Gudrun und in diesem Crashkurs deine Trainerin

Du möchtest einen Blog schreiben und damit Geld im Internet verdienen? Ich erkläre dir in 10 Schritten, wie du dein Ziel erreichst.

1. Melde dich bei einem Webhoster an und bestelle eine Domain

Um deinen Blog im Internet zu veröffentlichen, brauchst du eine Domain und einen Webhoster. Webhoster stellen Speicherplatz (Webspace) auf dem Webserver eines Internet-Providers bereit. Dort werden Webseiten und andere Dateien abgelegt. Führende Webhoster und Provider sind zum Beispiel STRATO, 1&1 und all-inkl.com.

Ich lasse meinen Webseiten seit Jahren bei all-inkl.com hosten. Pluspunkte bei all-inkl.com sind für mich ein wirklich kompetenter telefonischer Support rund um die Uhr, das gute Preis-Leistungsverhältnis und das Kunden-Administrations-System (KAS) mit vielen Optionen und Einstellmöglichkeiten.

Deine Domain solltest du mit Bedacht wählen. Denn sollte sie dir einmal nicht mehr gefallen, kannst du sie zwar jederzeit wieder löschen und für deinen Blog eine neue bestellen, allerdings musst du deine Seiten dann von der alten auf die neue Domain weiterleiten. Wenn deine Weiterleitungen nicht sauber sind, läufst du Gefahr, aus dem Index der Suchmaschinen zu fliegen und wieder bei null anfangen zu müssen.

Tipps für die Wahl einer Domain

Die Domain für deinen Blog sollte entweder ein wichtiges Keyword enthalten (z. B. "thailand", wenn du einen Blog über Thailand schreibst) oder deinen Namen (wenn du dir als Expertin / Experte auf einem bestimmten Gebiet bereits einen Namen gemacht hast) oder auch eine Kombination aus beidem.

Unter SEO-Gesichtspunkten (SEO erkläre ich weiter unten) spielt es zwar keine Rolle, ob deine Domain ein Keyword enthält oder nicht, doch könnte dir ein Keyword bei entsprechenden Suchanfragen zu mehr Klicks verhelfen.

Der Name deiner Domain könnte auch eine eine Handlungsaufforderung (Call-to-Action, wie z. B. das "klick" in meiner Domain www.klick-thailand.de) enthalten.

Oder du wählst einen ungewöhnlichen, rätselhaft klingenden Namen. So erweckst du Neugier.

Wenn du dir eine Domain überlegt hast, überprüfe, ob sie noch frei ist. Einen so genannten Domain-Checker findest du auf der Seite jedes Webhosters.

Wenn du dich bei einem Webhoster angemeldet und deine Domain beantragt hast, hast du den ersten Schritt erledigt.

zielgruppe

2. Definiere deine Zielgruppe und schreibe für deine Zielgruppe

Überlege dir genau, wen deine Beiträge erreichen sollen. Für welche Altersgruppe schreibst du? Welche Interessen hat deine Zielgruppe?

Nehmen wir an, du schreibst über ein Reiseziel wie Thailand (der Einfachheit bleibe ich bei dem Beispiel). Wenn du hauptsächlich über Sehenswürdigkeiten in Thailand schreiben willst, schreibst du für Leute, die in der Regel gebildet und kulturell interessiert sind. Erfülle ihre Ansprüche!

Wenn du lieber über Trekking, Mountainbiken oder Klettern schreiben willst, schreibst du für Aktivsportler, die meist einer jüngeren Altersgruppe angehören.

Wenn du über Urlaub mit Kleinkindern schreibst, ist deine Zielgruppe etwa zwischen Anfang 20 und Ende 30 und – was Interessen, Bedürfnisse und die finanzielle Situation betrifft – sehr heterogen. Da muss dann für jeden was dabei sein.

Beim Schreiben solltest du immer deine Zielgruppe vor Augen haben. Beim Definieren deiner Zielgruppe hilft dir das so genannte "Persona-Konzept". Mehr dazu erfährst du zum Beispiel hier.

3. Schreibe ansprechende Texte, liefere originären Content und hebe dich von deiner Konkurrenz ab

Wenn du damit nicht schon begonnen hast, schreibe Beiträge. Und zwar so viele, gute und lange wie möglich. Wenn du keinen guten und originären Content lieferst und dich im Netz nicht von deiner Konkurrenz abhebst, wirst du keine oder nur wenige Besucher haben. Und wenn du keinen Traffic auf deiner Seite hast oder aber nur wenig, wirst du bei den Suchmaschinen nicht ranken und auch kein Geld mit deinem Blog verdienen.

Was sind gute Texte?

Gute Texte stechen aus der Masse hervor. Sie sind entweder besonders informativ, originell oder witzig. Entwickele deine eigene Schreibe, deine eigene Sprache und deinen eigenen Stil. Bringe dich und deine Erfahrungen in deine Beiträge ein.

Ein Text oder Beitrag sollte wie ein Film oder Theaterstück eine Einleitung, einen Hauptteil, einen Schluss und einen durchgängigen roten Faden haben. Er sollte logisch aufgebaut und an keiner Stelle langweilig sein.

Schreibe für deine Zielgruppe. Wenn deine Zielgruppe 50+ ist, kommt es nicht gut an, wenn jedes zweite Wort "krass", "geil" oder "fucking" ist. Ist deine Zielgruppe zwischen 20 und 30, würde es umgekehrt nicht gut ankommen, wenn du Wörter wie "vortrefflich" "grandios" oder "herausragend" benutzt. Deine Leserinnen und Leser würden deine Seite genauso schnell wegklicken, wie sie sie angeklickt haben.

Oder mache es wie ich beim Schreiben dieses Beitrags. Bleibe sachlich und neutral. Denn hier ist es für die Sache weniger entscheidend, ob jemand 16 oder 75 ist. Es geht nur um das Ziel: zu lernen, wie man / frau erfolgreich bloggt und mit einem Blog Geld im Internet verdienen kann.

Liefere originären Content und Mehrwert für deine Leserinnen und Leser

Originär heißt ganz banal: Du schreibst nirgendwo ab (sowieso ein No-Go!) und du lieferst eigene, neue Informationen, die es im Internet noch nicht gibt. Dabei ist nicht entscheidend, dass der gesamte Inhalt deines Beitrags neu ist, aber dein Text sollte einen Mehrwert für deine Leserinnen und Leser bieten. Sonst könnten sie schließlich auch woanders weiterlesen.

Vermeide Rechtschreib- und Grammatikfehler

Rechtschreib- und Grammatikfehler kommen nie gut an. Ein oder zwei "Tipper" werden dir gerade noch verziehen, aber nicht, wenn es auf deiner Seite Fehler hagelt. Damit vergraulst du deine Leserinnen und Leser.

Wenn du eine Rechtschreib- und /oder Grammatikschwäche hast, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung zu lernen. Kaufe dir entsprechende Bücher und / oder Lernsoftware, z. B.:

4. Texte und Blog für Suchmaschinen optimieren

Du schreibst natürlich in erster Linie für deine Leserinnen und Leser und nicht für Suchmaschinen. Doch macht es durchaus Sinn, deine Texte für Suchmaschinen zu optimieren. Google weiß ganz genau, wer was wann und wie oft im Internet sucht.

Sieh' es also positiv und nutze die Chance, mit guten und sauber gewählten Keywords deine Texte in den Google-Suchergebnissen nach oben zu bringen. Je besser deine Beiträge gerankt sind, desto mehr Leserinnen und Leser hast du und umso mehr Geld verdienst du mit deinem Blog.

Dein Ziel sollte es sein, mit deinen Beiträgen bei Google auf der ersten SERP (Search Engine Result Page = Suchergebnisseite) unter den Top 3 zu landen. Wenn du das schaffst und es sich obendrein um ein häufig gesuchtes Keyword handelt, kannst du stolz auf dich sein!

Meine Beiträge auf meinen inzwischen sieben Webseiten sind alle suchmaschinen-optimiert und ranken meist gut. Beispiel mein Langkawi-Reiseführer www.klick-langkawi.de: Wenn du über die Google-Suche das Wort "Langkawi" aufrufst, erscheint meine Langkawi-Seite gleich nach Wikipedia an zweiter Stelle auf der ersten SERP. Im deutschen Sprachraum wird die malaysische Insel "Langkawi" aktuell durchschnittlich 8100-mal im Monat gesucht. Da meine Webseite sehr weit oben in den Suchergebnissen erscheint, landet ein nicht unbeträchtlicher Teil aller Suchenden auf meiner Seite.

Wenn du jetzt denkst, du brauchst in deinen Beitrag einfach nur 30- oder 40-mal dein Keyword zu tinten, irrst du und wirst vermutlich von Google wegen Keyword Stuffing abgestraft. Das Keyword ist in erster Linie dazu da, Google und anderen Suchmaschinen mitzuteilen, worum es in deinem Beitrag oder auf deiner Seite geht.

Das Keyword sollte daher nicht nur im Text vorkommen, sondern auch im Seitentitel (Page Title), in der Meta Description, in der Hauptüberschrift (H1) und mit Bedacht auch in nachgeordneten Überschriften wie H2 und H3.

Hilfreiche Tools, um das passende Keyword oder die passende Keywordphrase zu finden, sind:

Suchmaschinenoptimierung oder auch Search Engine Optimization (kurz SEO) ist ein umfassendes Gebiet. Aber keine Angst: Wenn du dich erst einmal damit beschäftigt hast, läuft es automatisch. Einen guten Einstieg in das Gebiet der Suchmaschinenoptimierung und Onpage-Optimierung bieten u. a. die Video-Trainings von video2brain:

Gute Bücher zum Thema Suchmaschinenoptimierung sind u. a.:

Wenn du zwei bis drei gute Beiträge geschrieben hast, wird es Zeit, online zu gehen. Es macht keinen Sinn zu warten, bis du 20 oder mehr Beiträge zusammen hast. Je eher du mit deinen Texten online gehst, desto schneller werden sie von Google und anderen Suchmaschinen indexiert. Die Zeit arbeitet also für dich.

Erwarte jedoch nicht zu viel: Selbst wenn deine Beiträge gut sind, dauert es in der Regel ein bis zwei Jahre, bis sie in den Suchergebnissen so weit oben stehen, dass sie geklickt werden.

5. Blog einrichten mit Wordpress

Ich gehe davon aus, dass du deinen Blog oder deine Webseite nicht selbst programmierst. Um deine Inhalte ins Internet zu stellen, brauchst du ein Redaktionssystem, auch Content Management System (kurz: CMS) genannt. Es gibt eine ganze Reihe kostenloser Content-Management-Systeme. Eins der besten und seit Jahren beliebtesten ist Wordpress.

Mittels so genannter "Themes" und "Plugins" kannst du dir deinen Wordpress-Blog ganz nach deinem Geschmack und deinen Wünschen gestalten und einrichten.

Zunächst aber musst du Wordpress aus dem Internet herunterladen und auf deinem Server installieren. Wie das in nur 5 Minuten zu schaffen ist, erfährst du z. B. in diesem Beitrag.

Wenn du Wordpress erfolgreich auf dem Server installiert hast, solltest du deinen Blog einrichten und an deine Bedürfnisse anpassen. Wenn dir das derzeitige Standard-Theme von Wordpress nicht gefällt, kannst du im Dashboard (Backend) von Wordpress unter "Design" --> "Themes" ein anderes Template suchen und herunterladen. Achte in jedem Fall darauf, dass dein neues Theme responsive ist.

Eins meiner Lieblings-Themes für Wordpress ist "Hueman" von nikeo. Es erfüllt vielerlei Ansprüche und kann in über das Backend von Wordpress angepasst werden. Du kannst zwischen unterschiedlichen Schriftarten wählen, Anzahl und Position der Sidebars sowie Hintergrundfarben für Content, Header, Footer und Navigationen bestimmen, ein eigenes Logo, eine Headergrafik, Social Links etc. einbinden und vieles mehr.

Tipp: Wenn du CSS beherrschst und wie ich weitere Anpassungen an einem Wordpress-Theme vornehmen willst, solltest du dir ein Child Theme anlegen. So können deine Änderungen bei evtl. Updates nicht überschrieben werden.

Um deinen Blog mit weiteren Funktionen auszustatten, nutze die zahlreichen Plugins für Wordpress. Suche für dich sinnvolle Plugins, lade sie herunter, aktiviere sie und nimm – falls erforderlich – die für dich richtigen Einstellungen vor. Wenn du keine Ahnung hast, was für Wordpress-Plugins es gibt und welche du benötigst, gib in der Google-Suche z. B. "Beste Wordpress Plugins" ein. Dann solltest du in jedem Fall fündig werden. Meine Lieblings-Wordpress-Plugins sind u. a. folgende:

Mache dich mit dem Dashboard (Verwaltungsoberfäche/Backend) von Wordpress vertraut. Wenn du einmal weißt, wo alles ist und wie alles funktioniert, musst du nicht jedes Mal neu suchen und sparst viel Zeit.

Kostenlose Anleitungen und Video-Trainings zu Wordpress findest du u. a. bei YouTube. Wenn du dir nicht alles einzeln zusammensuchen möchtest, gib ein paar Euro aus und kaufe die ein umfassendes Wordpress-Training wie z. B.  WordPress 4 – Das große Training von Thomas Rose.

6. Mache deinen Blog bekannt/er

Du kannst natürlich darauf warten, dass du mit deinen Beiträgen bestenfalls und irgendwann bei Google auf der ersten SERP landest. Wenn du allerdings eher Besucher auf deinem Blog haben willst, musst du aktiv werden und deinen Blog bekannt machen.

Zeige Google und anderen Suchmaschinen, dass es dich gibt

Google, Bing, Yahoo und andere Suchmaschinen werden – sofern du alles richtig gemacht hast – deine Beiträge zwar früher oder später in ihren Index aufnehmen, aber du kannst es auch forcieren. Zeige den Suchmaschinen, dass es dich gibt und verlinke deinen Blog z. B. in einem einschlägigen und für dich themenrelevanten Forum, in einem Kommentar auf einem anderen Blog oder bei Google+.

Wenn du in einem Forum einen Beitrag schreiben solltest, setze nicht nur einen Link zu deinem Blog, sondern trage auch Wesentliches zur Sache bei. Ansonsten fliegt dein Beitrag u. U. sofort wieder raus. Gleiches gilt natürlich auch, wenn du einen Kommentar auf einem anderen Blog schreibst.

Melde dich bei den Google Webmaster-Tools an. Dort kannst du deinen Blog eintragen und auch eine Sitemap für deinen Blog einreichen. Über die Sitemap erfährt Google, wie dein Blog strukturiert ist und welche Inhalte vorhanden sind.

Wenn es dir zu kompliziert ist, selbst eine XML-Sitemap zu erstellen, kannst du dir bei Wordpress auch ein entsprechendes Plugin runterladen und das Erstellen bzw. Aktualisieren deiner Sitemap automatisieren. Dazu empfehle ich dir das bereits erwähnte Plugin Yoast SEO.

Nutze Soziale Netzwerke

Ich nehme an, du bist bereits in sozialen Netzwerken wie facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Google+, Pinterest etc. aktiv. Andernfalls melde dich mindestens bei facebook und Instagram an.

facebook

Wenn du bei facebook angemeldet bist, richte eine Fanpage ein (siehe Anleitung) und mache diese bei deinen facebook-Freunden bekannt. Poste jeden Tag mindestens einmal auf deiner Fanpage: Verlinke deine Blogbeiträge, stelle Fotos und Videos ein, teile gezielt Beiträge von anderen, schreibe und beantworte Kommentare, interagiere in der Community, trete Gruppen bei oder gründe welche und nutze die facebook-Ads, um deinen Blog, deine Fanpage und deine Postings zu bewerben.

Wichtig ist, dass du dich als Marke begreifst. Dein Name steht für das, worüber du schreibst. Vermarkte dich als Expertin / Experte für ein bestimmtes Fach- bzw. Themengebiet.

Wenn du wie ich Reiseblogger/in bist und beispielsweise vorrangig über Südostasien schreibst, solltest du alles daran geben, dir einen Namen als Südostasienexpertin/-experte zu machen. Wenn du über Uhren schreibst, vermarkte dich als Uhren-Expertin / -Experte, schreibst du über Mode, bist du Mode-Expertin / -Experte etc.. Dein Name sollte Marke und Programm sein!

Instagram

Melde dich bei Instagram an und lade jeden Tag mindestens ein Foto oder Video hoch, folge anderen und baue dir eine Fan-Gemeinde auf. Werde bekannt bei Instagram. Das stärkt dich als Marke.

YouTube

Viele Internet-Userinnen und -User nutzen YouTube mittlerweile als Suchmaschine. Videos sind Trend. Du solltest also nicht nur schreiben und fotografieren, sondern auch Videos drehen und veröffentlichen. Richte dir auf YouTube einen Channel ein und lade so viele und gute Videos hoch wie möglich.

YouTube bietet dir die Möglichkeit, deine Videos mit so genannten Infokarten zu versehen und auf deinen Blog zu verlinken. In der Kanalinfo kannst du ebenfalls einen Link auf deinen Blog setzen. Nutze die Chance, mittels YouTube deinen Blog bekannt/er zu machen.

Ich habe ebenfalls einen Kanal auf YouTube, hauptsächlich für meine Reise-Videos. Um ein Beispiel zu geben: Innerhalb von zehn Monaten hatte mein Video über den Maenam Beach, einer der weniger bekannten Strände auf Koh Samui (Thailand), immerhin 6660 Aufrufe. In dem Video blende ich stellenweise die Domain zu meiner Thailand-Webseite www.klick-thailand.de ein und steigere so den Bekanntheitsgrad der Seite.

Schreibe Gastbeiträge auf themenverwandten Blogs

Mache dich und deinen Blog bekannt/er, indem du für andere Blogs Gastbeiträge schreibst. Suche dazu nach themenverwandten Blogs und schaue, ob du Ergänzendes zu einem Thema beitragen kannst. Falls ja, schreibe die Betreiberin / den Betreiber des Blogs an und biete einen Gastbeitrag an. Dein Gastbeitrag sollte einen Link zu deinem Blog enthalten dürfen. Ansonsten macht das Ganze wenig Sinn.

Weitere Möglichkeiten, deinen Blog bekannt/er zu machen

Die oben genannten Methoden, deinen Blog bekannt/er zu machen, halte ich für die relevantesten. Zusätzlich kannst du auch an Blogparaden teilnehmen oder selbst welche iniziieren und deinen Blog in passende Linkverzeichnisse und Linklisten eintragen.

7.  Geld im Internet verdienen mit Affiliate-Programmen

Erwarte nicht, dass der Rubel gleich am ersten Tag rollt. Auf deinem Blog muss erst einmal Traffic sein, bevor du Geld verdienst. Anders ausgedrückt: ohne Besucher kein Geld, bei wenigen Besuchern nur geringe Einnahmen.

Eine der besten und einfachsten Möglichkeiten, mit deinem Blog oder deiner Webseite Geld im Internet zu verdienen, ist die Teilnahme an so genannten Affiliate- oder Partnerprogrammen. Als Affiliate oder Publisher bindest du auf deinem Blog Werbemittel (Banner, Textlinks etc.) eines kommerziellen Anbieters ein, z. B. Produktlinks von amazon oder Anzeigen über Google AdSense.

Klickt eine Userin oder ein User auf deinem Blog eine der Anzeigen (Links) an, landet er oder sie auf der Webseite des Advertisers (Anbieters). Sollte deine Userin oder dein User dort etwas bestellen, kaufen oder buchen, erhälst du als Affiliate eine Provision (Pay per Sale).

Neben dem Verkaufsmodell Pay per Sale gibt es im Bereich des Affiliate Marketings noch weitere Modelle wie z. B. Pay per Click (es wird eine Provision bezahlt, wenn das Werbemittel angeklickt wird), Pay per Lead (es wird eine Provision bezahlt, wenn es zu einer Kontaktaufnahme zwischen User und Advertiser kommt, der User beim Advertiser z. B. Produktinfos anfordert) oder Pay per Link (allein für das Setzen eines Affiliate-Links oder Einblenden eines Werbemittels wird eine Provision bezahlt).

Noch ein Hinweis: Hüte dich davor, auf deinem Blog selbst auf die Anzeigen von Google AdSense zu klicken. Das geht garantiert nach hinten los.

Die Funktionsweise von Affiliate-Links läuft vereinfacht ausgedrückt so: Wenn du dich bei einem Partnerprogramm anmeldest, erhältst du vom Händler (Advertiser) eine Partner-ID. Diese ist Teil des Codes für das Werbemittel, das du auf deinem Blog einbindest. Über die Partner-ID erfährt der Advertiser, dass die Kundin / der Kunde von deiner Seite kommt und bezahlt dir die entsprechende Provision.

Die am häufigsten verwendete Trackingmethode im Affiliate Marketing ist das Cookie-Tracking. Dies setzt allerdings voraus, dass der User / die Userin das Setzen von Cookies zulässt. Andernfalls können keine Daten übermittelt und die Nutzerin / der Nutzer nicht identifiziert werden.

Gut zu wissen

Wenn du auf deinem Blog oder deiner Webseite Affiliate-Links einsetzt, die über das Cookie-Tracking-Prinzip funktionieren (das sind die meisten), solltest du deine User/innen darüber informieren, dass Cookies gesetzt werden. Dafür blendest du auf deinem Blog oder deiner Webseite einen so genannten Cookie-Hinweis ein und passt deine Datenschutzerklärung gemäß DSGVO entsprechend an. Ausführliche Informationen über die rechtlichen Hintergründe und die EU-Cookie-Richtlinie findest u. a. bei eRecht24.

Für Wordpress gibt es unterschiedliche Plugins zum Einbinden von Cookie-Hinweisen, u. a. das Plugin Cookie Notice von dFactory.

Um dich rechtlich abzusichern, empfehle ich dir, Affiliate-Links auf deinem Blog oder deiner Webseite deutlich als Werbelinks zu kennzeichnen (siehe dazu §6 Telemediengesetz). Wie genau das auszusehen hat, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Auf meinen Webseiten weise ich Werbebanner als "Anzeige" aus und kennzeichne jeden einzelnen Werbelink mit einem Sternchen (*). Erläuterungen, was es mit dem Sternchen auf sich hat, wie z. B. der Zusatz "Auf dieser Seite mit * markierte Links sind Werbelinks", finden sich auf meinen Seiten sowohl am Seitenanfang als auch im Seitenfuß (Footer).

Für die Richtigkeit meiner Methode, Werbelinks zu kennzeichnen, übernehme ich keine Gewähr! Um sicherzugehen, solltest du dich in allen rechtlichen Fragen von einem Anwalt / einer Anwältin beraten lassen.

Apropos Rechte und Pflichten: Vergiss nicht, auf deinem Blog / deiner Webseite ein korrektes Impressum sowie eine astreine Datenschutzerklärung einzubinden. Sowohl das Impressum als auch die Datenschutzerklärung müssen von allen Seiten erreichbar sein, z. B. über einen deutlich erkennbaren Link am Seitenanfang. Einen Impressum-Generator sowie Muster-Datenschutzerklärungen findest du u. a. bei eRecht24.

Affiliate-Programme finden und anmelden

Wenn du z. B. einen Reiseblog betreibst, solltest du dich bei Affiliate-Programmen bewerben, die mit Reisen zu tun haben, z. B. Programme von Hotelvermittlungsportalen, Fluggesellschaften, Mietwagen-Anbietern, Versicherungsgesellschaften (Reiseversicherungen), Kreuzfahrtunternehmen etc.

Du könntest auch wie ich eine Packliste erstellen und darin von dir getestete und als gut befundene Produkte empfehlen, z. B. bestimmte Koffer, Rucksäcke, Trekking-Schuhe, Reiseadapter, Sonnenbrillen, Fotoapparate etc.. Die jeweiligen Produkte verlinkst du dann z. B. über das amazonPartnerNet.

Wenn du dich zunächst schlau machen willst, welche Partnerprogramme es überhaupt gibt, empfehle ich dir die  Seite 100Partnerprogramme.de.

Die Anmeldung für ein Partnerprogramm erfolgt in den meisten Fällen über ein Affiliate-Netzwerk. Bekannte Affiliate-Netzwerke sind u. a. zanox/Awin, affilinet und webgains. Melde dich dort an.

Den ultimativen Tipp, welches Partnerprogramm für deinen Blog das beste ist und mit welchem Vergütungsmodell du am meisten Geld verdienst, kann ich dir nicht geben. Die Wahl eines Partnerprogramms sollte sich an deinen Inhalten und den Bedürfnissen deiner Zielgruppe orientieren.

Für Reise-Webseiten und -Blogs bieten sich beispielsweise Werbemittel folgender Partnerprogramme und Unternehmen an:

8. Geld verdienen mit Advertorials

Wenn dein Blog erfolgreich ist und ordentlich Traffic hat, wird sicher das eine oder andere Unternehmen ein Advertorial auf deiner Seite buchen wollen. Advertorials sehen auf den ersten Blick aus wie redaktionelle Beiträge, sind in Wirklichkeit aber Anzeigen (Werbetexte) und müssen als solche auch gekennzeichnet werden. Für die Veröffentlichung eines Advertorials auf deinem Blog oder deiner Webseite erhältst du in der Regel eine Vergütung.

In einem Advertorial enthaltene Werbelinks sollten auf rel="nofollow" gesetzt werden, da du andernfalls gegen die Google-Webmaster-Richtlinien verstößt und eine Strafe riskierst. Setzt du in einem Advertorial einen Werbelink auf "nofollow", solltest du vorher das Einverständnis deines Auftraggebers einholen. 

Ich selbst lehne die Veröffentlichung von Advertorials ebenso wie das Setzen von Kauflinks auf meinen Webseiten mittlerweile grundsätzlich ab. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

9. Geld verdienen mit eBooks

Schreibe eBooks! Zum einen schaffst du dir mit dem Verkauf von eBooks eine weitere Einnahmequelle im Internet, zum anderen stärkst du deinen Marktwert als Expertin / Experte für dein jeweiliges Fachgebiet. Deine eBooks kannst du dann über deinen Blog bzw. deine Webseite vermarkten. Deine Seite wird somit zur Werbefläche für deine eigenen Produkte. Genial, oder?

Neben eBooks kannst du natürlich auch Video-Trainings zu bestimmten Themen erstellen. Diese verkaufst du dann entweder als Download oder bietest sie einer Plattform wie video2brain an.

Vielleicht willst du auch ganz andere Produkte wie bedruckte T-Shirts, selbst entworfene Kalender oder Postkarten-Serien über deine Webseite verkaufen? Dann solltest du deinen Blog um ein Shopsystem erweitern. Gute und bekannte eCommerce-Plugins für Wordpress sind u. a. WooCommerce und wpShopGermany.

10. E-Mail-Marketing und Newsletter-Versand

E-Mail-Marketing bzw. Newsletter sind die beste Möglichkeit, um mit deinen Usern in Kontakt zu treten, deine Nutzerinnen und Nutzer an dich zu binden, sie über Neuigkeiten auf deinem Blog zu informieren und für deine Produkte zu werben.

Das Problem ist, dass kaum jemand so mir nichts dir nichts deinen Newsletter bestellen wird. Es sei denn, du hast etwas Besonderes zu bieten und schaffst einen Anreiz, z. B. mit einem Werbegeschenk. Das könnte eins deiner eBooks sein, ein besonders schön bedrucktes T-Shirt, eine tolle Einkaufstasche oder ein cooler Schlüsselanhänger. Entwickle Phantasie!

Gewerbe beantragen und Unternehmen beim Finanzamt anmelden

Wenn du mit deinem Blog oder deiner Webseite eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgst, bist du verpflichtet, ein Gewerbe anzumelden. Erkundige dich, wo du dein Gewerbe beantragen musst. In manchen deutschen Bundesländern ist dafür die IHK zuständig, in anderen Ländern sind es z. B. das Gewerbeamt oder Ordnungsamt.

Darüber hinaus musst du dein Unternehmen beim Finanzamt anmelden und deine Einnahmen versteuern.

Wenn du meinen Crashkurs "Erfolgreich bloggen und Geld im Internet verdienen" bis hierhin durchgearbeitet hast, sollte deinem Erfolg nichts mehr im Wege stehen. Ich wünsche dir viel Glück mit deinem Blog!

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Planet2Go – That's me:
Gudrun Brandenburg

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  • Hi, ich bin Gudrun, Redakteurin, Anfang 50, lebe in Berlin, liebe Südostasien und die Welt und schreibe den Reiseblog Planet2Go. Schön, dass du auf meiner Seite bist!