30 Dinge, die du auf Bali unbedingt tun und sehen solltest

Zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2018

Bali ist eine besondere Insel. Man könnte sogar sagen, die Insel sei göttlich. Denn an fast keinem anderen Ort dieser Welt sind die Götter so nahe und präsent wie auf Bali. Auf Bali gibt es Tausende Tempel, und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine religiöse Zeremonie stattfindet. Nicht ohne Grund wird Bali auch die Insel der Götter (und Dämonen) genannt.

Für Touristen hat Bali viel Tolles zu bieten: Strände, Sehenswürdigkeiten, Natur-Highlights, Traum-Resorts und -Villen*, gute Restaurants und Bars, coole Party-Locations, Kunst, Kultur und Kunsthandwerk sowie diverse Aktivitäten wie Wassersport, Fun Sport, Yoga u. v. a. m.. Und hier sind die 30 Dinge, die du auf deiner Bali-Reise unbedingt tun, sehen und erleben solltest:

1. Durch die Reisfelder laufen

Auf Bali durch die Reisfelder zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren, ist ein Muss. Um dich herum ist alles sattgrün. Hier und da kannst du dabei zusehen, wie die Reisbauern ihre Felder bewirtschaften. In stundenlanger, oft sehr mühsamer Arbeit werden Setzlinge in den Boden gebracht, Felder bewässert und der Reis bei der Ernte ausgeschlagen.

Die schönsten Reisterrassen auf Bali sind für mich die Reisterrassen bei Sidemen im Osten von Bali. Hier kannst du stundenlang durch die Felder laufen und hast dabei stets den Götterberg Gunung Agung vor Augen. Weitere schöne Reisterrassen befinden sich u. a. in Jatiluwih am Hang des Gunung Batukaru oder bei Ubud (Tegalalang, Camphuan Ridge Walk).

Reisfelder, Ubud

Spaziergang durch die Reisfelder bei Ubud

2. Tempel besichtigen

Nicht umsonst wird Bali die „Insel der Tausend Tempel“ genannt. Rund 20.000 Tempel und Tempelchen soll es auf Bali geben. Darunter befinden sich u. a. Staatstempel, Meerestempel und Dorftempel. Du kannst dich auf Bali also an Tempeln satt sehen. Vorausgesetzt natürlich, du interessierst dich für Tempel und Hinduismus.

Anzumerken ist, dass sich die hinduistischen Tempel auf Bali im Aufbau und von der Architektur alle sehr ähnlich sind. In größeren Tempelanlagen gibt es in der Regel einen zentralen Bereich mit mehreren Meru sowie mehrere Höfe und Schreine. Im Vergleich zu buddhistischen Tempeln, die oftmals sehr aufwändig verziert sind, sehen die hinduistischen Tempel auf Bali eher schlicht aus.

Die wichtigsten und sehenswertesten Tempel auf Bali sind u. a. Pura Besakih (Muttertempel), Pura Tanah Lot, Pura Luhur Uluwatu, Pura Ulun Danu Bratan, Goa Gajah (Elefantenhöhle), Pura Taman Ayun, Pura Ulun Danu Batur, Pura Puncak Penulisan, Pura Tirta Empul, Pura Goa Lawah (Fledermaustempel) und Pura Kehen.

Pura Besakih, Bali

Zentraler und heiligster Bereich im Pura Besakih

Einen balinesischen Tempel solltest du in angmessener Kleidung mit Sarong und ggf. Tempelschal betreten. Ärmellose wie auch tief ausgeschnittene Tops und Shirts sind in balinesischen Tempeln ein Tabu.

Für Spenden steht in den meisten Tempeln auf Bali eine so genannte Donation Box bereit. Das Geld wird in der Regel für den Erhalt und die Pflege der Tempel verwendet.

3. Sundowner in Seminyak oder Legian trinken

Zugegeben: Seminyak und Legian gehören nicht zu meinen Lieblingsstränden auf Bali (sind mir zu voll). Aber sich dort zum Sonnenuntergang in einen der bunten Sitzsäcke plumpsen zu lassen und einen Sundowner zu trinken, hat einfach was. Denn erstens sind die Sonnenuntergänge in Seminyak und Legian wirklich schön, zweitens ist die Atmosphäre an beiden Stränden am Abend unvergleichlich gut und super relaxed.

Während du mit deinem Bier oder Cocktail in der Hand im Sitzsack chillst, kannst du aufs Meer blicken, den Surfern zusehen und die Sonne beobachten, wie sie von Minute zu Minute tiefer sinkt, sich orange-rot färbt und schließlich im Meer versinkt.

Sonnenuntergang, Seminyak, Bali

Sonnenuntergang in Seminyak

4. Dich in einem Spa verwöhnen lassen

Aroma-Therapie, Peeling, Flower Bath, Balinesische Massage – in einem balinesischen Spa kannst du dich stundenlang verwöhnen lassen und fühlst dich anschließend wie neu geboren. Spas gibt es fast überall auf Bali, in den meisten größeren Resorts* und vor allem in Ubud. Ubud ist berühmt für seine Spas. In alten Palästen mit schönen Gärten, Teichen und Springbrunnen werden in stilvollem Ambiente alle erdenklichen Wellness-Anwendungen angeboten.

Die Top-Spas in Ubud sind im Vergleich zu anderen Spas auf Bali allerdings nicht ganz billig. 3 bis 5 Stunden Verwöhnprogramm kosten durchschnittlich zwischen 60 und 110 US Dollar. Es geht aber auch teurer.

Blütenbad im Spa der Villa Semana* nahe Ubud

5. Vulkane besteigen

Auf Bali kannst du Vulkane besteigen und dir zum Sonnenaufgang ein Ei über den Vulkandämpfen kochen lassen. Zum Beispiel auf dem Gunung Batur (1717 m) im Osten von Bali. Geführte Touren starten im Dorf Toya Bungkah und können in den meisten Tourbüros und Resorts gebucht werden. Los geht’s bereits gegen 4 Uhr früh. Der Aufstieg dauert knapp drei Stunden.

Um einiges anspruchsvoller ist die Besteigung des Gunung Agung, mit 3142 Metern der höchste Berg und Vulkan auf Bali. Für die längere Südwest-Route bauchst du einen ganzen Tag, sieben Stunden hin und sieben Stunden zurück. Start der Touren ist daher schon um Mitternacht. Treffpunkt ist der Pura Penataran Agung oberhalb des Pura Besakih, Balis Muttertempel.

Wenn du nicht ganz so viel Ausdauer hast, gehst du die Südroute bis zum unteren Rand des Kraters. Der Aufstieg dauert knapp vier Stunden. Startpunkt für die Tour ist das Dörfchen Selat.

Gunung Batur, Bali

Gunung Batur, 1717 Meter hoch

6. In einer Traum-Villa wohnen

Ich habe nirgendwo auf der Welt so schöne und stilvolle Villen wie auf Bali gesehen. Das beste ist, du musst nicht Millionär oder Millionärin sein, um dir auf Bali eine Übernachtung in einer solchen Traumvilla leisten zu können. Mancherorts bist du sogar schon mit 60 oder 70 Euro pro Nacht dabei. Nach oben hin ist preislich natürlich alles offen.

Ich habe mir auf meinen Bali-Reisen dreimal eine Traum-Villa gegönnt, einmal in Jimbaran und zweimal nahe Ubud inmitten der Reisfelder. Alle Villen hatten schöne Gärten, einen privaten Pool, offene Wohnzimmer und einem Service vom Feinsten. In unserer Mango Tree Villa* in Jimbaran brauchten wir morgens nur die Gartentür einen Spalt weit zu öffnen, und schon kam das Frühstück. In der Villa Semana* bei Ubud standen für uns rund um die Uhr so genannte Personal Assistants zur Verfügung. Kaum zu übertreffen war der Service allerdings in der Samaya-Villa* ebenfalls bei Ubud. Die Lage am Ayung-Fluss ist obendrein einzigartig. Die Villen haben allerdings ihren Preis. Ich musste mehrmals tief durchatmen, bevor ich drei Nächte im Samaya Ubud gebucht habe.

Ein Traum: Villa Semana* inmitten der Reisfelder bei Ubud

Private Villen gibt es überall auf Bali, bei Ubud, an vielen Stränden, mitten in den Reisfeldern und am Fuß der Vulkane. Hier findest du deine Traum-Villa auf Bali:

Villen in und bei Ubud*
Villen in Jimbaran*
Villen in Seminyak*
Villen in Legian*
Villen in Canggu und Umgebung*
Villen in den Reisfeldern von Sidemen*

Traum-Villen an weiteren Orten gibt’s in der Hotelübersicht* von booking.com.

7. Seafood essen in Jimbaran

Mit seinen Luxushotels* gehört Jimbaran zu den Nobel-Stränden auf Bali und ist für die ausgezeichneten Seafood-Restaurants bekannt. In den meisten der rund 50 Fischrestaurants am Jimbaran Beach kannst du dir deinen Fisch und deine Meeresfrüchte an der Theke selbst aussuchen. Zur Auswahl stehen u. a. Tunfisch, Red Snapper, Seebrasse, Squid, Crabs, Tiger Prawns und Langusten. Fisch und Meeresfrüchte sind fangfrisch, kommen ebenso frisch auf den Grill und werden mit einem ganzen Sammelsurium an Beilagen wie Gemüse, Salat, Reis und Sambal serviert.

Die Preise in den Fischrestaurants am Jimbaran Beach sind für balinesische Verhältnisse zwar nicht gerade günstig, aber immer noch bezahlbar. 100 Gramm Tiger Prawns beispielsweise kosten umgerechnet etwa 2,50 Euro, 100 Gramm Tunfisch rund 0,60 Euro.

Und wenn du schon einmal in Jimbaran bist, solltest du dir einen Besuch des Fischmarktes in Kedonganan nicht entgehen lassen. Hier kaufen übrigens auch die meisten Seafood-Restaurants aus Jimbaran und Umgebung ein. Viel später als um 7 Uhr früh auf dem Markt zu sein, macht allerdings wenig Sinn, da vom Fisch sonst nicht mehr viel übrig ist.

8. Balinesische Tänze gucken

Balinesische Tänze sind berühmt und schwer zu erlernen. Jede Handbewegung, jede Mimik muss sitzen und hat eine eigene Bedeutung. Auch wenn die meisten Touristen weder Gestik noch Mimik der Tänzerinnen und Tänzer deuten können und meist auch von der Geschichte nichts verstehen, um die sich der Tanz dreht, lohnt der Besuch einer Tanzvorführung auf Bali allemal. Vor allem wegen der aufwändigen Kostüme, der Choreographie und dem oft stimmungsvollen Ambiente wie beispielsweise im Königspalast in Ubud oder im Pura Luhur Uluwatu vor der Kulisse der untergehenden Sonne.

Bei den allabendlichen Legong- oder Barong-Aufführungen im Königspalast in Ubud und den Kecak-Tanzvorführungen im Uluwatu handelt es sich allerdings um Massenveranstaltungen für Touristen. Ganze Busladungen werden hier tagtäglich zu den Vorführungen abgeladen. Ich persönlich sehe mir die Tänze daher lieber in einem Restaurant oder Café abseits vom Schuss an oder schaue in einem der Dörfer bei Ubud einer Probe zu.

Kecak-Tanz im Pura Luhur Uluwatu

9. Surfen

Auf Bali kannst du Surfen bis zum Umfallen. Wegen der starken Brandung eignen sich besonders die Surfspots und Strände im Süden von Bali. Kuta und Legian sind voll und ganz auf Surf-Touristen eingestellt. An beiden Stränden kannst du alle paar Meter Boards ausleihen. Surfschulen und Surfshops gibt es Dutzende.

Solltest du nicht auf Massentourismus und Mega-Partys stehen, bist du z. B. in Canggu und am Echo Beach nördlich von Seminyak besser aufgehoben. Ebenso am Balangan Beach auf der Halbinsel Bukit. An allen drei Stränden geht es deutlich unkommerzieller zu als in Kuta und Legian.

Surfer, Balangan Beach, Bali

Surfer am Balangan Beach auf der Halbinsel Bukit

10. Kaffee und Tee verkosten

Hast du schon mal Ginseng-Kaffee oder Zimt-Kaffee getrunken? Nein? Dann solltest du es unbedingt probieren. Auf Bali gibt es diverse Kaffee-Plantagen, auf denen du balinesischen Kaffee (Kopi) in Dutzenden aromatisierten Varianten verkosten kannst, z. B. auch Kokos- und Vanille-Kaffee. Oder den berühmten Kopi Luwak, der sozusagen direkt aus dem Magen der Zibetkatze stammt. Keine Angst, die im Magen der Katze fermentierten Kaffeebohnen werden nach dem Ausscheiden gründlich gereinigt.

Auf vielen Plantagen kannst du neben Kaffee auch aromatisierte Tees wie Ingwer-, Zitronengras – und Mangostan-Tee probieren und natürlich auch kaufen. Der Preis hat sich allerdings gewaschen: Für 200 Gramm rein organischen Lemon Grass Tea habe ich auf der Kaffee-Plantage „Subak Bali Agro“ an der Jalan Mekarsari-Baturiti Bedugul umgerechnet rund 17 Euro bezahlt.

11. Kunsthandwerksbetriebe besuchen

Auf Bali spielen Kunst und Kunsthandwerk eine große  Rolle. Zentrum für die Herstellung von Kunsthandwerk sind die Künstlerdörfer an der Straße der Kunsthandwerker zwischen Ubud und Denpasar. Teges und Mas sind bekannt für Holzschnitzerei und die Herstellung von Möbeln. Batuan ist das Dorf der Maler, Batubulan der Steinmetze. Schirme und Wayang-Kulit-Puppen für das indonesische Schattenspiel werden in Sukawati hergestellt, Gold- und Silberschmuck in Celuk.

Ganz besonderes Kunsthandwerk gibt es im Bali-Aga-Dorf Tenganan zu sehen: z. B. die kunstvolle Herstellung von Lontarschriften und die als Doppel-Ikat bekannte Webkunst, mit der die teuren Geringsing-Stoffe angefertigt werden. Daneben ist Tenganan bekannt für seine Korbflechtereien.

Herstellung Lontarschriften, Tenganan, Bali

Der Meister in der Herstellung von Lontarschriften im Bali-Aga-Dorf Tenganan

Wenn du alle Kunsthandwerksbetriebe auf Bali besuchen würdest, wärst du Monate beschäftigt. Daher solltest du gut und nach deinen ganz speziellen Interessen und Vorlieben auswählen.

Natürlich kannst du auf Bali Kunst und Kunsthandwerk auch kaufen. Meist um ein Vielfaches preiswerter als hierzulande. Zum Beispiel Gemälde. Meine Lieblings-Galerie auf Bali ist die Semar Kuning Artist Cooperative bei Ubud mit einer Riesen-Auswahl an Bildern aller Stilrichtungen. Auf meinen Bali-Reisen habe ich bei der Semar-Kuning-Kooperative schon eine ganze Reihe von Bildern gekauft.

12. Tauchen bei Pulau Menjangan

Bis zu 40 Meter Sichtweite, tiefblaues Wasser und schöne, intakte Korallenriffe machen die kleine Insel Pulau Menjangan im Nordwesten von Bali zu einem der beliebtesten Dive Spots Balis. Großfische wirst du hier zwar eher selten antreffen, dafür tauchst du in einem glasklaren Aquarium.

Pulau Menjangan gehört zum Bali-Barat-Nationalpark. Tauchtouren nach Menjangan buchst du am besten in einer der Tauchbasen in Pemuteran, z. B. im Diving Center Werner Lau im Pondok Sari Resort*. Die Fahrt von Pemuteran nach Pulau Menjangan dauert mit dem Speedboot etwa 40 Minuten. Auf Pulau Menjangan selbst gibt es keine Unterkünfte.

Tauchen, Pulau Menjangan

Ein Aquarium: das Riff bei Pulau Menjangan

13. Schnorcheln am Bio Rock in Pemuteran

Schon mal unter Wasser den Eiffelturm, eine Buddha-Statue oder einen Fisch aus Stahl gesehen? Ich schon, und zwar am „Bio Rock“ in Pemuteran im Nordwesten von Bali. Der Bio Rock ist eins der ungewöhnlichsten Schnorchel- und Tauchreviere weltweit und ein einzigartiges Korallen-Wiederaufforstungsprojekt.

Auf einer Fläche von rund zwei Hektar hat man 45 Stahlkäfige unterschiedlicher Formen und Größen im Wasser versenkt und mit Korallen bepflanzt. Ein Ersatz für die einstigen, größtenteils durch Dynamit-Fischerei zerstörten Riffe. Die Korallen-Käfige sind mittlerweile Lebensraum für eine Vielzahl von Rifffischen.

Der Bio Rock befindet sich am Strand von Pemuteran in Höhe des Pondok Sari Resorts* und Taman Sari Bali Resorts*. Schnorcheln und tauchen kannst du direkt vom Strand aus.

Bio Rock, Pemuteran, Bali

Schnorcheln im Bio Rock: einer der 45 Korallen-Körbe

14. Eine Zeremonie miterleben

Auf Bali findet immer und irgendwo eine religiöse Zeremonie statt. Entweder in einem der Tausenden Tempel, am Meer, an einem See, in einem Dorf oder auf der Straße. Manchmal nehmen ganze Dörfer oder Dorfgemeinschaften an einer Zeremonie teil. Es wird gebetet und geopfert, getanzt und musiziert (Gamelan).

Die beeindruckendsten Zeremonien, die ich bisher auf Bali gesehen habe, waren eine Mega-Familienzeremonie im Pura Besakih, eine Totenzeremonie in Padang Bai (die Tote wurde in Begleitung eines Gemalan-Orchesters durch die Straßen zum Dorffriedhof getragen), ein Tempelfest im Pura Taman (auf dem Gelände der Elefantenhöhle Goa Gajah) sowie eine Verbrennungszeremonie am Strand vis-à-vis vom Fledermaustempel Goa Lawah.

Die meisten Balinesen stört es übrigens nicht, wenn Touristen bei den Zeremonien zugegen sind und dabei auch fotografieren. Du solltest aus Respekt allerdings Abstand vom Geschehen halten, niemals und in irgendeiner Form Betende stören, angemessen angezogen sein und dich ruhig verhalten.

Zeremonie, Pura Ulun Danu Bratan, Bali

Zeremonie im Pura Ulun Danu Bratan

15. Yoga machen

Bali ist ein Yoga-Mekka. Auf Bali kannst du fast überall Yoga lernen oder deine Praxis in Kursen vertiefen, z. B. in einem der zahlreichen Yoga-Studios und Yoga Retreats in Ubud, inmitten der Reisfelder von Jatiluwih oder am Canggu Beach.

Hier habe ich für dich eine Auswahl beliebter Yoga Retreats zusammengestellt: Soulshine Bali* (Ubud), Om Ham Resort Ubud*Prana Dewi Mountain Resort* (Jatiluwih, Traumlage inmitten der Reisfelder), Serenity Eco Guesthouse* (Canggu, in Strandnähe).

16. Nasi Campur essen

Vorausgesetzt, du isst Fleisch und Fisch, solltest du auf Bali mindestens einmal Nasi Campur gegessen haben. Nasi Campur besteht aus verschiedenen kleinen Gerichten und gekochtem Reis („nasi“) als Grundlage. Aufgetischt wird, was die Küche gerade zu bieten hat. Daher können bei Nasi Campur die Zutaten und die Zusammenstellung der Speisen von Restaurant zu Restaurant und von Warung zu Warung (= einfaches Restaurant) sehr unterschiedlich sein.

In der Regel besteht ein Nasi Campur auf Bali aus einem oder mehreren  Rind-, Lamm – oder Schweinefleisch-Currys, verschiedenen Gemüsen (gebraten oder als Curry), einer gegrillten Hühnerkeule und / oder gezupftem Hühnerfleisch, gegrilltem Fisch (meist Tunfisch), gebratenem Tofu, Tempeh, Mais, Kokosraspeln, Kerupuk, einem Spiegelei und Reis. Dazu werden ein oder mehrere Sambals (Würzsoßen auf Chili-Basis) serviert.

Mein Lieblings-Sambal ist Sambal Matah, ein Dip aus gehackten Chilischoten, Zitronengras, Knoblauch, Schalotten, Ingwer, Limettensaft, Salz und Kokosöl. Sauscharf und sehr, sehr lecker!

17. Mit einem Jukung fahren

Etwas wackelig ist es schon in so einem Jukung, die Fahrt auf alle Fälle aber ein Erlebnis. Jukungs sind traditionelle indonesische Fischerboote und werden auch auf Bali zum Fischen eingesetzt. Es gibt sowohl Ein-Mann-Boote als auch größere Jukungs für zehn und mehr Personen. Die Auslegerboote werden in der Regel mit Motor betrieben, manchmal auch mit einem Ruder oder Segel.

Für Touristen bieten die Fischer auf Bali an vielen Stränden Rundfahrten und Fishing-Touren mit Jukungs an, z. B. in Padang Bai, Jimbaran, Lovina und Pemuteran. Auch an den Vulkanseen wie dem Bratan-See können Jukungs gechartert werden.

Jukungs, Bali

Jukungs am Strand von Padang Bai

18. Smoothies trinken

Erbeer-Minze-Smoothie, Ananas-Maracuja-Smoothie, Papaya-Apfel-Smothie und, und, und. Auf Bali kannst du dich an köstlich-frischen Smoothies satt trinken. Smoothies sind auf Bali überall zu haben: in Beach-Bars, Warungs, Restaurants, Cafés oder auch auf Märkten.

Ich persönlich trinke meine Smoothies am liebsten im „Maha“ an der Monkey Forest Road in Ubud. Mein absoluter Favorit: der Limetten-Minze-Smoothie, giftgrün und super erfrischend. Das „Maha“ ist ein einfaches Garten-Café mit frei herum hoppelnden Hasen.  Neben Smoothies stehen auf der Getränke- und Speisekarte auch Cocktails, Kaffee- und Teespezialitäten, Reisgerichte sowie vegetarische und vegane Speisen.

Ubud ist ohnehin ein Paradies für Veggies. Die meisten Warungs, Restaurants und Cafés in Ubud bieten eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten.

19. Rafting auf dem Ayung-Fluss

In Ubud ist Rafting auf dem Ayung River ein absolutes Muss.  Die Touren führen mitten durch den Dschungel und vorbei an versteckten Wasserfällen. Badestopps gibt es natürlich auch.

Rafting-Touren auf dem Ayung-Fluss kannst du in Ubud in allen Reisebüros und Resorts buchen. Zwei Stunden Rafting kosten durchschnittlich 30 bis 40 Euro p. P. (inkl. Pick-up vom Hotel, Einführung und Sicherheitsausrüstung), ein ganzer Tag mit Sightseeing-Programm 60 bis 80 Euro. Rafting-Touren auf dem Ayung werden in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten. Die Anfänger-Pakete eignen sich auch für Kinder (nur in Begleitung Erwachsener).

Rafting, Ayung River, Bali

Rafting auf dem Ayung-Fluss bei Ubud

20. Party machen

Die Haupt-Partymeile auf Bali ist Kuta. In Kuta kannst du Nächte durchfeiern, z. B. im Pyramid Club (Jl. Dewi Sri Nr. 33), in der Bounty Discotheque (J. Legian), im Sky Garden (Jl. Legian Nr. 61), im Hypnotized Club (Jl. Pantai Kuta) oder im Hard Rock Café, das zum benachbarten Hard Rock Hotel* gehört.

Weitere beliebte Hotels in Kuta sind das Citadines Kuta Beach Bali* und das Sun Island Hotel Kuta*. Günstig und gut übernachtest du u. a. im Asana Agung Putra Bali* (Poppies 1), im Grand Baron Resort* (Poppies Lane 2) oder im Ida Hotel Kuta Bali*. Weitere Hotels in Kuta findest du in der Hotelübersicht*.

21. Balinesisch kochen lernen

Lerne, wie man ein leckeres Mie goreng zubereitet, ein scharfes Sambal macht oder Fisch in Bananenblätter wickelt. Kochschulen gibt es jede Menge auf Bali. Einige der besten Coocking Schools sind die Casa Luna Coocking School in Ubud (Jl. Bisma), die Ketut’s Bali Cooking Class (Laplapan Village bei Ubud) und die Bumbu Bali Cooking School in Tanjung Benoa (Jl. Pratama).

22. Kunstmuseen in Ubud besuchen

Wenn du dich für Kunst und Malerei interessierst, solltest du in Ubud in jedem Fall das Museum Puri Lukisan (Palace of Arts), das Blanco Renaissance Museum und das Agung Rai Museum of Art (ARMA) besuchen.

23. Im heiligen Wasser Körper, Geist und Seele rein waschen

Auf Bali gibt es zahlreiche heilige Quellen. Die Balinesen sprechen dem heiligen Wasser heilende Kräfte und eine reinigende Wirkung für Körper, Geist und Seele zu. Daher unterziehen sich Balinesen oftmals rituellen Waschungen.

Touristen sind in den Bädern und Badebecken ebenfalls willkommen, z. B. im Pura Tirta Empul (15 km von Ubud entfernt), im Schwimmbad des Wasserpalastes Tirta Gangga im Osten von Bali oder in den Air Panas Komala Tirta, den heißen Thermalquellen in der Nähe von Lovina.

Waschung, Pura Tirta Empul, Bali

Rituelle Waschung im Pura Tirta Empul

24. Bemo fahren

Wenn du auf Bali auf Tuchfühlung mit Einheimischen gehen und Einblicke in den balinesischen Alltag gewinnen willst, solltest du dich zu einer Fahrt in einem der meist überfüllten Bemos hinreißen lassen. Bemos sind zu Kleinbussen umfunktionierte Minivans und fahren fast überall auf Bali. Nicht nur für Locals, sondern auch für Touristen sind sie das preiswerteste Transportmittel auf Bali.

25. Affen gucken

Affen (Longtail-Makaken) kannst du auf Bali hautnah erleben. Zum Beispiel im Affenwald Mandala Wisata Wanara Wana in Ubud oder im Obyek Wisata Sangeh ein paar Kilometer nordwestlich von Ubud. Mir persönlich gefällt der Sangeh-Affenwald besser, da er nicht ganz so überlaufen ist wie der Monkey Forest in Ubud.

Affen gelten auf Bali als heilig. Daher sind auch die Affenwälder mit ihren Tempeln für die Balinesen heilige Orte.

Sangeh Affenwald, Bali

Longtail-Makaken im Sangeh-Affenwald

26. Nix für Veggies: Babi Guling essen

Vorausgesetzt, du isst gern Fleisch und hast nichts gegen Schweinefleisch einzuwenden, solltest du auf Bali unbedingt Babi Guling (gegrilltes Spanferkel) probieren.

Der berühmteste Warung für Spanferkelbraten auf Bali ist der Warung Ibu Oka in Ubud gegenüber vom Königspalast. Ich fand das Spanferkel zwar ganz lecker, allerdings ist der Warung meist überfüllt und voll und ganz auf Massenabfütterungen von Touristen eingestellt.

Mein bestes Babi Guling habe ich in einem Warung in Nord-Bali an der Küstenstraße zwischen Singaraja und Pemuteran gegessen. Du musst aber nicht erst in den Norden von Bali fahren, um guten Spanferkelbraten zu essen. Babi Guling-Warungs gibt es auf Bali überall.

27. Im Bali-Barat-Nationalpark wandern

Savannen, Monsunwälder, Regenwälder und Flüsse – wenn du auf Dschungel-Trekking stehst, solltest du unbedingt eine Tour in den Taman Nasional Bali Barat machen. Der Nationalpark liegt im äußersten Nordwesten von Bali und ist am besten von Pemuteran und dem Fährhafen Gilimanauk zu erreichen. Der Besuch des Bali-Barat-Nationalparks ist allerdings nur in Begleitung eines Park Rangers möglich. Mit ein bisschen Glück kannst du auf deiner Wanderung einen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Balistars in den Baumwipfeln erspähen.

Dschungel-Trekking, Taman Nasional Bali Barat

Dschungel-Trekking im Bali-Barat-Nationalpark

28. Wasserfälle besuchen

Zugegeben: In der Trockenzeit sind die Wasserfälle auf Bali nicht gerade berauschend. Dennoch lohnt sich ein Besuch schon allein wegen der Lage inmitten des Dschungels. Die meisten Touristen besuchen den Gitgit-Wasserfall im Norden von Bali. Eine gute Alternative ist für mich der Munduk-Wasserfall nahe den Zwillingsseen Danau Buyan und Danau Tamblingan.

Im Wald am Munduk-Wasserfall wachsen zahlreiche Gewürznelkenbäume. Auf dem Weg zum Wasserfall kannst du bei der Ernte zusehen und auch Gewürznelken kaufen. Es waren die leckersten und aromatischsten Nelken, die ich jemals gegessen habe.

Gitgit-Wasserfall, Bali

Gitgit-Wasserfall

29. Only for Smokers: Kreteks probieren

Kretek-Zigaretten sind Nelkenzigaretten und bestehen neben Tabak aus fein geschroteten Gewürznelken. Ich finde den Geschmack ziemlich interessant. Kretek-Zigaretten sind natürlich genauso gesundheitsschädlich wie alle anderen Zigaretten.

30. Heilige Seeschlangen treffen

Zwei heilige Seeschlangen kannst du in der Höhle Ular Suci gegenüber vom Pura Tanah Lot sehen. Die schwarz-weiß geringelten Schlangen fungieren als Tempelwächterinnen und werden von Priestern beaufsichtigt.

5 Dinge, die du auf Bali besser sein lassen solltest

1. Nicht selbst Moped oder Auto fahren

Der Verkehr auf Bali ist oft der reine Wahnsinn und saugefährlich.

Verkehr, Ubud, Bali

So sieht Verkehr auf Bali aus: hier eine Straße in Ubud

2. Auf keine überfüllte Fähre steigen

Viele Fähren nach Lombok oder auf die Gili-Inseln sind überfüllt. Insbesondere bei schlechtem Wetter kann es daher zu Unfällen kommen (bei schlechtem Wetter solltest du auf Bali generell keine Fähre besteigen). Gib lieber ein paar mehr Rupiah aus und kaufe Tickets nur bei bewährten Reedereien, die ihre Fähre nicht überladen.

3. Nicht auf Delfintour gehen

Delfintouren werden hauptäschlich in Lovina im Norden von Bali angeboten. Leider handelt es bei den Touren mit lokalen Fischern eher um Delfin-Jagden. Daher solltest du zum Schutz der Tiere auf das so genannte Dolphin Watching verzichten.

4. Nie bei roter Flagge im Meer baden

An Stränden wie Kuta, Legian und Seminyak ist bei gefährlichen Unterströmungen Schwimmen verboten. Wenn du am Strand eine rote Flagge siehst, gehe auf keinen Fall im Meer baden!

Red Flag, Seminyak

Badeverbot: Rote Flagge in Seminyak

5. Keine selbst gebrannten Schnäpse trinken

Auf Bali ist es bereits mehrfach zu tödlichen Methanol-Vergiftungen durch gepanschten Alkohol gekommen. Daher solltest du insbesondere Arak (Reisschnaps) oder Arak-Mixgetränke nur dann trinken, wenn die Spirituosen aus einer bekannten Quelle stammen. Also Finger weg von selbst gebrannten Schnäpsen!

Packliste und Checkliste für deinen Bali-Urlaub

Hast du für deine Bali-Reise alles besorgt und eingepackt? Falls du nicht sicher bist, schau dir meine Packliste und Urlaubscheckliste an.

Du hast weitere tolle Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf Bali? Dann her damit! Unten kannst du einen Kommentar schreiben.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*